Wann kommt eine Anoskopie zum Einsatz?

3 Februar, 2020
Als Anoskopie bezeichnet man eine Technik, die es ermöglicht, Zellveränderungen im Analkanal und am After zu erkennen. Diese Untersuchungsmethode wird beispielsweise bei Hämorrhoiden, oder bei anorektalen Fisteln zur Diagnose eingesetzt. Erfahre heute mehr darüber. 

Die Anoskopie ist eine Untersuchungsmethode, um Veränderungen im Analkanal oder am After zu erkennen, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind. Der Arzt kann damit auch das Ende des Mastdarms (Rektum) untersuchen. So kann er die Endregion des Verdauungstraktes betrachten und eine Diagnose stellen.

Für diese Untersuchung kommt ein Anoskop zum Einsatz. Es handelt sich um einen flexiblen und dünnen Tubus, der in das After des Patienten eingeführt wird. Der Anoskop-Tubus leuchtet gleichzeitig das Untersuchungsfeld homogen und hell aus. Der Anschluss eines Glasfaserkabels mit Lampe ermöglicht eine verbesserte Ausleuchtung des Unteruchungsbereiches.

Bei manchen klinischen Untersuchungen verwendet der Arzt eine Chemikalie im Außenbereich des Tubus. Danach wird die Auskleidung des Anus und des unteren Enddarms ausgeleuchtet, um mögliche Veränderungen des Gewebes zu erkennen. Dafür verwendet der Arzt eine hochauflösende Anoskopie (High Resolution Anoscopy oder kurz HRA). 

Diese Untersuchung kommt unter anderem zum Einsatz, um eine Biopsie durchzuführen, Hämorrhoiden, Abszesse, Entzündungen, Engstellen, Fisteln oder Analfissuren zu erkennen. Es handelt sich um eine zur Diagnose von Tumoren im Anal- und Mastdarmbereich sehr häufig eingesetzte Untersuchungsmethode. 

Wie erfolgt eine Anoskopie?

Anoskopie bei Problemem im Bereich des Mastdarms und Afters
Die Anoskopie ist eine Untersuchungsmethode, um Veränderungen im Analkanal oder am After zu erkennen.

Der Arzt informiert den Patienten, dass eine Anoskopie nötig ist und auch darüber, wie diese Untersuchung durchgeführt wird. Es ist wichtig, dass der Patient den Arzt über mögliche Allergien, die Einnahme von Medikamenten usw. informiert. Möglicherweise erhält der Betroffene einen Einlauf oder Abführmittel, um den Analkanal und den After einfacher untersuchen zu können.

Danach begibt sich der Patient in die richtige Stellung und der Arzt beginnt mit einer Abtastung des Analbereichs. Er kann so den Zusand des Schließmuskels überprüfen. Außerdem untersucht er auch den äußeren Bereich des Afters, um mögliche Verletzungen zu erkennen.

Anschließend führt der behandelnde Arzt das Anoskop sanft ein. Im Normalfall ist keine weitere Vorbereitung und kein Betäubungsmittel notwendig, denn diese Untersuchung erzeugt nur sehr geringe Schmerzen.

Sollte allerdings eine Biopsie durchgeführt werden, kann es zu Beschwerden und leichten Blutungen kommen. Es handelt sich jedoch nur um vorübergehende Schmerzen und die Blutung verschwindet in wenigen Tagen. In der Regel kann der Patient ohne weitere Komplikationen nach Hause.

Die Resultate der Anoskopie stehen unmittelbar nach der Untersuchung zur Verfügung, da es sich um eine visuelle Technik handelt. Der Arzt kann damit die Ursachen des Problems ermitteln und eine Diagnose stellen.

Sollte eine Biopsie erforderlich sein, sind normalerweise mehrere Wochen für das Ergebnis notwendig. Der Patient erhält die Diagnose in diesem Fall erst bei einem weiteren Arztbesuch, sobald die Resultate vorliegen.

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Wann kommt eine Anoskopie zur Anwendung?

Wann kommt eine Anoskopie zur Anwendung?
Diese Untersuchung kommt unter anderem auch zum Einsatz, um eine Biopsie durchzuführen, Hämorrhoiden, Abszesse, Entzündungen, Engstellen, Fisteln oder Analfissuren zu erkennen.
Wie bereits erwähnt, ermöglicht es die Anoskopie, den Analkanal und den Bereich des Afters zu betrachten. Der Arzt setzt diese Methode deshalb immer dann ein, wenn mögliche Veränderungen in diesem Bereich vorliegen. Zu den häufigsten Beschwerden, die mit dieser Methode untersucht werden, zählen folgende:

Der Facharzt verwendet die Anoskopie häufig, um eine Biopsie im Analbereich durchzuführen. Außerdem kann er damit im Falle von Hämorrhoiden eine Gummiband-Ligatur applizieren. Es gibt jedoch auch medizinische Fälle, in denen diese Untersuchungsmethode nicht empfohlen wird. Dies ist zum Beispiel bei einer hämorrhoidalen Krise oder während einer Infektion der Fall.

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Zu berücksichtigen

Wenn es während der Untersuchung zu einem Fehler kommt, kann der Patient an verschiedenen Beschwerden leiden. Es könnte durch die Anoskopie zum Beispiel zu intensivem, kontinuierlichem Schmerz, intensiven Blutungen, Fieber, Schüttelfrost, einer Infektion im Analbereich usw. kommen.

Sollten Probleme im Analbereich vorliegen, ist es außerordentlich wichtig, einen Arzt aufzusuchen und sich entsprechend untersuchen zu lassen. Selbstmedikation und andere Maßnahmen ohne ärztliche Aufsicht sind in diesem Fall fehl am Platz. Der Arzt wird eine Diagnose stellen und die richtige Behandlung einleiten.