Seborrhoische Dermatitis – Behandlungsmöglichkeiten

10 Dezember, 2014
Zusätzlich zu der ärztlich verschriebenen Behandlung können verschiedene Hausmittel verwendet werden, um Symptome wie Juckreiz oder Abschuppung zu lindern.

Seborrhoische Dermatitis wird zwar durch Schuppen sichtbar, dies ist jedoch nur eine Nebenerscheinung. Diese Hauterkrankung ist nicht nur ein kosmetisches Problem, wenn sie nicht richtig behandelt wird, hat dies gesundheitsgefährdende Folgen. Im folgenden Artikel berichten wir mehr über effektive Behandlungsmöglichkeiten gegen seborrhoische Dermatitis. 

Wichtige Fakten über seborrhoische Dermatitis

Bei dieser Krankheit kommt es zu einer Überproduktion von Fett bzw. Talg doch die Hauptursache sind vermutlich Pilze der Gattung Malassezia. Es handelt sich um eine chronische Erkrankung, die schubweise auftreten kann.  Seborrhoische Dermatitis ist vererbbar und kann auch durch  Stress, zentralnervöse Erkrankungen, kosmetische Produkte, Erschöpfung, Wetterwechsel, Hautbeschwerden wie Akne, Übergewicht und viele mehr begünstigt werden. Viele dieser Faktoren lassen sich vermeiden.  

Oft ist zwar nur die Kopfhaut betroffen, es können jedoch auch andere Hautstellen von dieser Krankheit befallen sein, z.B. Gesicht, Beine oder Arme. Das erste Symptom sind meist Hautschuppen. Der Facharzt kann eine entsprechende Diagnose stellen und Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen.

Natürliche Heilmittel gegen seborrhoische Dermatitis

Um einen Dermatitisschub zu mildern und die ärztlich verodneten Maßnahmen zu unterstützen, können folgende Hausmittel angewendet werden.

  • Essenzielle Öle: Mischung aus Lavendelöl, Kamillenöl und Eukalyptusöl zu gleichen Teilen mit etwas Wasser. Diese Ölmischung wird auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen und sanft einmassiert.
  • Olivenöl und Mandelöl: Mischung aus 1 – 2 Esslöffel dieser Öle zu gleichen Teilen. Damit wird die betroffene Hautstelle massiert, besonders bei Juckreiz ist diese Mischung empfehlenswert.
  • Rosmarin: Dafür wird eine Handvoll gehackter Rosmarin mit drei Teebeuteln Kamillentee zubereitet. Sobald der Tee abgekühlt ist, werden damit die Haare gespült.
  • Zitrone:  Mit einer halben Zitrone wird die Kopfhaut bzw. die betroffene Stelle eingerieben. Nach einer Wirkzeit von zehn Minuten mit lauwarmem Wasser abspülen.
  • Pfefferminzöl: Zwei Tropfen Pfefferminzöl werden in einer Tasse lauwarmem Wasser aufgelöst und damit werden die betroffenen Stellen einmassiert. Nach wenigen Minuten Wirkzeit mit Wasser ausspülen.

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  • Apfelessig: Es werden vier Teile Wasser und ein Teil Apfelessig gemischt um damit die betroffenen Stellen zu massieren. Ein „Nebeneffekt“ dieses Mittels ist, dass gleichzeitig die Haare glänzender werden.
  • Natron: Dazu werden Natron, Wasser und ein paar Tropfen Olivenöl vermischt und damit die betroffenen Stellen massiert. Nach einer halben Stunde kann dieses Mittel mit lauwarmem oder warmem Wasser abgespült werden.
  • Teebaumöl: Für dieses Mittel wird ein halber  Teelöffel Teebaumöl mit 100 ml Aloe-Vera-Gel vermischt. Diese Mischung wird auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen. Nach 30 Minuten Wirkzeit mit viel Wasser ausspülen.
  • Bockshornkleesamen: Zwei Esslöffel Bockshornkleesamen werden in einer Schüssel Wasser über Nacht eingeweicht. Am nächsten Tag die Samen mahlen und mit etwas Wasser eine Paste herstellen, die dann auf die betroffenen Stellen aufgetragen wird. Nach 30 Minuten mit Wasser gut abspülen.
  • Thymian: Für dieses Mittel werden zwei Tassen Wasser mit vier Esslöffeln getrocknetem Thymian zehn Minuten lang gekocht. Danach sieben und abkühlen lassen. Diese Mischung wird dem Shampoo beigefügt. Damit die Kopfhaut massieren und das Mittel wirken lassen, bevor es wieder ausgespült wird.
  • Ton: Grüne Tonmasken werden verwendet, um viele Hautprobleme (nicht nur Dermatitis) zu behandeln. Diese werden auch gegen Akne, fettige Haut, Mitesser oder Pickel empfohlen. Die Maske wird 1 – 2 Mal pro Woche aufgetragen. So werden überschüssiges Fett, abgestorbene Zellen und Verunreinigungen entfernt.
  • Löwenzahn: Die Kopfhaut drei Mal pro Woche mit  einerm Aufguss aus einem Liter Wasser und einer Handvoll Löwenzahn nach dem Haarewaschen  massieren und das Haar damit spülen.
  • Meerbäder: Im Sommer kann seborrhoische Dermatitis mit Meerbädern behandelt werden. Salzwasser und Sonne lindern die Beschwerden und  den Juckreiz spürbar.
  • Lorbeerblätter: Eine Handvoll gehackte Lorbeerblätter mit etwas Wasser auf die betroffenen Hautstellen reiben, morgens und abens wiederholen. Auch ein Aufguss aus Wasser und Lorbeerblättern zu gleichen Teilen herstellen, und diesen sobald er abgekühlt ist sieben und auf die Kopfhaut auftragen.
  • Süßholz: Ist sehr nützlich, um eine übermäßige Fettbildung auf der Kopfhaut zu vermeiden und die seborrhoische Dermatitis unter Kontrolle zu bringen. Dafür wird ein Aufguss aus der trockenen Pflanze hergestellt. Dieser wird mit Essig gemischt und damit wird die betroffenen Hautstelle massiert. Nach 15 Minuten auswaschen.
  • Rosmarin und Ei: Ein Esslöffel neutrales Shampoo oder Kindershampoo wird mit einem Ei und vier Tropfen Rosmarinessenz gemischt. Damit die Haare wie gewohnt waschen.

Zusätzlich wird eine angemessene Ernährung empfohlen: viel  Vitamin B7 (Mais, Gerste, Hafer und Soja), Selen (Äpfel, Kürbis, Gurke, Kohl und Knoblauch) sowie Zink (Borretsch, Spargel und Sellerie).

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Bilder mit freundlicher Genehmigung von  Managobinda Srichandan, Doctor’s defense, lilyoreo, adaenn.

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