Pflanzliches Gel soll Blutungen in 10 Sekunden stoppen

8 Mai, 2015
Wissenschaftler haben ein Gel entwickelt, mit dem Blutungen schnell gestoppt werden sollen,

Joe Landolina, ein 17 Jahre junger Unternehmer, war neu an der Universität von New York, als er eine Entdeckung machte, die möglicherweise weltweit Millionen von Leben retten kann. Landolina, der sich mit Tissue Engineering befasst (Gewebekonstruktion bzw. Gewebezüchtung), behauptet, er habe ein Gel entwickelt, das innerhalb von 10 Sekunden und ohne jegliche Druckanwendung innere und äußere Blutungen stoppen kann.

Das Produkt namens Veti-Gel wurde von Landolina im Rahmen eines Projektes im ersten Semester entwickelt. Damit konnte dieser junge Forscher zusammen mit Isaac Miller (seinem Partner) einen Wettbewerb der Universität von New York gewinnen – mit dem Geld konnten sie das Unternehmen Suneris Inc. aufzubauen.

Inzwischen hat Joe Landolina einen Master in Biomedizintechnik und ein Unternehmen mit 10 Angestellten. Dieses widmet sich der Erforschung des Gels, um damit Menschenleben retten zu können. Das Gel wurde bereits in Tierkliniken getestet, weitere 1600 Tierärzte warten auf Produktproben, um kritische Analysen durchführen zu können.

Lesetipp: Naturheilmittel Kurkuma für bessere Durchblutung

Woraus besteht Veti-Gel?

Das Gel basiert auf gentechnisch veränderten Pflanzen. Es hat in seiner Form Ähnlichkeit mit der sogenannten extrazellulären Matrix (ECM), darunter versteht man das menschliche Gewebe zwischen den Zellen im sogenannten Interzellularraum. Sobald das Gel Kontakt mit einer Wunde hat, „bricht“ es auseinander und repariert das Gewebe.

Veti-Gel „macht eine exakte Kopie der Strukturen“, das heißt, es passt sich dem entsprechenden Körperbereich sofort an. Außerdem ist das Gel laut Landolina „so angelegt, dass es den Heilungsprozess des Körpers fördert“.

Vetigel

Die Veti-Gel-Proben werden zunächst in Tierkliniken getestet, wo sie ihre Wirkung, Blutungen in wenigen Sekunden zu stoppen, zeigen sollen. Nach diesen Tests wird das Produkt vom amerikanischen Militär überprüft werden, bevor es auf den Markt kommt und zur Behandlung von Menschen verwendet werden kann.

Landolina ist optimistisch, dass das Gel spätestens Ende des nächsten Jahres zugelassen werden wird. Dieses Produkt wird ein Lebensretter in den Notaufnahmen und bei Operationen auf der ganzen Welt sein.

Veti-Gel könnte beispielsweise Blutungen während einer Gefäßchirurgie bei einem Lebertrauma der Klasse 4 stoppen. Diese Operation ist sehr komplex und schwierig, oft ist es dabei sehr schwierig, Blutungen zu stoppen. Mit Veti-Gel könnten Chirurgen solche Blutungen in weniger als einer Minute stoppen, was der Schlüssel zu einer erfolgreichen Operation sein kann.

Veti-Gel weist noch andere wichtige Vorteile bei der Behandlung von Verbrennungen, Quetschungen und anderen Therapien auf. Forschungen über die Wirkungen sind im Gange und Suneris will weitere Gesundheitsstudien durchführen lassen.

Obwohl das Produkt noch nicht zum Verkauf freigegeben ist, sind die bisherigen Ergebnisse sehr vielversprechend, vor allem in Bezug auf die Fähigkeit, Blutungen zu stoppen. Veti-Gel ist ein Produkt, das in vielen Bereichen der Medizin verwendet werden kann und von dem auch erwartet wird, dass es bei Tierärzten großen Anklang findet.

Die Erfinder verraten noch nichts über den Preis und die Verkaufsbedingungen. Fest steht jedoch, dass dieses Medikamet in Zukunft viele Menschenleben retten könnte.

Verwendung von Cayenne-Pfeffer, um Blutungen zu stoppen

Cayenne-Pfeffer

Neben dem bereits erwähnten Gel, gibt es natürliche Alternativen, die im Alltag helfen können, Blutungen zu stoppen. Sehr effektiv ist roter Pfeffer oder Cayenne-Pfeffer. Dieses Gewürz hat einen großen Nutzen für die Gesundheit und wurde bereits von den Indianern als Medizin verwendet.

Sieh dir auch diesen Artikel an: Getränk mit Ingwer, Kurkuma und Cayenne-Pfeffer

Die Verwendung von Cayenne-Pfeffer ist einfach: Es wird etwas davon in den Schnitt oder die blutende Wunde gestreut. Nach 15-20 Sekunden hört die Blutung auf. Allerdings sollte man Pfeffer nur für kleine Schnitte oder Kratzer verwenden.

  • PAPE, R., & HACKENSELLNER, H. A. (1957). Zur Frage der Blutungen in den Verdauungstrakt. Wiener Medizinische Wochenschrift (1946).
  • Alberts, B., Johnson, A., Lewis, J., Raff, M., Roberts, K., & Walter, P. (2011). Zellverbindungen, Zelladhäsion und die extrazelluläre Matrix. In Molekularbiologie der Zelle. https://doi.org/10.1161/STROKEAHA.113.004576
  • Kumar, S., Kumar, R., & Singh, J. (2006). Cayenne/American pepper. In Handbook of Herbs and Spices. https://doi.org/10.1533/9781845691717.3.299