Beziehung zwischen Körperorganen und Emotionen

· 5 März, 2017
Es ist wichtig zu lernen, Emotionen zu kontrollieren, um die mentale Gesundheit zu wahren. Auch innere Körperorgane können durch emotionale Zustände beeinträchtigt werden.

Hast du dich schon einmal gefragt, welche Auswirkungen Emotionen auf deine Körperorgane haben können?

In der Traditionellen Chinesischen Medizin geht man davon aus, dass unser Körper infolge aller externen oder internen Stimuli einen Sturm von Reaktionen generiert.

Unser Organismus ist nicht nur fähig, grundlegende Funktionen auszuführen, um beispielsweise Nährstoffe in Energie umzuwandeln und so unser Leben zu garantieren.

Auch alle Reize werden verarbeitet, um eine positive oder negative Antwort zu erzeugen, die alle Körperorgane beeinflusst.

Zusätzlich zu physischen Reizen, die über die Sinnesorgane aufgenommen werden, können auch Emotionen und Gefühle Reaktionen auslösen und bestimmte Körperorgane stimulieren oder blockieren.

Es handelt sich dabei im Allgemeinen um einen gesunden Prozess, doch wenn es sich um sehr intensive oder negative Emotionen handelt, die man über einen längeren Zeitraum erlebt, kann dies den Körperorganen schaden und diese für Krankheiten anfälliger machen.

Wie beeinflussen Emotionen die Körperorgane?

frau

Der Degenerationsprozess eines Organs hängt direkt mit Emotionen und Gefühlen zusammen, die wir experimentieren.

Wenn ein Organ negativ beeinträchtigt wird, kommt der ganze Organismus aus dem Gleichgewicht. Deshalb ist es sehr wichtig, die Ursachen für die negativen Emotionen herauszufinden, die dem Organ schaden. Nur so kann die Heilung gefördert werden.

Dafür müssen bestimmte Emotionen umgewandelt und positive Gedanken gepflegt werden.

Anschließend erklären wir dir, welche Organe durch welche Emotionen ganz besonders stark beeinträchtigt werden können.

Zorn sollte wenn möglich vermieden werden: Wusstest du, dass unterdrückter Zorn der Leber schadet?

1. Herz und Dünndarm: Fröhlichkeit

Emotionen

In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird Fröhlichkeit mit dem Herzen und dem Dünndarm assoziiert.

Das Herz reguliert den Blutkreislauf, der Dünndarm ist für die Aufnahme von Nährstoffen und Mineralien aus den Nahrungsmitteln verantwortlich.

Ein gesundes Gefühl wie Freude stimuliert zwar die Funktionen dieser Organe, doch wenn man damit übertreibt, können folgende Beschwerden entstehen:

  • Nervosität
  • Herzrasen
  • Schlaflosigkeit
  • Konzentrationsmangel

Oft haben extrovertierte, sensible und gesprächsfreudige Menschen Probleme mit diesen Organen, da sie von Emotionen überquellen und diese den Körper auch belasten können.

Deshalb sollte man sich vor Euphorie, Aufregung, Unruhe, Erregbarkeit und zu vielen Emotionen schützen, um die Gesundheit der beiden genannten Organe zu schützen.

2. Leber und Gallenblase: Zorn und Wut

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Wut und Zorn sowie ähnliche Emotionen werden mit der Leber und der Gallenblase in Verbindung gebracht.

Die Leber speichert Blut und reguliert die Lebensenergie, in der Gallenblase sammelt sich die Galle und bei Bedarf gibt sie sie ab.

Wenn du Beschwerden mit diesen Organen hast, bist du vielleicht eine sehr dynamische Person, die sich jedoch übermäßige Sorgen macht und auch aggressiv reagieren kann.

Du solltest nicht nur Wut und Zorn kontrollieren, sondern auch lernen, mit Frust und Empörung besser umzugehen.

Vergiss nicht, dass eine gut funktionierende Leber stimulierende und befreiende Energie produziert.

Lesetipp: Nahrungsmittel, die deine Leber entgiften und deine Gesundheit fördern

3. Milz und Magen: Obsession

Diese beiden Organe werden mit obsessivem Verhalten, Nostalgie sowie Reflexion assoziiert.

Der Magen verarbeitet die verspeisten Nahrungsmittel, die Milz formt Teil des Lymphsystems, das gegen Infektionen kämpft sowie den Flüssigkeitshaushalt des Körpers reguliert.

Wer an Magen- oder Milzbeschwerden leidet, ist möglicherweise eine ruhige, stille Person, die sich schwer tut, Entscheidungen zu treffen.

Wenn die Energie dieser beiden Organe ausgeglichen ist, kann man Mitleid und Empathie fördern.

4. Lunge und Dickdarm: Traurigkeit

Weinen

Diese Organe stehen mit Melancholie, Traurigkeit sowie Leid in Verbindung.

Die Lungen ermöglichen die Atmung, im Dickdarm wird ein Teil des Verdauungsprozesses ausgeführt. Hier werden dann nicht nur Nährstoffe aufgenommen, der Dickdarm steht auch in enger Verbindung mit dem Immunsystem.

Unabhängige, sehr rationale Menschen, die sich in ihrer eigenen Welt einsperren, leiden häufig an Beschwerden, die dann mit diesen beiden Organen in Verbindung stehen.

Dabei kann es zu Symptomen wie Appetitmangel, Druck auf der Brust sowie Lustlosigkeit kommen.

5. Nieren und Blase: Angst

Angst

Die Niere wird mit Angst sowie Panik assoziiert. Dieses Organ ist für die Blutreinigung verantwortlich. Die Blase wiederum sammelt den Urin und kontrolliert dann die Exkretion.

Wer an Schmerzen im Lendenbereich, an Schwäche sowie anderen Symptomen leidet, erlebt vielleicht gerade eine Situation voller Unsicherheit. 

Wer sich einer ausgeglichenen Nierenenergie erfreut, kann Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln.

Du weißt jetzt, wie verschiedene Emotionen auf bestimmte Körperorgane wirken können. Beginne damit, diese in positive Gedanken umzuwandeln, um deine körperliche sowie geistige Gesundheit zu schützen.

  • Cannon, W. B. (1929). Bodily Changes in Pain, Hunger, Fear and Rage. Southern Medical Journal. https://doi.org/10.1097/00007611-192909000-00037
  • Lee, Y. S., Ryu, Y., Jung, W. M., Kim, J., Lee, T., & Chae, Y. (2017). Understanding Mind-Body Interaction from the Perspective of East Asian Medicine. Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine. https://doi.org/10.1155/2017/7618419