Ursachen und Heilmittel für Bartholinitis

· 30 Juni, 2016
Sollten sie nicht auf natürliche Weise abfließen, ist es wahrscheinlich von Nöten sich einem chirurgischen Eingriff zu unterziehen, um den Überschuss an Sekreten, der die Entzündung verursacht hat, zu entfernen

Die Bartholinitis oder Entzündung der Bartholin-Drüsen ist eine der frustrierendsten Erkrankungen bei Frauen, da sie sowohl deren Sexualleben als auch den Alltag erheblich beeinträchtigt.

Die Drüsen dienen zur Befeuchtung und Lubrikation des Scheideneingangs und sind normalerweise erbsengroß.

Sie befinden sich auf beiden Seiten im Bereich der inneren Schamlippen der Vulva (auch Scheidenvorhof genannt) und ihre Ausführungsgänge sondern Scheidensekret in diesen Bereich ab.

Bartolinitis

Obwohl es bislang keinerlei präzise Informationen gibt, wird vermutet, dass diese Erkrankung vor allem Frauen zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr betrifft und im Zusammenhang mit dem sexuellen Reifeprozess steht.

Die Sekretion kann nicht nur die Drüsen verstopfen, was zu Schmerzen und Entzündungen führt, sondern auch einen schwerwiegenden Infekt auslösen. Es gibt verschiedene mögliche Ursachen für diese Krankheit.

Obwohl sie nicht ansteckend oder wirklich bedrohlich ist, ist diese Erkrankung ein großer Störfaktor im Leben der Frauen, die einmal daran erkrankt sind.

Die Symptome können Ängste und Depressionen auslösen. Das gilt vor allem, wenn herkömmliche medizinische Behandlungen nicht das gewünschte Resultat bringen und die Krankheit chronisch wird.

Leider besteht manchmal die einzige Lösung in einer Operation, bei der besagte Drüsen entfernt werden. In den meisten Fällen findet sich jedoch eine andere nicht ganz so drastische Lösung.

Sprich unbedingt mit deinem Frauenarzt, falls du Bartholinitis bei dir vermutest. 

Ursachen für Bartholinitis

Die Hauptursache für Bartholinitis ist angeblich ein Befall des Scheideneingangs mit Bakterien.

Wenn diese Bakterien in die Ausführungsgänge der Bartholin-Drüsen gelangen, entzünden sich diese möglicherweise. Sie verkleben und können so kein Sekret mehr abgeben.

Nach kurzer Zeit verstopfen die Gänge und durch das nicht Entleeren wandert die Infektion bis in die Drüsen. Ein schmerzhafter Abszess entsteht, den man auch Bartholin-Abszess nennt.

Eine zu Beginn nicht infektiöse Ursache ist die sogenannte Bartholin-Zyste. Hier ist nur ein Teil der Drüse verstopft und es formt sich zunächst eine Aushöhlung gefüllt mit Flüssigkeit.

Wenn später Bakterien in die Zyste gelangen und sich eine Infektion ausbreitet, spricht man von Bartholinitis.

Diese Bakterien müssen nicht zwingend zu einer der sexuell übertragbaren Krankheiten gehören. Sie könnten auch aus anderen Körperbereichen stammen, so zum Beispiel Bakterien des Typs Escherichia coli aus dem Darm oder Staphylococcus aureus aus Haut und Atemwegen.

Andere mögliche Verursacher könnten die an Gonorrhoe (Tripper) beteiligten Bakterien oder Chlamydien sein, beides sexuell übertragbare Krankheiten.

Wie wird Bartholinitis diagnostiziert?

Die ersten auftretenden Symptome sind normalerweise eine Beule, ein heißes, sich vergrößerndes und sehr schmerzhaftes Knötchen.

In heftigen Fällen schmerzt diese Knötchen sogar beim Gehen oder Sitzen. Natürlich ist sexueller Kontakt sehr schmerzhaft. Weiterhin sind die betroffenen Schamlippen aufgrund der Infektion gerötet und entzündet.

