Ursachen einer Frühgeburt: Was du darüber wissen solltest!

In vielen Fällen sind die Ursachen einer Frühgeburt nicht bekannt. Allerdings gibt es bestimmte Risikofaktoren, die wir uns heute genauer anschauen werden.
Ursachen einer Frühgeburt: Was du darüber wissen solltest!

Letzte Aktualisierung: 28. Februar 2021

Man spricht von Frühgeburt, wenn ein Baby vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt kommt. Eine vollständige Schwangerschaft dauert 40 Wochen. Daher birgt eine Frühgeburt gewisse Risiken. Die Organe und Systeme des Babys sind noch nicht ausgereift. Außerdem erhöht sie das Auftreten von Schwierigkeiten, die die Entwicklung des Babys erschweren. In diesem Artikel erklären wir die Ursachen und unterschiedlichen Arten einer Frühgeburt.

Die Arten der Frühgeburt

Wie bereits erwähnt, kommen Frühchen vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt. Als Vollgeburt wird ein Baby bezeichnet, das zwischen der 37. bis 42. Schwangerschaftswoche geboren wird. Nach der 42. Woche spricht man von Nachgeburt.

Man unterscheidet folgende Arten:

  • Extrem frühe Frühgeburt: Ein Baby, das vor der 28. Schwangerschaftswoche geboren wird.
  • Sehr frühe Frühgeburt: Das Baby wird zwischen der 29. und 32. Schwangerschaftswoche geboren.
  • Mäßig frühe bis späte Frühgeburt: Ein Baby kommt zwischen der 32. und 35. Schwangerschaftswoche zur Welt.
  • Späte Frühgeburt: Geboren zwischen der 35. und 37. Schwangerschaftswoche.

Die meisten Babys werden nur ein paar Wochen zu früh geboren. Sie haben keine Probleme mit der Frühgeburtlichkeit. Je früher sie jedoch geboren werden, desto höher ist das Risiko für schwere und sogar lebensbedrohliche Schwierigkeiten. Extreme Frühgeburtlichkeit kann bei Neugeborenen zum Tod führen.

Darüber hinaus haben Frühgeborene ein erhöhtes Risiko für langfristigen Probleme. Beispielsweise können das Entwicklungsverzögerungen und Lernstörungen sein. Die meisten Kinder wachsen jedoch ohne langfristige Schwierigkeiten auf.

Die Ursachen

Rauchen erhöht Risiko auf Frühgeburt

Schwangere Frauen sollten Süchte vermeiden, um das Risiko einer Frühgeburt zu senken.

In den meisten Fällen sind die Ursachen für Frühgeburtlichkeit nicht bekannt. Experten haben jedoch einige Risiken erkannt, wie z.B.:

  • Eine Frau, die noch ein Teenager oder über 40 Jahre alt ist.
  • Die Zugehörigkeit zu einer niedrigen sozioökonomischen Schicht. Hier kann die vorgeburtliche Versorgung unzureichend sein.
  • Mehrlingsschwangerschaften: mit Zwillingen, Drillingen oder noch mehr Babys schwanger zu sein.
  • Eine schlechte Ernährung. Sehr dünne Frauen haben ein höheres Risiko für eine Frühgeburt. Möglicherweise wird eine Abnahme der Gebärmutterflüssigkeit aufgrund von schlechter Ernährung verursacht.
  • Auch Fettleibigkeit gilt als Risikofaktor. Fettgewebe produziert Botenstoffe, die spontane Wehen auslösen können.
  • Entzündungen während der Schwangerschaft: Dazu gehören Harnwegsinfektionen und Geschlechtskrankheiten.
  • Bereits eine Frühgeburt erlitten zu haben. Dies ist der wichtigste Risikofaktor. Die Anzahl der früheren Frühgeburten und das damalige Alter bestimmen das Risiko in der neuen Schwangerschaft.
  • An Vorerkrankungen, wie zum Beispiel Herz- oder Nierenkrankheiten, Bluthochdruck oder Diabetes zu leiden.
  • Eine Zervixinsuffizienz. Dies ist der Fall, wenn sich der Gebärmutterhals vorzeitig zu erweitern beginnt.

