Wissenswertes über Algen: Nährwert und Verwendung

· 8 März, 2019
Algen enthalten wichtige Vitamine und Mineralstoffe in konzentrierter Form und sind deshalb beispielsweise bei Anämie oder anderen Nährstoffmangelerscheinungen vorteilhaft. 

Du hast sicher auch schon so manches Rezept mit Algen gesehen, weißt jedoch nicht genau, wie diese zubereitet werden. Wir haben deshalb in unserem heutigen Beitrag verschiedene Informationen und Tipps für dich zusammengestellt. Erfahre anschließend Wissenswertes über Algen. 

Wissenswertes über Algen

Verschiedene Arten

Wissenswertes über Algen

Immer häufiger werden Algen für verschiedenste Rezepte verwendet, da sie wertvolle Nährstoffe liefern. Es gibt viel Wissenswertes über Algen. Als Erstes solltest du wissen, dass sie in drei große Gruppen aufgeteilt werden: braune, rote und blaue Algen.

Braune Algen

  • Nori-Algen werden aus Purpurtangen hergestellt und in England und Irland auch als „laver“ oder „sloke“ bezeichnet. Es handelt sich um getrocknete, papierartige Algenblätter, die hauptsächlich in Japan und Korea hergestellt werden.
  • Kombu ist essbarer Seetang, der viel Kalium und Jod liefert und einen süßlichen Geschmack hat.
  • Wakame ist eine Braunalgenart, die oft mit anderem Gemüse gekocht wird. Sie enthält B-Vitamine, Vitamin C und Kalium.
  • Auch die Hijiki-Alge gehört zu den Braunalgen. Sie wird gerne mit Wurzelgemüse wie Karotten oder Roter Bete kombiniert. Auch sie liefert Kalium und darüber hinaus auch Kalzium und Eisen.
  • Arame ist eine Alge mit weicher Textur und mildem Geschmack. Sie ist reich an Jod und Kalzium.
  • Flügeltang (Alaria esculenta) ist reich an Mineralstoffen und Vitaminen. Er wird häufig für Suppen verwendet.

Rote Algen

  • Dulse-Algen sind eher unbekannt. Sie kombinieren perfekt mit gekochtem Getreide und liefern viel Eisen, Phosphor und Kalium.
  • Agar-agar wird geren verwendet, um Gelatine zu ersetzen. Sie ist von mildem Geschmack und sehr nährstoffreich. Außerdem zeichnet sie sich durch Ballaststoffe aus.
  • Carragaheen, auch als Seeperlenmoos oder Irländisches Moos bezeichnet, enthält eine Fülle an komplexen Kohlenhydraten, sowie Kalzium und Kalium.

Blaualgen

  • Sprirulina liefert wichtige Aminosäuren und Proteine. Diese Alge kann als Pulver oder in Kapselform eingenommen werden. Du kannst das Pulver beispielsweise mit Joghurt, Säften, Milch oder Müsli vermischen.

Tipps zur Zubereitung von Algen

Tipps zur Zubereitung von Algen

Da du jetzt schon viel Wissenswertes über Algen weißt, möchtest du sicher auch einige Tipps zur Zubereitung. Es empfiehlt sich immer, Algen zuerst in Wasser einzuweichen.

  • Wenn noch Sandreste vorhanden sind, wasche die Algen in reichlich kaltem Wasser.
  • Unabhängig von der Art des Seetangs, solltest du diesen mindestens 20 Minuten in Wasser einweichen, damit er ungefähr das 7-Fache seines Volumens erreicht.
  • Grüne Algen können nach dem Einweichen in Längsstreifen geschnitten werden. Rote Algen werden fein gehackt, als Ganzes gekocht oder getrocknet weiterverwendet. Agar-agar kann nach dem Einweichen nach Belieben geschnitten werden. 

