Löwenzahn, ein großartiges Entgiftungsmittel

· 25 September, 2014
Anhänger der Naturheilkunde behaupten, Löwenzahn helfe bei der Ausscheidung angesammelter Flüssigkeiten und beuge Retentionen vor. Die geröstete und gemahlene Wurzel kann auch als Kaffeeersatz verwendet werden, enthält jedoch kein Koffein und auch keine anderen Stimulantien.

Wenn du zu den Menschen gehörst, die auf Naturheilkunde zählen, dann hast du womöglich schon davon gehört, dass man Löwenzahn zum Entgiften benutzen kann.

Viele sehen Löwenzahn als eine tolle medizinische Pflanze an, die sich ideal zum Entgiften eignet. Sie helfe bei der Ausscheidung von Giftstoffen, die durch Fehlernährung, schlechte Gewohnheiten, eine sitzende Lebensweise etc. entstehen. 

Wir möchten einige angebliche Eigenschaften der Pflanze aufzählen. Man empfiehlt sie Menschen, die an Bluthochdruck, Gicht, Wasseransammlungen oder an Hautproblemen leiden. Außerdem ist Löwenzahn eine essbare Pflanze, die du auch als Tee oder Kaffeeersatz verwenden kannst.

Löwenzahn, auch als bittere Zichorie und im Lateinischen als Taraxacum officinale bekannt, wächst am Rande vieler Felder und Gärten und ist durch seine Zahnblätter und gelben Blüten bekannt.

Viele Menschen ignorieren, dass ihnen eine Wildpflanze zur Verfügung steht, die ihnen dabei helfen könnte, ihre Gesundheit zu verbessern. Nachfolgend werden wir dir ihre Nutzungsmöglichkeiten und Eigenschaften genauer vorstellen.

Löwenzahnblüten

 

Vorteile für die Gesundheit

Löwenzahn enthält unter anderem die Vitamine A, B und C, Folsäure, Kalium, Silizium, Eisen und Tannine. Aufgrund seiner Zusammensetzung könnt er deshalb in folgenden Fällen möglicherweise gute Dienste leisten:

  • Löwenzahn reinige den Körper und befreie ihn von Toxinen. Deswegen empfiehlt man die Anwendung bei folgenden Gesundheitsproblemen: zu hoher Cholesterinspiegel, zu viel Harnsäure oder Gicht, Diabetes, Nierensteine etc.
  • Er wirke gegen Wassereinlagerungen. Dies sei besonders hilfreich für Menschen, die durch  Wasseransammlungen an Übergewicht leiden.
  • Hepatoprotektiv: Löwenzahn schütze außerdem die Leber und Gallenblase und stimuliere sie auf einfache Weise, was besonders in Fällen von Hepatitis vorteilhaft sein könnte.
  • Löwenzahn verbessere die Nierenfunktion, sorge für eine bessere Urinabgabe und könne deshalb Blasenentzündungen und Harnröhrenentzündungen vorbeugen.
  • Löwenzahn verbessere auch den Verdauungsprozess und fördere den Appetit, was sich in Fällen von Appetitlosigkeit empfiehlt.
  • Die Pflanze könne angeblich auch als leichtes Abführmittel eingesetzt werden.
  • Löwenzahn verbessere die Hautbeschaffenheit bei Problemen wie Pickel, Akne, Nesselsucht, Schuppenflechte etc. und trage zur Wundheilung bei.
  • Die Wildpflanze habe außerdem auch beruhigende Eigenschaften und beinhalte Tannine, die eine positive Wirkung auf Menschen mit Durchblutungsstörungen, Krampfadern und Hämorrhoiden haben könnten.
  • Dank seines hohen Siliziumanteils halte er desweiteren auch unsere Haut und unsere Haare gesund.
  • Sein hoher Eisenanteil mache ihn zu einem wunderbaren Mittel gegen Anämie.

 Wie wendet man Löwenzahn zum Entgiften an?

Tee

Meist wird Löwenzahn in Form eines Tees eingenommen: Dazu werden die Blätter und der Stiel gekocht. Lasse dich von deinem Arzt oder Ernährungsberater näher zur Dosis und Dauer der Einnahme informieren.

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Extrakt

Der Extrakt, den man direkt in Reformhäusern und Kräuterläden kaufen kann, enthält dieselben Eigenschaften wie der Tee, allerdings in höherer Konzentration.

Er helfe angeblich bei einer stärkeren Entgiftung oder um die erwähnten Beschwerden zu lindern. Du kannst den Extrakt außerdem auch mit Wasser verdünnen und über den Tag verteilt trinken, um die entgiftenden Eigenschaften zu fördern.

Als Lebensmittel

Viele Menschen wissen nicht, dass diese Wildpflanze essbar ist. Solltest du die Möglichkeit haben, die Pflanzen jung zu pflücken, kannst du diese als Salat, Tortillas oder sogar Pesto verwenden.

Im letzteren Fall gib ein wenig Löwenzahn zu anderen wohlschmeckenden Pflanzen wie Basilikum und Ruccola. Da der Geschmack des Löwenzahns aufgrund der enthaltenen Bitterstoffe (welche die Leber stärken) bitter sein kann, empfehlen wir, in der Dosierung sparsam zu sein.

In Essig eingelegt

Ein sehr ungewöhnliches Rezept ist, die Blütenknospen bevor sie sich öffnen in Essig einzulegen. Auf diese Weise mariniert, schmecken sie außerdem auch wunderbar in Salaten und Co.

Löwenzahnknospe

Als Kaffeeersatz

Der andere Name dieser Pflanze, bitterer Chicorée, erinnert uns daran, dass die Pflanze auch als Kaffee-Ersatz eingesetzt werden kann. Dafür werden die Wurzeln der Pflanze geröstet und gemahlen.

Im Gegensatz zu Kaffee enthält diese Wildpflanze kein Koffein oder andere Stimulanzien.

Äußerliche Anwendung

Damit deine Haut von den positiven Eigenschaften profitieren kann, kannst du den Löwenzahn mit einem Mörser zerkleinern und direkt auf die Haut auftragen. Lasse den Löwenzahn danach eine halbe Stunde wirken.

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Bäder

Du kannst außerdem auch Bäder mit der Pflanze machen, welche angeblich besonders bei Hämorrhoiden und Krampfadern Linderung verschaffen könnten.

Wir empfehlen dir, einen Arzt oder Therapeuten hinzuzuziehen, bevor du eine Behandlung mit medizinischen Pflanzen beginnst, da es zu Nebenwirkungen kommen kann, wenn diese überdosiert werden. 

Bilder mit freundlicher Genehmigung von NjuTIKA y nothingtosay