Konsequenzen für die Gesundheit bei glutenfreier Ernährung

· 9 März, 2019
Trotz der wachsenden Nachfrage nach einer glutenfreien Ernährung sollte diese nicht umgesetzt werden, wenn gesundheitliche Probleme bestehen. Es sollte immer ein Spezialist herangezogen werden, um ernste Konsequenzen für die Gesundheit zu vermeiden.

Trotz der wachsenden Nachfrage nach einer glutenfreien Ernährung sollte diese nicht umgesetzt werden, wenn gesundheitliche Probleme bestehen. Es sollte immer ein Spezialist herangezogen werden, um ernste Konsequenzen für die Gesundheit zu vermeiden.

Eine glutenfreie Ernährung verspricht viele Vorteile, aber ob das so zutrifft, ist nicht immer gewiss. Aus diesem Grund gibt es zahlreiche Diskussionen darüber, ob sich mit ihr wirklich positive Effekte erzielen lassen oder sie nichts weiter als ein neuer Trend ist.

Glutenfreie Ernährung bei Personen ohne Glutenunverträglichkeit: Konsequenzen für die Gesundheit

Auf Brot verzichten bei Glutenunverträglichkeit

Heutzutage erfreut sich die glutenfreie Ernährung großer Beliebtheit, weil immer häufiger angenommen wird, dass diese Ernährungsweise beim Abnehmen helfen kann. Jedoch kann dies nicht ohne Weiteres bestätigt werden.

Auch wenn das Gluten nicht zu den essenziellen Proteinen zählt, ist es nicht empfehlenswert, es ohne den Rat eines Experten komplett wegzulassen.

Zunächst ist es wichtig, zu unterscheiden, ob eine Person eine gewisse Sensitivität gegenüber dem Gluten oder eine Unverträglichkeit aufweist. Daher sollte dies anhand einer genauen Untersuchung diagnostiziert werden.

In diesem Fall wäre es notwendig, auf Gluten in der täglichen Ernährung zu verzichten, um Konsequenzen für die Gesundheit zu vermeiden.

Es ist unbedingt zu beachten, dass eine glutenfreie Ernährung eine bestimmte Behandlung für Personen mit einer Glutenunverträglichkeit darstellt. Das Gluten ohne ersichtlichen Grund zu eliminieren ist nicht ratsam und trägt zu einem Irrglauben bei, der auf falschen Annahmen beruht.

Außerdem eignet sich eine glutenfreie Ernährung nicht für Menschen, die an entzündlichen Darm- oder Autoimmunkrankheiten leiden. Auch Personen mit hormonellen oder neurologischen Störungen sollten von ihr absehen.

Es sollte also nicht einfach einem Trend gefolgt und immer die Ratschläge eines Ernährungsberaters berücksichtigt werden. Somit riskiert man keine Konsequenzen für die Gesundheit.

Das Wichtigste ist in jedem Fall, sich ausgewogen zu ernähren. Dazu gehören Lebensmittel pflanzlichen oder tierischen Ursprungs sowie Vollkorn- oder Milchprodukte. Es sollte also nicht angenommen werden, dass eine glutenfreie Ernährung automatisch gesundheitliche Vorteile mit sich bringt.

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Echte Glutenunverträglichkeit: Zöliakie

Glutenfreie Lebensmittel

Die Symptome, die auf eine Glutenunverträglichkeit hinweisen, gehen zumeist mit Verdauungsbeschwerden einher.

Dazu zählen unter anderem Blähungen, ein Völlegefühl, Bauchschmerzen, Durchfall oder VerstopfungEs können zudem Hautprobleme, Müdigkeit oder Schlafstörungen auftreten.

Das Hauptproblem der Zöliakie besteht darin, dass es sich um eine andauernde Unverträglichkeit handelt, deren Ursprung man nicht kennt.

Es entstehen chronische Entzündungen in der Dünndarmschleimhaut und eine progressive Verkümmerung der Zotten, feine Ausstülpungen des Organs. In diesen Fällen ist es wichtig, einer glutenfreien Ernährung zu folgen.

Personen, die an Zöliakie leiden, haben oftmals das Problem, dass sie nur sehr schwer zunehmen können. Das liegt daran, dass die Dünndarmzotten nicht dazu in der Lage sind, Nährstoffe von Weizenprodukten aufzunehmen.

Somit können sie auch nicht die Kalorien dieser Nahrungsmittel absorbieren. Wenn diese also ohne Notwendigkeit vom Speiseplan gestrichen werden, kann es passieren, dass man die Kontrolle über das Gewicht verliert und erst recht zunimmt.

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Nicht-Zöliakie-Glutenempfindlichkeit

Diese Störung ist der Glutenunverträglichkeit ähnlich und betrifft zwischen 1 und 6 % der Bevölkerung. Jedoch handelt es sich in diesem Fall um ein anderes Problem, das ebenfalls mit der Menge an Gluten in Lebensmitteln zusammenhängt.

Die Diagnose erfolgt auch hier durch Verzicht auf Gluten in der Ernährung, wie es bei der Zöliakie gilt. Neben den Beschwerden, die im Zusammenhang mit einer Glutensensitivität bestehen können, kann auch das Reizdarmsyndrom auftreten, ein häufiges Leiden.

Von diesem sind ungefähr 15 % der Bevölkerung betroffen. Es kommt zu Bauchschmerzen, Durchfall und Blähungen. Eine glutenfreie Ernährung kann helfen, die Symptome zu reduzieren.

Es existiert ebenfalls eine Allergie gegenüber manchen Proteinen, die im Weizen enthalten sind. Sie kann sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen vorkommen. Kinder sind in der Regel von einer klassischen Allergie betroffen, die während der Kindheit oftmals wieder verschwindet.

Außerdem zeichnen sich diese verschiedenen Allergieformen durch unterschiedliche Symptome aus. Sie können von einem Jucken bis zu Darmbeschwerden reichen.

Um das Problem angemessen zu behandeln, bleibt nichts anderes übrig, als auf Weizen zu verzichten, indem eine glutenfreie Ernährung umgesetzt wird, um weitere Konsequenzen für die Gesundheit zu vermeiden.