Schule und dein Kind: 8 Fragen an die Lehrkräfte

· 17 Januar, 2019
Die Erziehung und Ausbildung der Kinder beginnt zu Hause und setzt sich dann in der Schule fort. Dabei ist eine gute Kommunikation mit den Lehrkräften unserer Kinder wichtig. Denn so können die Eltern den Bildungsprozess unterstützen.

Unsere Kinder verbringen einen Großteil des Tages in der Schule. Eine gute Kommunikation mit den Lehrkräften, die deine Sprösslinge unterrichten, ist von grundlegender Bedeutung. Denn so kannst du ihren Lernprozess in der Schule unterstützen und fördern.

Über die LehrerInnen kannst du ebenfalls erfahren, ob es deinem Nachwuchs auch im weiteren Sinne gut geht.

Denn in der Schule lernen die Kinder ja nicht nur: Sie knüpfen auch Kontakte, schließen Freundschaften, erleben Erfolge. Und natürlich sind sie auch mit Problemen konfrontiert, die in ihnen die unterschiedlichsten Emotionen auslösen.

Dabei sind deine Kinder sicher deine erste Informationsquelle. Aber natürlich solltest du auch den Standpunkt ihrer Lehrkräfte in Erfahrung bringen, mit denen sie einen Großteil ihres Alltags verbringen.

Schule: 8 Schlüsselfragen an die Lehrkräfte unserer Kinder

Die Erziehung und Ausbildung unserer Kinder beginnt zu Hause und setzt sich dann in der Schule fort. Doch du kannst viel tun, um deine Kinder auch von zu Hause aus weiter in ihrem Lernprozess in der Schule zu unterstützen.

Zu diesem Zweck stellen wir dir hier eine Reihe von Schlüsselfragen vor. Diese kannst du den Lehrkräften deiner Kinder stellen.

Diese Fragen ermöglichen es, sowohl mehr über die schulischen Leistungen im Klassenzimmer als auch über die Beziehung deiner Kinder im Umfeld der Schule allgemein zu erfahren.

1. Wie sind die schulischen Leistungen meines Kindes?

Gruppenarbeit an der Schule

Als erstes solltest du die LehrerInnen deiner Kinder nach den schulischen Leistungen fragen. Dabei geht es hier nicht nur um die Noten auf den Zeugnissen oder bei Prüfungen.

Du solltest dich bei den Lehrkräften auch danach erkundigen, ob deine Kinder während des Unterrichts gut mitarbeiten. Denn es ist wichtig, Folgendes über deinen Nachwuchs in der Schule zu wissen:

  • Ist dein Sohn oder deine Tochter bei dem, was im Klassenzimmer passiert, aufmerksam mit dabei?
  • Zeigt dein Kind Interesse am Lernprozess?
  • Und erledigt es die ihm aufgetragenen Aufgaben in der vorgeschriebenen Zeit?

2. Welche Unterrichtsmethode verwenden die Lehrkräfte an der Schule?

Diese Frage solltest du dir eigentlich vor allen anderen stellen. Denn sie ist gerade dann wichtig, wenn du überlegst, in welche Schule du deine Kinder schicken wirst.

Für diese Entscheidung solltest du wissen, welche Unterrichtsmethoden an den zur Auswahl stehenden Schulen verwendet werden. Denn von der pädagogischen Leitlinie hängt ganz sicher auch das Vorgehen der Lehrkräfte während des Unterrichts ab.

Dabei sind verschiedene Punkte wichtig zu wissen: So zum Beispiel, ob die Kinder Hausaufgaben bekommen, die sie außerhalb der Schulzeit erledigen müssen. Oder ob in der betreffenden Schule der gesamte Prozess im Klassenzimmer stattfindet.

Auch ist interessant, ob es sich um eine offene Schule handelt. Ebenso möchtest du vielleicht wissen, ob Projektarbeit angeboten wird. Und natürlich musst du mit der entsprechenden Methode übereinstimmen.

Denn es macht keinen Sinn, wenn du mit den Unterrichtsmethoden der Schule nicht einverstanden bist. Und dann versuchst, den Lernprozess deines Kindes mit einer entgegengesetzten Methodik zu verstärken. Denn das kann zu Verwirrung bei deinem Kind führen.

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3. Wie kann ich mein Kind von zu Hause aus unterstützen?

Den Lernprozess deines Kindes kannst du zu Hause verstärken und verbessern. Dazu solltest du daran denken, dass die Rolle der Eltern vor allem darin besteht, eventuell bestehende Zweifel auszuräumen. Und außerdem dafür zu sorgen, dass die Kinder die ihnen übertragenen Aufgaben erfüllen.

Auf keinen Fall geht es darum, die Hausaufgaben für die Kinder zu erledigen. Aber ebenso wenig solltest du sie mit zusätzlichen Aufgaben überlasten.

