Ermüdungsbruch: Wie kommt es dazu?

24 Oktober, 2019
Ermüdungsbrüche treten in den meisten Fällen im Fuß auf. Die Diagnose ist nicht einfach festzustellen, da es sich um einen kleinen Riss handelt, der auf den üblichen Röntgenbildern nicht zu sehen ist. Wenn ein solcher Bruch unbehandelt bleibt, entstehen dadurch starke und chronische Schmerzen.

Man spricht von einem Ermüdungsbruch oder einer Stressfraktur, wenn ein kleiner Bruch in einem Knochen vorliegt, der seinen Ursprung in etwas anderem als einem starken Schlag hat. In so einem Fall ist die häufigste Ursache auf eine wiederholte Bewegung oder die rasche Zunahme der Menge oder Intensität einer Aktivität zurückzuführen.

Diese Art von Fraktur ist nicht einfach zu diagnostizieren. Sie erfordert einen Spezialisten und ergänzende Tests, um sie nicht mit einer anderen Pathologie zu verwechseln. Das liegt daran, dass eine Fraktur dieser Art normalerweise nicht auf einem gewöhnlichen Röntgenbild erkannt werden kann.

Meist sind es Sportler, die dem Risiko eines Ermüdungsbruchs ausgesetzt sind. 2 % der Sportverletzungen entsprechen dieser Art von Fraktur. Wenn dieser Zustand unbehandelt bleibt, können sehr starke und anhaltende Schmerzen entstehen. Ebenso besteht die Gefahr, dass sich die Fraktur noch auf weitere Bereiche ausbreitet.

Was ist ein Ermüdungsbruch?

Bild eines gebrochenen Knochens

Infolge einer Überlastung durch körperliche Aktivität können sogenannte Ermüdungsbrüche oder Stressfrakturen entstehen.

Eine Fraktur liegt dann vor, wenn keine Kontinuität im Knochengewebe besteht. Am häufigsten tritt dies aufgrund eines Schlages oder eines Traumas auf. Im Falle einer Stressfraktur ist die Ursache des Problems jedoch Schwäche oder Ermüdung. Schwäche tritt auf, wenn im Knochen Mängel zu finden sind. Und eine Müdigkeit ergibt sich, wenn die Muskelaktivität ständig missbraucht wird.

Ein Ermüdungsbruch ist eine Art Riss im Knochen. Dieser ist auf wiederholte Mikrotraumata oder eine Überlastung zurückzuführen. Er manifestiert sich durch starke Schmerzen, die bei körperlicher Aktivität auftreten und wieder verschwinden, sobald man damit aufhört.

Knochen bestehen aus Kollagen. Diese Verbindung erleichtert den Prozess des Knochenumbaus, wenn dieser einer Aggression ausgesetzt ist. Auf diese Art und Weise wird das beschädigte Gewebe wieder resorbiert und dann neu gebildet.

Doch wenn die Aggressionen andauern oder aufgrund von Überlastung sehr plötzlich auftreten, übersteigt der Schaden die Fähigkeit des Körpers, das Kollagen wieder aufzufüllen. Das ist es, was bei einer Stressfraktur aufgrund von Überlastung, wiederholten Bewegungen oder Problemen wie Osteoporose geschieht.

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Arten von Ermüdungsbrüchen

Die Ermüdungsbrüche können in zwei große Gruppen eingeteilt werden: Jene mit geringem Risiko und jene mit hohem Risiko. Diese Klassifizierung beruht auf Faktoren wie dem betroffenen Bereich, dem Komplikationspotenzial, der Heilungszeit, dem Vorliegen einer Pseudoarthrose und der Art und Weise, in der die Fraktur behandelt wird.

Die Merkmale jeder Gruppe sind:

  • Frakturen mit geringem Risiko. Hierbei handelt es sich um die Art von Brüchen, die einfach mit der Beseitigung der Aktivität, die die Verletzung erzeugt hat, behandelt werden. Sie entsprechen meist Frakturen der oberen Extremitäten, der Rippen, des Beckens, des Oberschenkelknochens, des Schienbeins, der Lendenwirbel und des Fersenbeins.
  • Frakturen mit hohem Risiko. Diese Art von Ermüdungsbruch birgt ein erhebliches Komplikationspotenzial. Es handelt sich hierbei um Läsionen im Oberschenkelhalsknochen, im Fußknöchel, im Innerfußknochen, im Sprungbein und im Mittelfuß.

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Stellen, an denen die Frakturen hauptsächlich auftreten

Beste Sportarten, um einem Ermüdungsbruch vorzubeugen

Es gibt verschiedene Arten von Frakturen, die mit der jeweiligen Sportart in Verbindung stehen – abhängig von der jeweiligen trainierten Muskelgruppe.

Ermüdungsbrüche können eine große Anzahl an Knochen im Körper betreffen, die aus dem einen oder anderen Grund wiederholt belastet werden. Der Fuß ist jedoch eine der Stellen mit dem höchsten Risiko, von dieser Art von Verletzung betroffen zu sein. Die häufigsten Frakturen im Fuß sind die folgenden:

  • Fraktur des zweiten Mittelfußes. Hierbei handelt es sich um die häufigste Fraktur aufgrund von Überbelastung. Der zweite Mittelfußknochen entspricht dem längsten Finger. Dieser hält also bei Aktivitäten wie Leichtathletik die meiste Last.
  • Fraktur des Mittelfußknochens. Dies ist typisch für alle Aktivitäten, die seitliche Bewegungen oder auch Sprünge beinhalten.
  • Fraktur des Fersenbeins. Diese betrifft Aktivitäten, bei denen die hauptsächliche Belastung auf der Ferse liegt.
  • Fraktur des Sprungbeins. Dieser Bruch ist nicht für eine bestimmte Aktivität oder Sportart üblich. Sie erzeugt jedoch große Unannehmlichkeiten.
  • Fraktur des inneren Knöchels. Eine Knöchelverletzung ist typisch für Aktivitäten, die Weitsprünge und/oder Rennen beinhalten.

Ebenso kommt es relativ häufig vor, dass diese Art von Fraktur in anderen Bereichen des Körpers auftritt. Insbesondere in der Fibula, dem Becken, dem Oberschenkelhals, dem Sesambein des Fußes und der Epiphyse des Unterschenkels.

Aus Sicht der einzelnen Sportarten gibt es bestimmte Ermüdungsbrüche, die je nach Disziplin typisch sind. Der Bruch des Mittelfußknochens tritt zum Beispiel häufiger bei Marathonläufern, Fußballspielern, Tänzern und Volleyballspielern auf. Im Handball hingegen ist die Fraktur der ersten Rippe eine häufige Verletzung und im Golf die der unteren Rippe.

  • Torrengo, F., Paús, V., & Cédola, J. (2010). Fracturas por estrés en deportistas. Rev la Asoc argentina Traumatol del Deport, 18-23.