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Tipps zur Pflege von gefärbtem Haar

Gefärbtes Haar braucht mehr Pflege, jedoch solltest du darauf achten, es mit natürlichen Mitteln zu pflegen.

Das Haar wird mit dem Alter grau oder weiß, weil es seine natürliche Haarfarbe verliert.

Frauen und immer mehr Männer greifen dann zu Haarfarben, um ihr jugendliches Aussehen zu erhalten. Dabei wird jedoch oft vergessen, dass gefärbtes Haar besonders viel Pflege benötigt, um trotz künstlicher Haarfarbe natürlich und gesund auszusehen.

Wie färbt man das Haar?

Viele, die graues Haar überdecken möchten, suchen dazu ihren Friseur auf.

Andere hingegen vertrauen ihren eigenen Fähigkeiten und färben ihre Haare im heimischen Badezimmer.

Auch, wenn auf der Verpackung steht, die Farbe sei „schonend“ oder „sanft“ und der Friseur ähnliche Worte verwendet, so sollte dir immer klar sein, dass Haare färben deine Haare strapaziert.

Wir sprechen hier vom Haare färben und nicht tönen. Die Haarfarbe wird also dauerhaft in die Haarstruktur eingelagert und lässt sich nicht auswaschen.

Die lange Haltbarkeit erfordert aber auch einen extremen chemischen Eingriff in die Struktur des Haares: zunächst wird das Haar durch ein stark alkalisch wirkendes Mittel zum Aufquellen gebracht, wodurch sich die äußere Schuppenschicht öffnet.

Mithilfe eines Oxidationsmittels, meist ist es Wasserstoffperoxid, werden dann Farbmoleküle in das Innere des Haares geschleust. Dadurch wird jedes einzelne Haar komplett durchgefärbt, die Farbe erscheint intensiv.

Durch beispielsweise eine saure Spülung lässt sich die äußere Schuppenschicht wieder schließen, was für Glanz sorgt.

Das Haar sieht gesund aus, ist in Wirklichkeit aber geschädigt und ab jetzt besonders pflegebedürftig. Wenn du gefärbte Haare hast, dann weißt du, dass die Haare nach dem Färben trockener, spröder und glanzloser erscheinen, als vor dem Färben.

Haare färbenNatürliche Haarfarben

Um dauerhaften Schäden vorzubeugen, kannst du auch mit Naturhaarfarben färben. Diese sind meist auf der Basis von Henna, welches es in Farbtönen von rot ober braun bis hin zu schwarz gibt.

Durch gekonnte Kombination von anderen Pflanzenwirkstoffen ist es auch möglich, andere Farben wie Blondtöne auf pflanzlicher Basis herzustellen.

Der große Unterschied zwischen chemischen und pflanzlichen Farben ist der, dass Pflanzenfarben sich um das Haar lagern und nicht in das Innere durch aggressive chemische Vorgänge eingeschleust werden.

Dies führt also dazu, dass mit Pflanzenfarben gefärbte Haare stärkeren Glanz entwickeln und mehr Volumen haben, da sich mit jedem Färbevorgang der Durchmesser durch die umlagernde Farbschicht vergrößert.

Ein Nachteil von Pflanzenhaarfarben ist ihre geringere Haltbarkeit, da sie das Haar nur umhüllen. Außerdem kann nicht jede Pflanzenfarbe auch auf ergrautem Haar angewendet werden.

Extrapflege

Ist das Kind schon in den Brunnen gefallen und du hast dich für eine dauerhafte, chemische Farbe entschieden, musst du die Haare so lange extra pflegen, bis die Chemiekeule wieder herausgewachsen ist.

Weil in der Regel immer wieder nachgefärbt wird, bedeutet dies oft: ein Leben lang Extrapflege für dein Haar!

Dabei solltest du aber auf pflanzliche Wirkstoffe vertrauen, um nicht etwa durch silikonhaltige Pflegeprodukte deine Haarpracht noch mehr auszutrocknen und zu schädigen.

Wir empfehlen dir daher folgende Naturprodukte:

gefärbte HaareSaure Spülung

Wie bereits erwähnt, führt eine saure Spülung dazu, dass sich die Schuppenschicht schließt und sich so das Licht besser reflektieren kann und Glanz entsteht.

Eine saure Spülung kannst du ganz einfach selbst herstellen, indem du dir ein Gemisch aus Essig mit Wasser oder Zitronensaft nach der Haarwäsche über den Kopf gießt.

Dazu reicht es, wenn du auf einen Liter Wasser etwa 3 Esslöffel Essig oder Zitronensaft verwendest.

Keine Sorge, der Geruch verfliegt beim Trocknen! Achtung: Zitronensaft wirkt in Kombination mit Sonnenlicht bleichend!

Frau mit nassen HaarenHaaröl

Wenn du deine Haare wirklich pflegen möchtest, darfst du nicht auf synthetische „Pflege“stoffe wie Silikone, Paraffine oder andere Mineralölbestandteile zurückgreifen.

Ein Blick auf die Packung sollte daher zur Selbstverständlichkeit werden, bevor du das „Pflege“produkt  kaufst.

Eine ganz einfache Möglichkeit der Haarpflege sind natürliche pflanzliche Öle, die du in kleinsten Mengen in das noch feuchte Haar einarbeitest.

Ein gutes Allroundöl, weil es auch hervorragend von der Haut aufgenommen werden kann, ist Sesamöl, welches in Indien der Klassiker für schönes Haar ist.

Aber auch Kokosöl eignet sich gut zur Pflege von strapaziertem Haar und pflegt besonders intensiv.

Naturhaarbürste

Wichtig ist auch das richtige Werkzeug.

Plastikbürsten, insbesondere ältere oder billige Modelle, können die Haare verletzen und zusätzlich zur Farbe strapazieren.

Bürsten, die aus natürlichen Borsten, zum Beispiel von Wildschweinen, hergestellt wurden, glätten die Schuppenschicht bei jedem Bürstenstreich und sorgen zusätzlich für Glanz.