Krankheiten im Alter bewältigen >> 6 Tipps

7 März, 2019
Im Alter leiden viele Menschen an verschiedenen Krankheiten, die unter anderem auch zu starken Depressionen führen können. Deshalb ist es wichtig, Betroffenen zu helfen, mit ihren Beschwerden umzugehen. 

Ab dem 65. Lebensjahr ist das Risiko, an verschiedenen Krankheiten zu leiden, größer. Dabei spielt natürlich der lebenslange Lebensstil eine bedeutende Rolle. Wenn jedoch Menschen im Alter erkranken, sind sie oft dazu gezwungen, ihre Gewohnheiten umzustellen, um die Beschwerden möglichst gering zu halten.

Die Diagnose einer Krankheit und die damit einhergehenden Probleme können zu einer Depression führen und auch die Familie schwer belasten. Anschließend findest du 6 Tipps, die dir in dieser Lage helfen können. 

Krankheiten im Alter besser bewältigen

1. Sei ehrlich

Es ist sehr wichtig, auch im Alter mit den Betroffenen bei der Diagnose der Kankheit ehrlich zu sein. Nicht nur die Unterstützung durch die Familie und eine gute ärztliche Betreuung sind wichtig. Es müssen auch die richtigen Worte gewählt werden, um den älteren Menschen richtig über seinen Zustand zu informieren. 

Dabei muss darauf geachtet werden, Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit zu vermeiden. Zwar muss die betroffene Person wissen, was ihr fehlt, doch gerade wenn es sich um eine ernste Krankheit handelt, muss man einfühlsam sein und darf keine übermäßigen Sorgen aufkommen lassen.

2. Beachte und respektiere die Entscheidungen der betroffenen Person Krankheit im Alter bewältigen

Ältere Menschen haben große Lebenserfahrung, deshalb müssen ihre Entscheidungen respektiert werden, insbesondere wenn es sich um ernste Krankheiten handelt.

Sie müssen über die Konsequenzen der Krankheit Bescheid wissen, damit sie sich für eine Behandlung oder einen anderen Lebensstil entscheiden können. Dabei ist die Unterstützung der Familie grundlegend. Durch die Entscheidungshilfe können Stress und Sorgen des Patienten reduziert werden.

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3. Unterstütze den Patienten, damit er ein möglichst normales Leben führen kann

Die Diagnose einer Krankheit im Alter bedeutet nicht unbedingt, dass die betroffene Person ans Bett gefesselt ist. Ganz im Gegenteil: Wenn möglich, sollte sie ihren täglichen Beschäftigungen nachgehen. Vielleicht braucht sie dafür jedoch Hilfe und Unterstützung der Familie.

  • Darüber hinaus ist es sehr vorteilhaft, die betroffenen Person aufzumuntern, neue Aktivitäten aufzunehmen, die ihre physische und mentale Gesundheit fördern. 

4. Die ganze Familie muss mithelfen

Die Familie sollte sich jetzt ganz besonders um die erkrankte Person kümmern. Am besten erstellt man einen Zeitplan, damit der Patient immer versorgt ist. 

Zur Routine gehören auch Besuche, Gespräche und Pflegezeit. Der erkrankte Mensch wird sich so nicht einsam fühlen und die Familie kann sich die Zeit so einteilen, dass niemand in seiner Verantwortung überlastet ist. 

5. Psychologische Hilfe

psychologische Hilfe im Alter

Die Hilfe eines Therapeuten ist bei Krankheiten im Alter sehr wichtig, um diese besser bewältigen zu können.

Ein erhahrener Psychologe kann älteren Menschen helfen, ihre Emotionen, Gefühle und Unruhen in diesem Lebensabschnitt zu verstehen. Auch die Familie wird dadurch entlastet.

In vielen Fällen ist auch ein Thanatologe (Sterbehelfer) vorteilhaftEr kann die betroffene Person und ihre Familie in dieser schweren Zeit unterstützen.

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6. Gesunder Lebensstil

Du musst den älteren Menschen darauf hinweisen, einen gesünderen Lebensstil anzunehmen und ihm dabei helfen. Neue Aktivitäten, wie Sport oder Gehirntraining, sowie eine gesunde Ernährung sind grundlegend. 

  • Der erste Schritt ist, schädliche Lebensmittel aus dem Ernährungsplan zu streichen.
  • Außerdem solltest du die betroffene Person dazu aufmuntern, außer Haus zu gehen, sich zu bewegen und andere Menschen kennenzulernen. 

Der kranke Mensch wird sich so besser fühlen, auch wenn er physisch leidet. Sein Gesundheitszustand könnte sich sogar verbessern. Wichtig ist, die Lebensqualität so gut wie möglich zu erhalten. 

Kennst du diese schwierige Situation? Jeder stellt sich ihr auf unterschiedliche Art, doch man sollte immer versuchen, den im Alter leidenden Menschen bestmöglich zu betreuen und ihm positive Erfahrungen zu ermöglichen.

  • Turner, J., & Kelly, B. (2000). Emotional dimensions of chronic disease. Western Journal of Medicine172(2), 124–128.
  • “Helping pays off: People who care for others live longer.” ScienceDaily. ScienceDaily, 22 December 2016. www.sciencedaily.com/releases/2016/12/161222094834.htm
  • Warburton, D. E. R., Nicol, C. W., & Bredin, S. S. D. (2006). Health benefits of physical activity: the evidence. CMAJ : Canadian Medical Association Journal174(6), 801–809. http://doi.org/10.1503/cmaj.051351