Wie du deinem Baby sitzen lernst

· 3 Februar, 2019
Sich selbstständig aufzusetzen ist eine Vorstufe zum Krabbeln und schließlich zum Aufstehen. Es ist ein wichtiger Meilenstein in der psychotmotorischen Entwicklung.

Als Eltern warten wir ungeduldig darauf, dass unsere Babys ihre ersten Heldentaten vollbringen: ihr erstes Lächeln, krabbeln, die ersten Schritte. Anschließend geben wir dir deshalb ein paar Tipps, wie dein Baby sitzen lernt. Doch vergiss nicht: Doch es braucht alles seine Zeit!

Wenn du dein Baby beobachtest, kannst du feststellen, ob es schon so weit ist, sitzen zu lernen, ohne dem Rücken zu schaden. Am besten solltest du es nicht zu früh dazu bringen, diese Haltung einzunehmen. Das Baby setzt sich irgendwann von ganz alleine auf.

Man sollte ihm die Möglichkeit geben, so lange wie möglich zu Hause in bequemer Kleidung und im gewohnten Umfeld zu sein, wo es seinen Körper erfahren und ausprobieren kann. Wenn es bestimmte Meilensteine in seiner Entwicklung erreicht, kannst du deinem Baby sitzen lernen.

Woher weißt du, ob dein Baby bereit zum Sitzen ist?

Mutter und Kind sitzen auf dem Boden

Es ist ein Fehler, Lernprozesse und Entwicklung des Babys beschleunigen zu wollen. Jedes Kind ist einzigartig und es sollte keinen festen Zeitplan geben, gewisse Dinge zu lernen. Denn manche Kinder brauchen länger als andere.

Ebenso wie manche Babys schon mit 3 Monaten Zähne bekommen und andere erst mit 8 Monaten, gibt es auch beim Sitzen keine festen Vorgaben. Man sollte abwarten, bis es die nötige Reife hat. Einige Babys beginnen schon, sich mit 6 Monaten aufzusetzen, andere erst, wenn sie ein Jahr alt sind.

Nichtsdestotrotz kannst du auf folgende Signale achten. Wenn sich das Kind mit dem Mund nach unten hinlegt und sich dann von alleine umdreht, ist das bereits ein erster Schritt. Außerdem beansprucht es dabei die seitlichen Bauchmuskeln.

Ein weiteres Anzeichen ist, wenn das Baby sich langsam von alleine etwas aufrichtet. Oft geschieht das im Alter von etwa sechs Monaten, das ist aber kein Muss. Es kann auch erst zwischen 8 und 12 Monaten so weit sein.

Lesetipp: 6 Vorteile, mit 35 Mutter zu werden

Sitzen… ein großer Moment

Wenn dein Baby sitzen lernt, bedeutet das einen großen Fortschritt in der psychomotorischen Entwicklung. Durch diese Haltung wird seine Rückenmuskulatur gestärkt und dadurch mögliche Beschwerden verhindert, wenn es zu Laufen beginnt.

Nachdem es sich erfolgreich aufgesetzt hat, bereitet sich sein Körper darauf vor, zu krabbeln und zu laufen.

Aus diesem Grund muss man das Baby aufsetzen, bevor es dazu bereit ist, also bevor die Muskeln diese Bewegung ermöglichen. Wenn dein Kleiner es schafft, sich aufzusetzen, verschafft ihm das mehr Selbstständigkeit beim Spielen.

Das Sitzen bietet ihm eine vollkommen neue Perspektive über seine Umgebung. In dieser Position ist es neuen Reizen ausgesetzt, wodurch Intelligenz und Neugier gefördert werden. Zudem erwachen seine Sinne und das Kleine will alles erkunden.

Entdecke: Körperliche Strafe: Auswirkungen auf Babys

Übungen, damit das Baby sitzen lernt

Du fragst dich bestimmt, ob du deinem Baby sitzen beibringen kannst. Damit dein Baby sich hinsetzt, kannst du ihm helfen, mit ein paar bestimmten Übungen seine Muskeln zu stärken.

So kannst du den Lernprozess zwar nicht beschleunigen, aber es wird für das Baby etwas einfacher.

Bei den Übungen hast du außerdem Gelegenheit, Zeit zusammen mit deinem Baby zu genießen. Du kannst so an seiner Entwicklung aktiv teilhaben.

Bevor du mit den Übungen beginnst, um deinem Baby sitzen beizubringen, sollte es erst andere Meilensteine in seiner psychomotorischen Entwicklung erreicht haben. So sollte es zum Beispiel im Liegen seinen Kopf halten können und so tun, als ob es sich hinsetzen wollte, wenn du es an den Händen fasst.

Gymnastik mit dem Baby

Mutter und Kind spielen

Für  die Übungen zur Stimulierung deines Babys kannst du eine Decke auf den Boden legen und loslegen. Erst stärken wir seine Bauchmuskeln, die Wirbelsäule sowie die Rücken-, Hals, und Armmuskulatur! Am besten solltest du ein paar seiner Lieblingsspielzeuge in Reichweite haben.

  • Lege dein Baby mit dem Gesicht nach oben hin. Dann setze dich ihm gegenüber und fasse es an den Händen. Hebe es langsam an, bis es sich hinsetzt und lege es dann wieder hin. Wiederhole diese Bewegung drei oder vier Mal.
  • Wenn ihr auf dem Boden seid, setze dein Baby auf und halte es an der Hüfte fest. Bleibe für ein paar Sekunden so und lege es dann wieder hin, damit es sich ausruhen kann. Wiederhole diese Übung drei oder vier Mal, damit es nicht zu anstrengend wird.
  • Setze dein Baby auf deinen Schoss, so dass es sich an dir abstützen kann. Spiele mit ihm in die Hände klatschen oder ein anderes traditionelles Spiel. Ab und zu kannst du seinen Rücken von dir lösen, damit es selbstständig sitzen bleibt. Du kannst es auch an den Armen abstützen, wenn es gerade nicht an dir lehnt.
  • Lege dein Kind mit dem Gesicht nach oben hin. Dann lege ein auffälliges Spielzeug auf seinen Bauch, damit es versucht, danach zu greifen. Dein Baby wird versuchen, sich immer weiter auszustrecken, um danach zu greifen.
  • Außerdem empfiehlt es sich, es mit dem Gesicht nach oben hinzulegen und zu versuchen, es langsam nach rechts und links zu neigen.

Überlaste dein Baby nicht

Wenn du merkst, dass dein Baby das Interesse verliert, solltest du mit den Übungen aufhören. Wie bei jedem anderen Fortschritt, liegt auch hier das Geheimnis darin, es zu stimulieren und nicht zu überlasten.

Das Baby sollte nicht vollkommen erschöpft sein. Das Ziel ist, dass ihr zusammen Spaß habt und es immer weiter versucht. Dann wird es schon bald ein Foto im Sitzen geben!