Tipps für gepflegte und kräftige Fingernägel

21 Juli, 2016
Fingernägel können leicht brechen, splittern oder einreißen. Oft steckt Nährstoffmangel dahinter, aber auch mangelnde Pflege.

Fingernägel sind quasi das „Aushängeschild“ unserer Hände. An ihnen kann man vieles ablesen, beispielsweise Mangelernährung, falsche Pflege oder auch Krankheiten. Doch wie bekommt man gesunde, starke Nägel? Was ist dafür wichtig?

Wissenswertes über Fingernägel

Unsere Nägel bestehen aus Keratin. Keratin ist eine eiweißhaltige Substanz, aus der Horn gebildet wird. Das Horn einer Kuh, die Krallen einer Katze, die Federn von Vögeln, die Schuppen von Reptilien, die Stacheln der Igel uns unsere Nägel sind alle aus demselben Baustein gebildet: Keratin.

Zum Aufbau von Keratin braucht der Körper also Eiweiß, denn das ist der Hauptbaustein von Keratin und Vitamin B7, das auch Vitamin H oder schlichtweg „Biotin“ genannt wird.

Eine ausgewogene Ernährung begünstigt also ein gutes Wachstum von Haut, Haaren und Nägeln. Viel Biotin steckt in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten wie Sojabohnen oder Linsen, Nüssen, Eigelb, Hefe, Leber und Reis.

Nägel wachsen 0,5 bis 1,2mm in der Woche. Dabei hat jeder Nagel eine unterschiedliche Geschwindigkeit. Vielleicht ist es dir ja schon aufgefallen: der Nagel des Mittelfingers ist der Schnellste!

FingernägelWoher kommen brüchige oder rissige Nägel?

Sind die Nägel splitterig und brüchig und es liegt keine Pilzerkrankung vor, weist das darauf hin, dass die Person mit ihren Händen viel Wasserkontakt hat, denn Wasser laugt die Nagelsubstanz aus.

Die Person hat vielleicht einen Job, in dem sie oft nasse Hände bekommt, durch Putzen, Waschen oder anderen häufigen Wasserkontakt. Eine regelmäßige Nagelpflege nach Wasserkontakt kann das verhindern. Auch Nagellackentferner trocknen Nägel extrem aus! Wichtig ist dann die richtige Pflege der Nägel.

Ist der Nagel gelblich verfärbt, verdickt und bricht krümelig-muschelig, liegt Nagelpilz vor. Meist tritt er nur an einem Nagel auf und kann problemlos behandelt werden.

Sind die Nägel blass, fast durchsichtig schimmernd und nicht schön satt rosig, dann kann das entweder auf eine Durchblutungsstörung der Finger hinweisen, unter der besonders Raucher und Diabetiker leiden.

Ist die Person weder Raucher noch Diabetiker, kann auch Eisenmangel dahinter stecken. Das kann nur ein Arzt bei einer Blutuntersuchung feststellen.

Nagelpflege

Ist deine Ernährung ausgewogen und gesund, solltest du damit eine gute Voraussetzung für gesunde und kräftige Nägel haben. Liegt ein Mineralstoffmangel vor, kannst du dir selbst leicht ausrechnen, wie lange du Geduld haben musst, bis der Nagel komplett herausgewachsen ist.

Sind deine Nägel brüchig und es liegt keine Erkrankung vor, liegt es an der Pflege. Wir empfehlen dir folgende Tipps:

Mandelöl für FingernägelÖl für die Nägel

Wie auch unsere Haut brauchen Nägel Fett, um ihre Elastizität und Feuchtigkeit zu bewahren. Häufiges Händewaschen, Kontakt mit Reinigungsmitteln oder ein Beruf (oder Hobby) mit viel Wasserkontakt kann dazu führen, dass die Nägel „auslaugen“.

Regelmäßige Ölbäder helfen ihnen dabei, elastisch zu bleiben und dadurch weniger schnell zu brechen und zu splittern.

Du brauchst dazu nur ein hochwertiges Pflanzenöl. Verwende bitte grundsätzlich kein Öl aus Mineralölbestandteilen! Diese dringen nicht in die Haut, Nägel oder die Haare ein, sondern bleiben als „Schmierfilm“ an der Oberfläche. Eine Pflegewirkung wird durch paraffinhaltige Öle nicht erzielt.

Achte bei der Wahl des Öls darauf, dass es nicht färbend wirkt, denn sonst riskierst du eine Verfärbung deiner Nägel! Färbende Öle sind unter anderem: Kürbiskernöl, Walnussöl, Rizinusöl, aber auch manche Sorten Olivenöl. Nicht färbend und bestens für die Nagelpflege geeignet sind:

  • Sesamöl
  • Mandelöl
  • Avocadoöl
  • Jojobaöl

Besonders gut von Nägeln, Haut und Haaren aufgenommene Öle sind Jojobaöl (mit natürlichem Lichtschutzfaktor 4!), Mandelöl und Sesamöl. Besonders Mandelöl ist für empfindliche Haut die beste Wahl, da dessen Zusammensetzung den menschlichen Fetten besonders ähnlich ist.

Öl für FingernägelÖlbad für Fingernägel

Hast du dich für ein gutes Pflanzenöl entschieden, so musst du es nur noch in eine kleine Schale füllen und die Fingerspitzen (oder bei Fußnägeln die Zehen) darin baden.

Je länger das Öl einwirken kann, desto besser. Wende das Ölbad bestenfalls abends vor dem Fernseher an und lasse es eine Spielfilmlänge einwirken.

Danach massiere deine Fingerspitzen, besonders die Region rund um die Nagelwurzel. Das fördert die Durchblutung und sorgt für ein gesundes Nagelwachstum.

Anschließend überschüssiges Öl abwischen oder gleich den gesamten Körper damit einölen. Du kannst die Einwirkzeit noch verlängern, indem du für die Nacht dünne Baumwollhandschuhe überziehst.

Tägliche Nagelpflege

Das Ölbad braucht Zeit und Ruhe, von der nicht jeder immer genug hat. Um rissigen und spröden Fingernägeln vorzubeugen, gewöhne dir an, dir nach jedem Wasserkontakt die Hände einzucremen und dabei insbesondere die Nägel zu behandeln.

Achte auch bei der Handcreme darauf, dass sie aus pflanzlichen Ölen und nicht aus Mineralöl besteht, um den Pflegeffekt zu erhalten.

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