Labrumläsion: Ursachen, Symptome und Behandlungen

Eine Labrumläsion verursacht oft Schmerzen, Steifheit und sogar einen Verlust des Bewegungsumfangs. Lies weiter, um herauszufinden, wie es dazu kommt und welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen.
Labrumläsion: Ursachen, Symptome und Behandlungen

Letzte Aktualisierung: 20. August 2021

Die Labrumläsion ist eine relativ häufige Verletzung bei Sportlern wie Balletttänzern, Fußballern und Eishockeyspielern.

Das Labrum ist ein knorpeliger Ring zwischen dem Oberschenkelknochen und der Hüfte. Es umrandet den äußeren Rand der jeweiligen Gelenkpfanne. So hilft es, den längsten Knochen im Körper in der passenden Position zu halten.

Diese Verletzung ist ebenso häufig wie schwerwiegend und erfordert oft eine Operation. Im heutigen Artikel erfährst du, was du über eine Labrumläsion wissen solltest und wie du dich vor ihr schützen kannst.

Was ist eine Labrumläsion?

Das Hüftgelenk besteht aus einer Kugel und einer Pfanne. Ferner ist die Hüftpfanne der Hohlraum im Hüftknochen, in den der obere Teil des Oberschenkelknochens passt.

Dieser Teil, der wie eine runde Kugel geformt ist, ist der Oberschenkelkopf. Am Rande der Pfanne befindet sich ein Ring aus Knorpelgewebe, das Labrum. Wie ein Artikel in Sports Medicine Oregon zeigt, erhöht diese Struktur die Stabilität des Gelenks.

Bei einer Labrumläsion ist das Knorpelgewebe beschädigt und kann seine Funktion nicht mehr wie vorgesehen erfüllen. Der Oberschenkelkopf verliert in der Folge einen Teil seines Haltes.

Es gibt viele Ursachen für diese Verletzung, sowohl akut als auch chronisch. Sie kann zum Beispiel durch ein Femoroazetabuläres Impingement (FAI) oder eine Arthrose entstehen. Wie bereits erwähnt, ist dies bei Sportlern recht häufig der Fall.

Labrumläsion - American Football
Einige Sportarten (zum Beispiel American Football) stellen einen Risikofaktor für diese Art von Verletzung dar.

Verwandte Symptome

Labrumläsionen verlaufen manchmal auch asymptomatisch. Die Spezialisten der Mayo Clinic weisen jedoch darauf hin, dass es in der Mehrzahl der Fälle zu Symptomen kommt. Zum Beispiel können Schmerzen in der Hüfte auftreten, die bis in die Leistengegend ausstrahlen.

Dieser Schmerz verschlimmert sich beim Gehen oder bei längerem Sitzen oder Stehen. Manche Menschen verspüren eine Steifheit im Hüftgelenk, da sie eine eingeschränkte Bewegungsfreiheit haben.

Das Gelenk kann auch bei bestimmten Beinbewegungen knarren oder blockiert erscheinen. Das Problem ist, dass dies zu Komplikationen führen kann, wenn es nicht behandelt wird. Tatsächlich erhöht sich mit der Zeit die Wahrscheinlichkeit einer Arthrose.

Lies auch diesen Artikel: Ermüdungsbruch: Wie kommt es dazu?

Ursachen für eine Labrumläsion

Wie wir in diesem Artikel bereits erwähnt haben, treten Labrumläsionen häufiger bei Sportlern auf. Es gibt jedoch noch zahlreiche andere Ursachen.

Sie tritt häufig bei körperlichen Aktivitäten auf, die auf sich wiederholenden Bewegungen des Hüftgelenks basieren. Das liegt daran, dass derartige Bewegungen das Gelenk nach und nach verschleißen können.

Sportarten wie Golf, Eishockey und andere Kontaktsportarten wie American Football führen häufig zu Labrumläsionen und sind somit Risikofaktoren.

Laut einem Artikel des Hospital for Special Surgery, kann dieser Zustand auf strukturelle Anomalien zurückzuführen sein. Einige assoziierte Erkrankungen sind Arthrose und Femoroazetabuläres Impingement (FAI).

Letzteres ist ein abnormaler Kontakt zwischen dem Oberschenkelkopf und der Hüftpfanne. Es kann also entweder auf eine Fehlbildung des Oberschenkelknochens oder auf eine Fehlbildung der Hüftpfanne zurückzuführen sein. Diese Art von Körperkontakt führt dazu, dass das Labrum schneller abgenutzt wird.

