Schnellere Heilung nach Knochenbruch

· 13 Juni, 2016
Beinwell unterstützt die Neubildung von Knochen an der Bruchstelle, was insbesondere auf die darin enthaltenen Wirkstoffe Allantoin und Rosmarinsäure zurückzuführen ist. 

Nach einem Knochenbruch kann man verschiedene Maßnahmen ergreifen, um die Heilung zu fördern.

Der erste Weg führt natürlich ins Krankenhaus oder zum Arzt, um den Knochenbruch zu analysieren und richtig zu behandeln. Grundsätzlich solltest du immer den Anweisungen deines Arztes folgen.

Zu Hause kannst du dann zusätzliche Naturmittel nutzen, um die Heilung des verletzten Knochens zu fördern.

Beinwell für gesunde Knochen

Beinwell wirkt sich sehr positiv auf die Knochen aus. Diese Pflanze wirkt unter anderem entzündungshemmend und schmerzlindernd.

Beinwell unterstützt die Neubildung von Knochen an der Bruchstelle, was insbesondere auf die darin enthaltenen Wirkstoffe Allantoin und Rosmarinsäure zurückzuführen ist.

Es handelt sich um eine Heilpflanze, die nur äußerlich verwendet wird. Die Einnahme von Beinwell ist giftig und Leber-schädlich.

Es gibt allerdings ein homöopathisches Medikament aus Beinwell: Symphytum 15CH.

Du kannst dir davon am ersten Tag alle zwei Stunden 3 Kügelchen unter die Zunge legen. Vermeide jedoch gleichzeitig intensive Aromen wie Minze (in Kaugummis, Zahnpasta…).

An Folgetagen empfiehlt sich dann die Einnahme von jeweils 3 Kügelchen dreimal täglich.

Zur äußeren Anwendung gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Umschlag mit grüner Tonerde, die mit einem Beinwelltee angerührt wird. Lasse diesen Umschlag eine halbe Stunde lang auf dem Knochenbruch wirken. Am besten wendest du diese Behandlung einmal täglich an.
  2. Du kannst auch eine Paste aus der Wurzel der Pflanze herstellen und direkt auf den Bruch auftragen.
Beinwell gegen Knochenbruch

Bambus (Bambou-Tabashir) bei Knochenbruch

Bambus enthält einen hohen Anteil an Silicea (Kieselsäure), die für die Heilung der Knochen grundlegend ist.

Nach einem Knochenbruch kann der Knochen damit gefestigt werden. Du kannst dieses Heilmittel in der Apotheke oder im Reformhaus kaufen.

Mineralstoffhaltige Ernährung

Auch durch die richtige Ernährung kannst du die Heilung deiner Knochen fördern. Entscheidend sind bestimmte Mineralstoffe, die für den Aufbau der Knochenmasse eine wichtige Rolle spielen.

Folgende Mineralien dürfen in deiner Ernährung nicht fehlen:

Kalzium

Milch und Milchprodukte sind zwar reich an Kalzium, Studien haben jedoch gezeigt, dass dieses vom erwachsenen Körper nicht gut aufgenommen wird.

Baue folgende Lebensmittel in deine Ernährung ein:

  • Nüsse (Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse…), ungesalzen
  • Schwarze Johannisbeere
  • Feigen
  • Kokosnuss
  • Knoblauch
  • Zwiebel
  • Apfel
  • Birne
  • Mango
  • Bananen
  • Avocado
Bei Knochenbruch viel Feigen essen

Magnesium

  • Haferflocken
  • Salat
  • Spargel
  • Vollkorngetreide
  • Kürbis
  • Kartoffel
  • Pfirsich
  • Erbsen
  • Linsen
  • Pflaumen
  • Nüsse (Haselnüsse, Walnüsse)

Kalium

  • Hülsenfrüchte (Bohnen, Erbsen…)
  • Pflaumen
  • Aprikosen
  • Bananen
  • Avocado

 Silizium

  • Schachtelhalm
  • Avocado
  • Alfalfa
  • Brauner Reis
  • Zwiebel
  • Vollkornhaferflocken
  • Gurke
  • Lauch
  • Rote Bete
  • Käse
Schachtelhalm bei Knochenbruch

Empfohlen wird auch organisches Silizium in flüssiger Form, ein Nahrungsergänzungsmittel, das den Knochen neu strukturiert und die Beweglichkeit und Dehnbarkeit der Gelenke fördert.

Neben diesen Mineralen gibt es andere Nährstoffe, die für die Heilung des Knochens ebenfalls unentbehrlich sind:

Vitamin D

Ohne Vitamin D können die Knochen kein Kalzium und kein Magnesium aufnehmen.

Durch ein kurzes tägliches Sonnenbad kann der Organismus selbst Vitamin D synthetisieren. Vermeide allerdings die Mittagszeit mit intensiver Sonnenstrahlung, um deine Haut zu schützen.

Auch Eier und Fettfisch (Sardinen, Hering, Lachs, Thunfisch) liefern Vitamin D. Dein Arzt kann entscheiden, ob eventuell ein Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll ist.

Omega-3-Fettsäuren

  • Fettfisch
  • Eier
  • Butter
  • rohe Nüsse (ohne Salz)
  • Leinsaat

Eiweiß

Eiweiß erhält man nicht nur aus Fleisch, Fisch und Eiern. Empfehlenswert sind auch die folgenden pflanzlichen Eiweißquellen:

  • Hülsenfrüchte
  • Alfalfa-Sprossen
  • Avocado
  • rohe Nüsse (ohne Salz)
  • Spirulina

Vorsicht mit diesen Nahrungsmitteln

Diese Nahrungsmitteln entziehen dem Körper Mineralien, weshalb man sie so gut wie möglich vermeiden sollte, zumindest während des Genesungsprozesses.

  • Zu viel tierisches Eiweiß
  • Alkohol
  • Tabak
  • Weißer Zucker
  • Kaffee
  • Softdrinks und Limonaden
  • Fertigprodukte
  • Frittierte Lebensmittel
  • Gesalzene Nahrungsmittel
  • Kleie, weil dadurch die Aufnahme von Kalzium gehemmt wird. Vollkornprodukte sind zu empfehlen, doch auf Produkte, denen Ballaststoffe zugesetzt werden solltest du lieber verzichten oder sie nicht zusammen mit kalziumreichen Nahrungsmitteln verzehren.
  • Gemüse mit Oxalaten (Spinat, Rote Bete) sollten nicht in Kombination mit kalziumreichen Lebensmitteln verzehrt werden.

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Matt Lavin und gregoirevdb