Die Diagnose erfolgt durch eine Untersuchung vom Arzt. Bei Frauen, die an wiederkehrenden Infektionen oder sexuell übertragbaren Krankheiten leiden, muss an eine mögliche Bartholinits gedacht werden.

Bei Frauen kurz vor den oder am Anfang der Wechseljahre, ist es ratsam, eine Biopsie vornehmen zu lassen, um Tumorbildung oder Krebs auszuschließen.

Behandlung von Bartholinitis

Sitzbäder in lauwarmem Wasser mehrmals am Tag könnten in leichteren Fällen ausreichen, um die Entzündung zu hemmen und die Sekrete abfließen zu lassen. Wenn schon eine Infektion vorhanden ist, wird normalerweise Antibiotikum verschrieben.

Wenn sich der Abszess nicht entleert, nimmt man einen chirurgischen Eingriff vor. Das heißt durch einen kleinen Schnitt oder Stich wird ein Abflusskanal geschaffen. Wenn die Erkrankung chronisch wird, empfiehlt der Arzt oftmals die Drüsen zu entfernen.

Homöopathische Behandlung

Sollte sich die Patientin für eine homöopathische Behandlung entscheiden, ist nach etwa vier Tagen mit Resultaten zu rechnen.  Zunächst wendet man reinigende Prinzipien an, denn je nach Person ist ein Wirkstoff effektiver als der andere.

Auch hierzu solltest du einen Spezialisten aufsuchen, der die entsprechende Behandlung durchführt.

Natürliche Behandlung

Beim Auftreten dieser Erkrankung empfehlen viele, Pflanzen und Produkte mit antibiotischer, entzündungshemmender und erweichender Wirkung zu benutzen.

Bei den Kräutern behauptet man das vor allem von Ingwer, Absinth, Zitronengras, Enzian und Löwenzahn. Oft wird empfohlen, sie als Tee zuzubereiten.

Geeignete essbare Lebensmittel könnten auch Aloe Vera, Papaya, Guave, Knoblauch, Zwiebeln, Brokkoli und saures Obst sein.

Um einen Aufguss zuzubereiten, koche einen Esslöffel der medizinischen Kräuter (eines oder eine Mischung) in eineinhalb Tassen Wasser für fünf Minuten und lasse alles für zehn Minuten ziehen.

Trinke den Tee zusammen mit etwas Zitronensaft. Wenn du das erste Glas auf nüchternen Magen trinkst, erhöhst du angeblich die Wirkung.

Geraspeltem Ingwer in deinem Tee oder zubereitet als Aufguss sagt man eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung nach.

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Kleine Stückchen Ingwer wie eine Süßigkeit zu naschen ist möglicherweise gesund für Frauen. Lutsche das Stückchen Ingwer so kräftig wie möglich, damit sich der Saft mit deinem Speichel vermischt.

Kaue den Ingwer anschließend gut und schlucke ihn schließlich herunter.

Auch die Gefühle könnten eine Rolle spielen

Viele behaupten auch, dass es wichtig ist, die Gefühle zu beobachten.

Wenn wir uns im Inneren verzweifelt, desillusioniert, verärgert, mutlos oder ähnliches fühlen, könnte es sein, dass diese negativen Emotionen den gesamten Kreislauf herunterfahren und so Leistungsfähigkeit und Abwehrkräfte geschwächt werden.

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Auf dieser Grundlage könnten auch die Nährstoffe nicht aufgenommen werden und die Wirkung der Heilpflanzen würde beeinträchtigt.

Eine hilfreiche äußerliche Anwendung ist angeblich das Eincremen der betroffenen Intimzone mit dem Pflanzenöl vom Typ  Meerrettichbaum.

Man behauptet, dieses Öl hätte eine antibiotische, entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung und spende der Haut außerdem Feuchtigkeit.

Wenn die Infektion sehr stark ist, kann es sein, dass sie sich erstmal nicht zurückzieht, sondern weiter ausbreitet. Deshalb ist es nicht ungewöhnlich, dass zu Beginn der Behandlung ein eitriger Abszess entsteht (wie bei der Behandlung von Akne).

Sprich auf alle Fälle mit deinem Arzt, bevor du die Heilmittel ausprobierst!