Diagnose

Die Diagnose einer Labrumläsion kann komplex sein. Deshalb ist es wichtig, dass der Arzt eine genaue Untersuchung des Gelenks vornimmt. Dazu muss er wahrscheinlich das Bein in verschiedenen Positionen bewegen.

Bestimmte ergänzende Tests wie Röntgenaufnahmen sind jedoch in der Regel notwendig, um andere Verletzungen auszuschließen. Das liegt daran, dass das Bild es ermöglicht, einen Bruch oder eine andere Anomalie zu erkennen. Das ist besonders nützlich, wenn die Person einen Schlag erlitten hat.

Allerdings kann das Röntgenbild keine Weichteile erkennen, so dass der Arzt manchmal auf die Magnetresonanztomographie zurückgreifen muss.

Behandlungsmöglichkeiten bei einer Labrumläsion

Eine Labrumläsion ist schwer zu behandeln. Obwohl der medizinische oder physiotherapeutische Ansatz bei leichten Rissen hilfreich ist, kann eine Operation notwendig sein.

Bestimmte Maßnahmen werden in der Regel in allen Fällen empfohlen, unabhängig davon, ob eine Person sich einer Operation unterzieht oder nicht. Eine davon besteht darin, Gewicht zu verlieren – sofern nötig. Das Ziel ist es, die Überlastung des Hüftgelenks zu reduzieren.

Bei Sportlern müssen die körperlichen Bewegungsgewohnheiten geändert werden. Der behandelnde Arzt wird ihnen wahrscheinlich raten, die Intensität zu reduzieren oder alternative Trainingsformen auszuprobieren.

Nicht-chirurgische Ansätze

Die medizinische Behandlung zielt darauf ab, die Schmerzen zu lindern und die Entzündung bei dieser Verletzung zu reduzieren. Aus diesem Grund verschreiben Ärzte in der Regel nicht-steroidale entzündungshemmende Medikamente. Ibuprofen oder Naproxen werden üblicherweise verordnet, obwohl in einigen Fällen auch Kortikosteroid-Injektionen erforderlich sein können.

Physiotherapie gehört ebenfalls zur Behandlung, muss aber von einem Spezialisten durchgeführt werden. Hier geht es darum, den Bewegungsumfang des Gelenks durch gezielte Übungen wiederherzustellen.

Außerdem wird versucht, sowohl die Kraft als auch die Dehnbarkeit zu verbessern, damit die Hüfte bei körperlicher Aktivität stabiler ist.

Labrumläsion
Eine Röntgenaufnahme reicht nicht aus. Daher müssen Ärzte auch andere, spezifischere Arten der Bildgebung nutzen, wie zum Beispiel die MRT.

Chirurgische Behandlung

Eine Operation ist in der Regel eine der besten Möglichkeiten, um schwere Risse zu behandeln. Sie ist besonders dann sinnvoll, wenn nicht-operative Behandlungen versagt haben, wenn der Betroffene also seine Mobilität nicht wiedererlangen kann und trotz Medikamenten und Physiotherapie Schmerzen hat.

Laut einer Veröffentlichung der Cleveland Clinic wird eine Labrumläsion mittels Arthroskopie operiert. Dabei handelt es sich um eine minimalinvasive Technik, die durch kleine Einschnitte durchgeführt wird, durch die die notwendigen Instrumente zur Behandlung der Verletzung eingeführt werden.

Die Arthroskopie wird ambulant durchgeführt und die meisten Patienten können noch am selben Tag nach Hause gehen. Das Ziel ist es, den Riss zu nähen oder das gesamte Labrum zu rekonstruieren. Für die Rekonstruktion ist ein gesundes Knorpeltransplantat notwendig.

Dieser Eingriff ist minimalinvasiv, es gibt jedoch einige Risiken wie Blutungen, Infektionen oder Nervenverletzungen.

Vorbeugung einer Labrumläsion

Die Genesung nach einer Labrumläsion ist nicht einfach. Die Rehabilitationszeit variiert abhängig von der Schwere der Verletzung. Eine betroffene Person wird wahrscheinlich einige Wochen lang Krücken benötigen, auch nach der Operation.

Einige Patienten erholen sich erst nach mehreren Monaten wieder vollständig, daher sollte man sein Bestes tun, um diese Art von Verletzung zu vermeiden. Kraft- und Flexibilitätsübungen mit den Beinen und Hüften sind für diesen Zweck großartig.

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