Symptome einer Lebensmittelvergiftung

· 7 März, 2015

Eine Lebensmittelvergiftung zu erkennen ist nicht immer einfach, da die Symptome auch auf andere Beschwerden oder Krankheiten hinweisen können. Lies hier, wie du erkennst, ob du oder jemand anderes sich eine Lebensmittelvergiftung zugezogen hat.

Was ist eine Lebensmittelvergiftung?

Eine Lebensmittelvergiftung ist nicht genau das, wonach es klingt. Du hast kein Gift im Sinne einer chemischen Substanz, die dir jemand willentlich ins Essen gemixt hat, zu dir genommen. Es ist nur, dass dein Körper auf etwas regiert, das ihn erheblich schädigt. Eine Nahrungsmittel- oder auch Lebensmittelvergiftung wird durch die Aufnahme von verunreinigten, verdorbenen oder vergifteten Lebensmitteln verursacht. Oft sind die Lebensmittel bakteriell infiziert. Man unterscheidet daher zwischen einer „Lebensmittelintoxikation“ und einer „Lebensmittelinfektion“. Bei der Lebensmittelintoxikation ist die schädigende Ursache ein Giftstoff („Toxin“), das vom Mikroorganismus (Bakterien) im Lebensmittel gebildet wird (z.B. bei mangelnder Küchenhygiene, verdorbenen Lebensmitteln). Eine Lebensmittelinfektion ist hingegen eine durch lebende Erreger verursachte Infektion. Dabei dienen Lebensmittel und Getränke oder Wasser als Transportmittel für die Erreger. Diese setzen sich dann im Körper des Betroffenen fest, vermehren sich und lösen dadurch Beschwerden aus (z.B. Salmonellen und Typhus). Die Symptome, über die du hier lesen wirst, betreffen eine Lebensmittelintoxikation, die im Volksmund klassisch „Lebensmittelvergiftung“ genannt wird.

Ursachen

Es müssen nicht immer die Lebensmittel selbst sein, die Auslöser einer Lebensmittelvergiftung sind, auch das Kochgeschirr kann schuld sein! Dabei spielen häufig Metalle wie Zink, Kupfer, Cadmium oder Blei eine Rolle. Diese Gifte können beispielsweise in der Emaillierung oder der Glasur von Kochgeräten enthalten sein. Oftmals lösen saure Lebensmittel diese Metalle aus Töpfen und Pfannen, welche dann von den Nahrungsmitteln direkt aufgenommen werden. Beim Verzehr der Speisen kommt es somit in der Folge zu einer Lebensmittelvergiftung. Neben chemischen Giften gibt es auch natürliche Gifte, die eine Lebensmittelvergiftung auslösen können. Hierzu gehören Gifte aus Fischen, Beeren oder Pilzen. Die bakterielle Lebensmittelvergiftung tritt am häufigsten auf. Ursache hierbei ist eine bakterielle Infektion durch Keime und Mikroorganismen.

Symptome

Magenschmerzen

Übelkeit

Übelkeit tritt meist als Vorzeichen von Erbrechen auf. Nicht immer muss sich der Betroffene dann jedoch auch zwangsweise übergeben. Das Gefühl der Übelkeit wird im Brechzentrum des Gehirns eingeleitet, wenn zuvor besondere Reize im Magen stimuliert wurden. Bei einer Lebensmittelvergiftung solltest du ausschließen, dass die Übelkeit auf anderen Ursachen beruht wie Reisekrankheit, Schwangerschaft oder Kreislaufbeschwerden. Die häufigste Ursache von Übelkeit ist aber eine Überreaktion des Magens auf giftige Stoffe, die durch die Nahrung aufgenommen wurden. Meist kommen dann Schweißausbrüche als Symptom dazu.

Magengrummeln

Erbrechen

Das Erbrechen wird durch einen komplexen Reflexmechanismus vom Brechzentrum des Hirnstammes gesteuert. Auch hier muss nicht immer eine Lebensmittelvergiftung der Auslöser sein. Auch übermäßiger Alkoholkonsum führt beispielsweise zu Erbrechen. Die häufigste Ursache sind jedoch Erkrankungen des Verdauungstraktes. Bei der Lebensmittelvergiftung, der Aufnahme von schädlichen Stoffen in großen Mengen oder einer Infektion mit Bakterien und Viren, kommt es häufig zum Erbrechen.

Toilette

Durchfall

Durchfall wird medizinisch definiert als mehr als drei Mal Stuhlgang am Tag, wobei der Stuhl ungeformt ist und bei Erwachsenen ein Gewicht von 250 g pro Tag überschritten wird. Der Wassergehalt beträgt mehr als 75 Prozent. Ganz schön theoretisch. Bei Lebensmittelvergiftungen oder Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln kommt Durchfall oft vor. Es gibt aber noch viele weitere Gründe für Durchfall (zum Beispiel ein Virus), weswegen Durchfall alleine nicht auf verunreinigte Nahrung rückschließen lässt.

Bauchschmerzen2

Krämpfe

Magenkrämpfe treten meist plötzlich und unerwartet auf und können jedoch auch schnell wieder aufhören. In den meisten Fällen sind die Krampfanfälle zwar sehr kurz, wiederholen sich jedoch in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen. Die Intensität der Schmerzen bei Magenkrämpfen wird somit auch als an- und abschwellend beschrieben. Gelegentlich können die Magenkrämpfe auch zu einem ausstrahlenden Schmerz im Brust- und Rückenbereich führen. Magenkrämpfe treten häufig in Verbindung mit Erbrechen und Durchfall auf. Magenkrämpfe können auch auf eine ernste Erkrankung hinweisen, die von einem Arzt abgeklärt werden sollte!

Blähung

Bauchschmerzen

Bauchschmerzen zeigen sich in vielen unterschiedlichen Formen: So können Bauchkoliken auftreten oder auch allgemeine, dumpfe Schmerzen, die die gesamte Bauchregion betreffen. Manchmal sind begleitende andere Beschwerden festzustellen, zu denen bei Lebensmittelvergiftungen Durchfall, sowie Blähungen oder sogar Erbrechen gehören. Relativ harmlos sind Bauchschmerzen, wenn sie durch bestimmte, unverträgliche Lebensmittel ausgelöst werden.

Behandlung

Bist du dir sicher, dass alle Symptome auf eine Lebensmittelvergiftung hinweisen, so versuche, falls noch möglich, so viel wie möglich vom verdorbenen Essen wieder durch Erbrechen aus deinem Verdauungstrakt zu holen. Hat der Durchfall schon eingesetzt, sorgt dein Körper gerade selbst dafür, die Giftstoffe wieder loszuwerden. Nimm daher keinesfalls durchfallhemmende Medikamente ein! Trinke viel, um deinen Wasserhaushalt im Gleichgewicht zu halten! Halten die Beschwerden an, nützt alles nichts und du solltest zum Arzt.