Kohlrezept gegen Übersäuerung

7 Februar, 2019
Schlechte Ernährung, Sesshaftigkeit, Stress und schlechte Gewohnheiten, wie Alkohol und Nikotin, können die Übersäuerung fördern.

Die Übersäuerung des Organismus kann verschiedene gesundheitliche Beschwerden nach sich ziehen. Um den Säure-Basen-Haushalt wieder auszugleichen, ist eine basenbildende Ernährung ausschlaggebend.

Heute empfehlen wir dir deshalb ein einfacher Rezept mit Kohl, das als Beilage für viele Gerichte dienen kann.

Warum leiden wir an Übersäuerung?

Der Magen enthält von Natur aus Salzsäure, die zur Lebensmittelverdauung notwendig ist. Wenn es jedoch zu einem Überschuss kommt, wirkt sich dies negativ auf das Verdauungssystem aus.

Lesetipp: Blumenkohl mit Bechamelsoße; lecker und gesund

Faktoren, die eine Übersäuerung bewirken können:

  • Schlechte Ernährung sowie schlechte Nahrungsassimilation.
  • Überschuss an säurebildenden Nahrungsmitteln: raffinierter Zucker sowie Mehl, Frittiertes, rotes Fleisch, Wurstwaren, Milch, zuckerhaltige Getränke, kohlensäurehaltige Getränke, Alkohol.
  • Schnelles sowie übermäßiges Essen.
  • Schwächung des Verdauungssystems sowie fehlende Verdauungsenzyme.
  • Missbrauch von Antaziden oder säuernden Medikamenten.
  • Alkohol- oder Nikotinkonsum.
  • Stress sowie negative Emotionen.
  • Sesshaftigkeit.
  • Stadtleben und Umweltverschmutzung.
Pommes

Basisch wirkende Nahrungsmittel

Zusätzlich zur Verwendung von Naturheilmitteln gegen die Übersäuerung, die weitaus gesünder als herkömmliche Mittel sind, sollte überdies in der Ernährung auf besenblidende Nahrungsmittel geachtet werden.

Wenn du diese täglich einnimmst, wird der pH-Wert des Magens allmählich sanft stabilisiert, ohne dadurch die Verdauung negativ zu beeinflussen.  So sollten folgende Produkte in unserer Ernährung nicht fehlen:

  • Avocado
  • Gurke
  • Mandeln
  • Spargel
  • Hirse
  • Brokkoli

Eines der besten Nahrungsmittel für dein Ausgleich des Säure-Basen-Haushalts ist Kohl, mit dem ein sehr einfaches Rezept hergestellt werden kann.Hirse

Warum Kohl?

Kohl ist eine sehr preiswerte sowie gesundheitsfördernde Gemüsesorte. In einigen Ländern wird er kaum verwendet, in anderen hingegen gehört er dank seiner Vielseitigkeit zu den wichtigsten Zutaten vieler Gerichte.

Kohl ist ein hervorragendes Antazid, er hilft bei der Regulierung der Magen-, Leber- sowie Darmfunktionen und neutralisiert die Säure. Damit kann auch Magengeschwüren vorgebeugt werden, da damit die Schleimhäute geschützt werden.

Kohl fördert ebenfalls die Entschlackung des Körpers, stärkt die Abwehrkräfte und lindert rheumabedingte Schmerzen.

Kohlsalat

Zutaten

Für 2 tägliche Portionen benötigst du:

  • 300-400 g Weißkohl
  • 2 EL Olivenöl
  • Saft 1/2 Zitrone
  • gemahlener Pfeffer
  • Kümmel
  •  1/2 TL Meeressalz oder Himalayasalz

Zubereitung

Bereite diese Rezept morgens zu, so dass es einige Stunden ziehen kann, bevor du es isst.

Lesetipp: Magenerkrankung: Warnsignale deines Körpers

  • Schneide den Kohl in feine Streifen und gib diese dann in ein verschließbares Glasgefäß.
  • Füge Öl, Zitronensaft, Salz sowie Gewürze hinzu.
  • Verschließe das Glasgefäß und lasse die Mischung mindestens 2 Stunden bei Zimmertemperatur ziehen.

Wie isst man diesen Salat?

  • Das Rezept ergibt zwei Portionen, die man jeweils als Beilage zum Mittags- bzw. Abendessen verzehren kann.
  • Den Kohl gut kauen, um so Blähungen zu verhindern. Der Kümmel in diesem Salat beugt ebenfalls Blähungen vor.
  • Dieses Rezept empfiehlt sich täglich, kann jedoch die nötigen Kohlenhydrate, Proteine und Fettsäuren nicht ersetzen.
  • Für das Abendessen kannst du beispielsweise dieses Rezept mit anderen Salaten kombinieren.
  • Roher Kohl schmeckt übrigens vielen, die diesen gekocht nicht mögen.
  • In wenigen Tagen wirst du den Unterschied merken. Damit kannst du den Säure-Basen-Haushalt ausgleichen, wenn du zusätlich auf säurebildende Nahrungsmittel verzichtest.
  • Lee, W. Y., Emmy, H. K. I., Abbe, M. M. J., & Amin, I. (2007). Antioxidant capacity and phenolic content of selected commercially available cruciferous vegetables. Malaysian Journal of Nutrition.
  • Horbowicz, M., Kosson, R., Grzesiuk, A., & Dębski, H. (2008). Anthocyanins of Fruits and Vegetables – Their Occurrence, Analysis and Role in Human Nutrition. Vegetable Crops Research Bulletin. https://doi.org/10.2478/v10032-008-0001-8