Erste Hilfe: Wunde richtig desinfizieren

· 28 September, 2014
Wenn du die Wunde nicht an der Luft lassen kannst, decke sie mit einer Gaze ab, die du jeden Tag auswechselst. So kommt trotzdem Luft zur Wunde und du kannst überprüfen, ob sie zu feucht oder zu trocken ist.

Bei einer Verletzung ist es sehr wichtig, die Wunde sofort zu behandeln, um Infektionen und unangenehme Konsequenzen zu verhindern.

Wenn mann die Wunde nicht entsprechend behandelt, können Bakterien oder andere Krankheitserreger eindringen und unerwünschte Beschwerden verursachen.

Deshalb ist es wichtig, Wunden gut zu desinfizieren. Erfahre hier, wie du dabei vorgehen kanns.

Wunde desinfizieren

Hände waschen um Wunde zu desinfizieren

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Beginne damit, dir deine Hände gründlich mit Wasser und Seife zu waschen. Sterilisiere Hilfsmittel wie wie Pinzette, Schere usw. vor der Verwendung.

Verwende Latexhandschuhe, um den direkten Kontakt mit der verletzten Stelle zu verhindern. So kannst du eine Infektion verhindern.

Wenn es sich um eine oberflächliche Verletzung handelt, kannst du sie mit antibakterieller Seife und Wasser reinigen.

Bei einer tiefen Wunde empfehlen wir dir, zum Arzt zu gehen! Du kannst sie im Notfall zwar selbst mit einem Desinfektionsmittel desinfizieren, zum Beispiel mit Wasserstoffperoxid und Chlorhexidin. Doch besser ist immer eine ärztliche Behandlung.

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Falls du keine Desinfektionsmittel zur Hand hast, kannst du dieses selbst herstellen:

  • Bringe ein wenig Wasser mit einer Prise Salz zum Kochen.
  • Alkohol und Jod dürfen nicht für die Wunde selbst, sondern nur zur Reinigung des umliegenden Bereiches verwendet werden. Ansonsten kann das Gewebe verletzt und die Wundheilung beeinträchtigt werden.

Wenn kleine Splitter vorhanden sind, verwende eine Pinzette, um sie zu reinigen. Sollten jedoch Steinchen oder Glassplitter in der Wunde sein, lässt du diese vom Arzt entfernen!

Sobald die verletzte Stelle gesäubert ist, kannst du ein entzündungshemmendes, antiseptisches Mittel auftragen. Damit trocknet die Verletzung schneller. Auch die Wundheilung wird so gefördert.  

Zwar ist es am besten, wenn Luft zu der Wunde kommt, doch dies ist nicht immer möglich. An bestimmten Orten muss die Verletzung abgedeckt werden, um sie ausreichend zu schützen. 

  • Verwende bei größeren Wunden eine sterile Kompresse, um die Verletzung zu schützen. Du kannst diese mit einer elastischen Mullbinde fixieren.
  • Bei kleineren Verletzungen reicht ein Pflaster. In der Apotheke gibt es auch für kleinere Wunden spezielle Feuchtpflaster und -kompressen. Damit heilt die Verletzung schneller. Lass dich vom Experten beraten!

Danach wechselst du den Verband beziehungsweise das Pflaster regelmäßig und beobachtest die Wunde.

Falls sie nicht richtig heilt, ist ein Besuch beim Arzt wichtig, um weitere Folgen zu verhindern. Wenn sich die Stelle rötet oder anschwillt, kann eine Entzündung vorhanden sein. Lasse dich in diesem Fall vom Arzt behandeln.