Steifer Hals – Symptome und Behandlung

29 September, 2019
Steifer Hals beim Aufwachen? Auch du bist sicher schon mal mit einem völlig unbeweglichen und schmerzenden Nacken aufgewacht. In diesem Artikel erklären wir dir die Symptome. Und wir zeigen dir natürlich, was du dagegen tun kannst.

Ein steifer Hals bedeutet, dass sich die Muskeln im Nackenbereich verspannt haben. In der Regel passiert das durch eine schlechte Haltung im Schlaf. So eine schlechte Haltung kann dazu führen, dass dieser Bereich steif und unbeweglich wird und außerdem bei jeder Bewegung stark schmerzt.

Ein steifer Hals kann aber auch durch einen ungünstigen Luftzug verursacht werden, oder durch ungünstige oder plötzliche Bewegungen. Daher ist es also sehr wichtig, dass du dich gut um deinen Hals und Nacken kümmerst. Denn ein steifer Hals kann wirklich sehr unangenehm und schmerzhaft sein.

Steifer Hals: Welche Formen davon gibt es?

Ein steifer Hals bedeutet für die allermeisten Leute die oben beschriebenen Nackenschmerzen. Das heißt, es ist eine Muskelverspannung, die mit der entsprechenden Behandlung schnell wieder vorbeigeht. Doch können die Ursachen für einen unbeweglichen Hals oder eine permanente schiefe Haltung des Kopfes auch genetisch oder neurologisch bedingt sein. In diesen Fällen handelt es sich um Torticollis oder Schiefhals. Es kann also vorkommen, dass ein Baby mit dieser Fehlhaltung geboren wird.

Dabei tritt eine bestimmte Missbildung bei der Geburt auf. Und dann kommt es aufgrund von Problemen während der Entbindung beim Baby zu einer Verkürzung eines bestimmten Muskels, dem so genannten Musculus sternocleidomastoideus.

Dann besteht die einzige Lösung darin, so schnell wie möglich eine Operation vorzunehmen. Denn sonst wird der restliche Körper versuchen, diese Muskelverkürzung auszugleichen. Und das kann z.B. zu Problemen an der Wirbelsäule führen.

Steifer Hals bei einem Kind

Im Falle einer angeborenen Schiefhaltung des Kopfes, sind die Symptome recht deutlich zu sehen. Wenn das Neugeborene wächst, neigt es klar den Kopf mehr zur einen Seite als zur anderen. Und wenn man versucht, diese Kopfhaltung zu korrigieren, kommt es zu einem spürbaren Widerstand. Außerdem verspürt das Baby einen leichten Schmerz.

Eine Operation kann manchmal vermieden werden, doch dazu braucht es große Anstrengungen. In den meisten Fällen ist ein operativer Eingriff letztlich die einzige Lösung. Auf jeden Fall ist es wichtig, die Anweisungen des Arztes zu befolgen. Denn nur so wird sich alles bestmöglich für das Baby entwickelt.

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Steifer Hals: Was sind die Symptome?

Wie du also gesehen hast, gibt es unter anderem auch eine angeborene Schiefhaltung des Kopfes. Doch im Folgenden widmen wir uns den Symptomen der allgemein eher verbreiteten Nackenschmerzen, auch bekannt als der steife Hals. Sicher hast auch du schon das zweifelhafte Vergnügen gehabt, dieses unangenehme Problem kennenzulernen. Wir geben dir ein paar Tipps, wie du diese Beschwerden lindern kannst.

Eingeschränkte Bewegungsmöglichkeit des Kopfes

Du wachst morgens auf und steigst aus dem Bett. Du machst eine nur ganz leichte Bewegung mit dem Kopf und verspürst plötzlich starke Schmerzen im Nacken. Ein klarer Fall: Steifer Hals. Dann ist dein Kopf vielleicht in einer schiefen Haltung, oder du kannst ihn nur sehr eingeschränkt bewegen.

Wenn du den schmerzenden Bereich etwas abtastest, wirst du merken: Der Muskel ist völlig steif. Dann solltest du vor allem vermeiden, plötzliche Bewegungen auszuführen. Außerdem solltest du den Nackenbereich warm halten und sanft massieren. Dadurch lassen sich die Beschwerden zumindest vorübergehend lindern.

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Kopfschmerzen

Ein steifer Hals kann auch Kopfschmerzen verursachen. Besonders dann, wenn du sowieso schon eine Neigung zu Migräne oder Kopfschmerzen hast. Denn der ganze Nackenbereich ist steif und unbeweglich. Und das bringt neben Kopf- meist auch Nackenschmerzen mit sich.

Auch in diesen Fällen ist es wichtig, plötzliche Bewegungen zu vermeiden und zu versuchen, den Bereich zu schonen. Aber vielleicht ist dies nicht möglich, weil deine Arbeit es erfordert, dass du dich bewegst. Dann kannst du eine Halskrause verwenden. Allerdings solltest du diese nur vorübergehend benutzen und sie darf keinesfalls das Schmerzgefühl erhöhen.

Schultern sind nicht auf gleicher Höhe

Ein weiteres typisches Symptom für einen steifen Hals ist, dass eine deiner Schultern etwas höher ist als die andere. Auch dieser Umstand ist auf die starke Verspannung des Muskels zurückzuführen. Denn diese führt dazu, dass sich der Kopf auf eine Seite neigt.

In diesem Fall kannst du versuchen, sehr sanfte und kontrollierte Dehnungen durchzuführen. Dadurch kannst du die Beschwerden und Schmerzen teilweise lindern. Wie schon in den anderen Fällen, solltest du auch hier abrupte Bewegungen vermeiden. Doch das Beste ist immer Ruhe und Erholung.

Frau hat Nackenschmerzen

Es soll nochmal erwähnt werden: Falls du dich für eine Halskrause entscheidest, solltest du bedenken, dass diese Maßnahme nur vorübergehend sein sollte. Denn es ist nicht zweckmäßig, dass der Hals noch steifer wird als er bereits ist. Wichtig ist, dass du ihn nach und nach sanft zu bewegen beginnst.

Zudem darf man auch nicht vergessen, dass sich der steife Nacken im Laufe der Zeit wieder bessert. Denn tatsächlich dauern die Beschwerden in der Regel maximal drei Tage. Bei der richtigen Behandlung wird dein steifer Hals also sogar früher als erwartet wieder Vergangenheit sein.

Außerdem kannst du einem steifen Hals auch vorbeugen: Zum Beispiel durch eine gute Position beim Schlafen und die richtige Schlafhygiene. Dabei kann die Anschaffung eines geeigneten Kissens helfen. Denn so kannst du die Wahrscheinlichkeit, dir diese unangenehme Muskelverspannung zuzuziehen, verringern.

Aber sei beruhigt: Alle hatten schon mal einen steifen Hals. Und wenn nicht, werden sie ganz sicher irgendwann einen bekommen. Du bist also nicht allein mit dem Problem. Aber wie du gesehen hast: Du kannst einiges dafür tun, dass die Beschwerden schnell wieder verschwinden.

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