Wenn Eltern sich an den schulischen Aufgaben beteiligen, die Kinder zu Hause erledigen, gibt es folgende Punkte zu beachten:

  • Du solltest gemeinsam mit den Lehrkräften einen entsprechenden Lernplan erstellen.
  • Sorge dafür, dass deine Kinder in einer ruhigen Umgebung lernen oder ihre Hausaufgaben machen können.
  • Auch sollten die Kinder zum Lernen und Hausaufgabenmachen ausgeruht sein.
  • Außerdem sollten die Eltern sicherstellen, dass es in den Lernzeiten nicht zu Streitigkeiten kommt. Oder dass sie als Strafe angesehen werden.

4. Gibt es an der Schule ein System, um die SchülerInnen zu stimulieren?

Frag die Lehrkräfte danach, wie sie die Leistung und Beteiligung deiner Kinder einschätzen. Auch hier geht es um mehr, als nur um Noten.

Finde heraus, ob es innerhalb des Klassenzimmers oder innerhalb der Schule als Institution irgendeine Art von besonderer Anerkennung oder Auszeichnung für Schülerinnen und Schüler gibt, die sich durch ihre Leistungen auszeichnen.

Auch ist es gut zu wissen, ob und wie die Kinder zu bestimmten Anstrengungen angeregt und stimuliert werden.

  • Wie oft verändert sich die Lernumgebung?
  • Haben die Kinder die Möglichkeit, sich einzubringen?
  • Können sie zum Beispiel Vorschläge in Bezug auf Dinge machen, die ihnen wichtig sind.
  • Auch ist interessant, wie oft sich die Kinder bewegen können, statt zu sitzen.

5. Wie verhalten sich meine Kinder im Klassenzimmer?

Wenn es um gutes Verhalten geht, meint das unter anderem den Respekt vor Lehrkräften sowie Klassenkameraden. Außerdem die Einhaltung etablierter Regeln innerhalb der Schule. Und es betrifft auch das Verhältnis zu anderen Kindern.

Du kannst sicher sein: Wenn sich die Kinder schlecht benehmen, werden sich die LehrerInnen umgehend bei den Eltern melden.

Wenn alles gut geht, erhältst du keinerlei Beschwerden diesbezüglich. Dennoch ist es immer eine gute Idee, die Lehrkräfte deiner Kinder regelmäßig nach deren Verhalten im Klassenzimmer zu fragen.

Denn es ist ja auch wichtig, dass du die guten Nachrichten bekommst: Nämlich die, dass deine Kinder respektvolle, freundliche und liebenswerte Personen sind.

6. Wie interagieren meine Kinder mit ihren Altersgenossen?

Gruppe von Kindern

Die Schule ist der Ort, an dem die Kinder ihre ersten Freundschaften schließen und zugleich auch die ersten zwischenmenschlichen Reibereien erleben. Daher solltest du wissen, wie sich dein Kind mit seinen Altersgenossen in Beziehung setzt. Denn dies trägt auch zu seinem Wohlbefinden bei.

Deshalb sollten die LehrerInnen dich beispielsweise wissen lassen, ob deine Kinder in den Pausen mit ihren Klassenkameraden zusammen sind und spielen.

Ebenso, ob dein Nachwuchs in der Lage ist, in einer Gruppe zu arbeiten. Und wie sich deine Sprösslinge verhalten, wenn sie mit ihren Freunden und Freundinnen zusammen sind.

7. Wie geht man an der Schule vor, wenn sich ein Schüler oder eine Schülerin schlecht benimmt?

Auch dies ist eine ganz wichtige Frage. Du solltest wissen, ob die LehrerInnen deiner Kinder für oder gegen Bestrafung sind. Und natürlich, welche Maßnahmen sie ergreifen, wenn es Verhaltensprobleme bei den Kindern gibt.

Ebenso ist Mobbing ein wichtiges Thema, da es ein weltweit zunehmendes Phänomen ist. Du solltest in Erfahrung bringen, wie in diesen Fällen an der Schule vorgegangen wird.

Das gilt in dem Fall, dass dein Kind Opfer von Mobbing wird. Aber ebenso, falls es dazu kommen sollte, dass dein Kind selbst ein anderes belästigt.

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8. Wie kann ich dabei helfen, Verbesserungen zu erreichen?

Viele Eltern geben ihre Kinder in der Schule ab und beteiligen sich in keinster Weise an dem, was im Klassenzimmer passiert. Sie nehmen lediglich die Zeugnisse in Empfang und gehen zu den Gesprächen mit Lehrkräften, wenn diese sie darum bitten.

Doch du kannst durchaus mehr tun: Biete deine Hilfe an Aktionstagen oder anderen Aktivitäten der Schule an. Oft ist dabei eine Beteiligung der Eltern nötig und erwünscht.

Die Ausbildung der Kinder stellt eine gemeinsame Aufgabe dar. Und deine Unterstützung und Beteiligung an der schulischen Gemeinschaft kommt deinen Kindern sehr zugute.