Wissenswertes über Algen und ihre Zubereitungsarten

  • Wakame, Nori, Chlorella (Süßwasseralgen), Kelp (Kombu), Spirulina und Dulse können ungekocht verzehrt werden.
  • Kombu-Algen werden in der Regel mindestens 45 Minuten in Wasser eingeweicht und danach eine halbe Stunde lang gekocht. Damit kann man Suppen oder Saucen zubereiten. Auch in Kombination mit Hülsenfrüchten sind sie ausgezeichnet.
  • Hijiki-Algen werden bevorzugt im Winter verspeist, denn sie haben einen sehr starken Geschmack. Verwende deshalb nur kleine Mengen. Du kannst sie in Suppen, Eintöpfen oder für Pudding verwenden. Sie werden 30 Minuten lang in Wasser eingeweicht und danach 30 Minuten lang gekocht. Man sollte sie danach jedoch nicht noch einmal aufwärmen.
  • Die Wakame-Alge ist vielseitig verwendbar, doch am bekanntesten ist sie in der Miso-Suppe. Sie wird rund 15 Minuten in Wasser eingeweicht und dann 10 Minuten gekocht. In Salaten kann diese Alge auch roh verspeist werden.
  • Die Nori-Alge muss nicht eingeweicht werden. Du kannst sie toasten, indem du sie direkt in einer Pfanne auf den Herd stellst, bis sie gold-grün wird. Danach schneidest du sie mit der Schere in Stücke und verreibst sie dann zu Pulver, das du in Suppen oder über Getreide streuen kannst.
  • Agar-agar wird insbesondere für kalte Saucen, Cremes, Pudding, Salate, Obstgelatine oder als Vedicker von Suppen und Eintöpfen verwendet.

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Warum solltest du Algen essen?

Großer Nährwert

  • Sie sind gut für DiabetikerSie schmecken leicht süßlich, enthalten jedoch komplexen Zucker und erhöhen deshalb den Blutzuckerspiegel nicht.
  • Algen eignen sich auch perfekt für Vegetarier. Denn sie liefern große Mengen an Protein. Spirulina enthält beispielsweise im Verhältnis mehr Protein als Eier, Fisch oder Fleisch.
  • Sie decken den täglichen Bedarf an Eisen: Insbesondere Spirulina enthält sehr viel Eisen, und zwar sechsmal so viel wie Getreide oder Spinat. Diese Alge ist deshalb bei Anämie und allgemeiner Schwäche zu empfehlen.
  • Außerdem sind Algen gut bei Bluthochdruck. Sie regulieren das Herz-Gefäß-System und helfen gegen erhöhten Blutdruck.

Sie fördern die Gesundheit

  • Algen verbessern die Sehfähigkeit, da sie große Mengen an Vitamin A enthalten. In diesem Fall empfehlen sich insbesondere Nori und Spirulina.
  • Du kannst damit Husten lindern. Algen sind bei Erkältungen und Grippe ebenfalls vorteilhaft. In der traditionellen Medizin werden sie in Kombination mit Honig und Zitrone eingesetzt, um das Atmungssystem zu stärken.
  • Sie sorgen für gesunde Haut und schönes HaarDas darin enthaltene Vitamin A (mehr als in Weizenkeimen) ist auch als Vitamin der Schönheit und Langlebigkeit bekannt. Manche Algen haben auch Zink, das zur Behandlung von Akne eingesetzt wird. Andere sorgen für einen schönen Glanz der Haare.
  • Sie sind gut für Knochen und Zähne: Getrocknete Iziki-Algen enthalten 15 Mal mehr Kalzium als Milch. Auch Spirulina und Wakame sind reich an Kalzium und deshalb in der Vorsorge gegen Osteoporose oder bei einem Knochenbruch sehr hilfreich.

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Gesundes Verdauungssystem

  • Sie unterstützen die Verdauung und stimulieren die Darmperistaltik. Die Kombination mit Hülsenfrüchten ist ausgezeichnet, da diese wichtige Ballaststoffe enthalten. Auch wenn du Frittiertes isst, können Algen die Verdauung erleichtern.
  • Algen reinigen den Darm, denn sie enthalten Algensäure, die Schadstoffe ausleitet, die sich häufig an den Wänden des Kolons ansiedeln. Auch bei Kolitis sind Algen als Naturheilmittel vorteilhaft.
  • Darüber hinaus reduzieren sie den Cholesterinspiegel. Da sie rund 5% ungesättigte Fettsäuren enthalten, kannst du damit das schlechte Cholesterin senken.

Wie du siehst, haben Algen einiges für die Gesundheit zu bieten. Du solltest sie deshalb öfters in deine Ernährung einbauen. Verwende sie in traditionellen Gerichten oder werde beim Kochen kreativ!