Magenerkrankung: Warnsignale deines Körpers

20 Dezember, 2018
Auch Stress und eine kranke Seele haben unangenehme Auswirkungen auf Magen und Darm. 

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung leidet irgendwann im Leben an einem Magenleiden. Es kann sich um harmlose Magenschmerzen, oder um eine ernste Krankheit handeln. Deshalb ist es wichtig, auf die Warnsignale des Körpers zu hören, um eine Magenerkrankung rechtzeitig zu erkennen und behandeln zu können.

Sowohl körperliche als auch emotionale Faktoren spielen dabei eine Rolle. Auch Stress und eine kranke Seele haben unangenehme Auswirkungen auf Magen und Darm. 

Erfahre heute mehr zu diesem Thema, um eine Magenerkrankung möglichst schnell zu identifizieren.

Mögliche Gründe für eine Magenerkrankung

1. Lebensmittelallergie

Lebensmittelallergie als Grund für Magenerkrankung

Eine Lebensmittelallergie oder -unverträglichkeit kann Magenschmerzen auslösen. Die Symptome äußern sich manchmal sofort, können jedoch auch erst nach einiger Zeit bemerkbar werden. 

Weit verbreitete Auslöser sind Laktose und Gluten. Wichtig ist in diesem Fall, herauszufinden, welche Lebensmittel die unangnehemen Reaktionen auslösen und dafür andere Alternativen zu suchen.

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2. Stress oder Wut

Negative Emotionen wie Ärger, Wut oder Stress führen häufig zu Magenschmerzen, denn der Bauchbereich ist eng mit dem Gefühlszentrum im Gehirn verbunden. 

In der Folge kann es zu Schmerzen, Durchfall oder einer Darmentzündung kommen.

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3. Ungesunde Ernährung

Magenerkrankungen durch ungesundes Essen.

Eine Darmerkrankung kann auch infolge einer ungesunden Ernährung entstehen. Fertiggerichte, Fast Food, fette Speisen, Softdrinks… all dies macht deinem Magen schwer zu schaffen.

Schmerzen, Übelkeit oder auch Erbrechen können die Folge sein.

4. Verdauungsstörungen

Verdauungsstörungen werden fachsprachlich als Dyspepsie bezeichnet. In diesem Fall machen sich die Schmerzen meist im mittleren Bauchbereich bemerkbar.

Häufige Begleiterscheinungen sind Sodbrennen und Blähungen. Schätzungsweise leiden zwischen 5 und 11% der Bevölkerung nach übermäßigem, ungesunden oder zu schnellem Essen an Verdauungsstörungen.

5. Menstruation

Magenerkrankung durch Menstruation.

Das Prämenstruelle Syndrom umfasst verschiedene Beschwerden, die vor der monatlichen Periode auftreten. Oft machen sich Schmerzen im Rücken und im unteren Bauchbereich bemerkbar. Meist hält der Schmerz bis zum Ende der Menstruation an.

  • Ausreichend Bewegung, eine gesunde Ernährung und genügend Schlaf sind während dieser Zeit sehr wichtig.

6. Mageninfektion

Ursachen für eine Mageninfektion können Parasiten, Bakterien oder Viren sein, die über die Ernährung in den Organismus eindringen.

Mögliche Symptome sind Schmerzen, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, ein brennendes Gefühl im Magen oder Fieber.

Diese Art von Magenkrankheit kann mit natürlichen Heilmitteln oder Arzneimitteln behandelt werden. Wenn die Schmerzen länger anhalten, solltest du auf jeden Fall zum Arzt! 

7. Verstopfung

Magenerkrankungen durch Verstopfung.

Hektik und Stress im Alltag können sich unter anderem durch eine Verstopfung bemerkbar machen. Insbesondere dann, wenn deine Ernährung zu wenige Ballaststoffe enthält und du wenig Flüssigkeit einnimmst. 

  • Bewege dich häufiger, baue Vollkornprodukte und Gemüse in deine Ernährung ein und trinke mindestens 8 Gläser Wasser am Tag.

Wenn all dies nicht hilft, sprich mit deinem Arzt. Er kann dir falls nötig ein Abführmittel verschreiben.

8. Gastroösophageale Refluxerkrankung (GERD)

Bei dieser Krankheit kommt es zum Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre. Dies verursacht ein brennendes Gefühl und unangenehme Schmerzen.

  • Verändere deine Ernährungsgewohnheiten! Verzichte auf fette Speisen, Schokolade, scharfes Essen und KaffeeLeichte Mahlzeiten mit vielen Ballaststoffen sind zu empfehlen.

9. Nebenwirkungen von Medikamenten

Auch bestimmte Arzneimittel können eine Magenkrankheit auslösen und Schmerzen verursachen. Sie können teilweise auch die Speiseröhre in Mitleidenschaft ziehen und Entzündungen hervorrufen. 

Um Folgebeschwerden oder ernstere Krankheiten zu verhindern, solltest du auf die Signale deines Körpers hören. Beim kleinesten Zweifel lässt du dich am besten ärztlich untersuchen, um Schlimmeres zu verhindern. 

  • Hausdorf, K. (1995). ALLTAGLICHES PRAXISSYMPTOM: MAGENBESCHWERDEN. Munchener Medizinische Wochenschrift. https://doi.org/http://dx.doi.org/10.1037/14194-002
  • Schulz, M., Helmstadter, A., & Braun, R. (1994). Consultation of stomach complaints | DAS BERATUNGSGESPRACH AM BEISPIEL: MAGENBESCHWERDEN. PZ Prisma. https://doi.org/10.1038/ng830