Darüber hinaus gibt es weitere Faktoren, die das Risiko einer Frühgeburt erhöhen:

  • Der Gebrauch von toxischen Substanzen: Zum Beispiel Tabak, Kokain oder Amphetamine.
  • Veränderungen der Gebärmutter: Gebärmutteroperationen, Fehlbildungen oder Myome beeinflussen die Frühgeburtlichkeit.
  • Komplikationen in der aktuellen Schwangerschaft: Blutungen im 2. und 3. Drittel, Veränderungen des Fruchtwasservolumens, vorzeitiger Blasensprung, etc.

Dieser Artikel könnte dich interessieren: Ausfluss während der Schwangerschaft: Ursachen und Behandlung

Risiko-Merkmale einer Frühgeburt

Wenn du schwanger bist, musst du auf einige Symptome achten. Du musst deinen Arzt aufsuchen, wenn du eines davon bemerkst oder wenn du andere Probleme hast. Erstens sind das Blutungen während des zweiten oder dritten Drittels der Schwangerschaft. Diese können den vorzeitigen Blasensprung auslösen. Dann kann es zu einer Frühgeburt kommen.

Zweitens, wenn du schmerzhafte Krämpfe früher als erwartet hast, da sie ein Zeichen für vorzeitige Wehen sein können. Ähnlich verhält es sich, wenn es zum frühzeitigen Blasensprung kommt.

Tipps zur Vermeidung

Gesunde Ernährung zur Vermeidung von einer Frühgeburt

Ein gesunder Lebensstil während der Schwangerschaft hilft dir, das Risiko einer Frühgeburt zu senken.

Wie wir in diesem Artikel erwähnt haben, sind die Ursachen für eine Frühgeburt meist nicht bekannt. Einige Empfehlungen können jedoch helfen, eine Frühgeburt zu vermeiden. Wenn du zum Beispiel bereits eine Frühgeburt hattest, solltest du 12 Monate warten, bevor du wieder schwanger wirst.

Außerdem ist es ratsam, dass du während der Schwangerschaft auf Tabak und andere giftige Substanzen verzichtest. Ebenso musst du auf eine ausgewogene Ernährung achten. Es ist am besten, Unterernährung und Blutarmut vor der Schwangerschaft zu behandeln. Experten empfehlen außerdem eine fettarme Ernährung, die reich an Omega-3-Fettsäuren sein sollte.

Wenn die Wehen vorzeitig einsetzen, geben Ärzte der schwangeren Frau Medikamente. Diese Medikamente verzögern oder stoppen die Wehen. Außerdem versuchen sie, die Entwicklung der Lungen des Babys zu beschleunigen.

Fazit

Die Rate an Frühgeburten ist in den letzten Jahren gestiegen. Grund dafür ist unter anderem das steigende Alter der Mütter, sowie Bluthochdruck und Diabetes. Weiters führen Fruchtbarkeitsbehandlungen zu mehr Mehrlingsschwangerschaften.

Daher ist es wichtig, die Symptome frühzeitig zu erkennen und bei Fragen zum Arzt zu gehen. Ebenso sind weitere wissenschaftliche Fortschritte notwendig, um die Lebenserwartung von Frühgeborenen zu erhöhen.

Es könnte dich interessieren ...
Weinen während der Schwangerschaft: wie wirkt es sich auf dein Baby aus?
Besser Gesund LebenLies auch diesen Artikel bei Besser Gesund Leben
Weinen während der Schwangerschaft: wie wirkt es sich auf dein Baby aus?

Weinen während der Schwangerschaft kann leicht zur Gewohnheit werden. Lies diesen Artikel, um mehr über die Auswirkungen zu erfahren.