Intermenstrualschmerz oder Mittelschmerz: Was ist das?

2 März, 2020
Der Intermenstrualschmerz tritt normalerweise ungefähr in der Mitte des Zyklus in den Tagen rund um den Eisprung auf. Die Beschwerden können sehr unangenehm sein, treten jedoch oft unregelmäßig auf.

Viele Frauen haben während der Menstruation verschiedene Beschwerden, doch auch in der Mitte des Zyklus können Schmerzen auftreten. In diesem Fall spricht man von Mittelschmerz oder Intermenstrualschmerz, der in den Tagen des Eisprungs auftritt.

Diese Beschwerden machen sich also um den 14. Tag des Menstruationszyklus bemerkbar. Ein möglicher Auslöser ist die Follikelreifung, die zu Schwellungen in beiden Ovarien führt und so Schmerzen auslösen könnte. Darüber hinaus können die vermehrte Hormonbildung sowie andere Prozesse ebenfalls Beschwerden verursachen.

Schätzungsweise leiden fast 20 Prozent der Frauen an Intermenstrualschmerzen. Erfahre mehr darüber in unserem heutigen Artikel.

Intermenstrualschmerz oder Mittelschmerz: Was ist das?

Der Mittelschmerz entsteht in den Tagen um den Eisprung, der in der Mitte des monatlichen Zyklus stattfindet. Logischerweise leiden daran nur fruchtbare Frauen, welche die Menstruation haben. 

Während des Eisprungs reifen die Follikel in den beiden Ovarien, was zu Schwellungen führen kann. Darüber hinaus kommt es zur Ruptur der Ovarienwand, wenn die Eizellen die Eierstöcke verlassen, was ebenfalls schmerzhaft sein kann.

Außerdem können die Eizellen platzen, was in manchen Fällen zur Freisetzung von Blut oder der Follikelflüssigkeit führt. Diese Flüssigkeiten können bis zum Bauchfell gelangen, das den inneren Bauchbereich auskleidet. In der Folge kann es zu Reizungen und Schmerzen kommen. 

Weiterhin kann die Kontraktion des Eileiters Beschwerden auslösen, die stattfindet, wenn die Follikel in die Gebärmutter transportiert werden. 

Der Intermenstrualschmerz entsteht also nicht ganz genau zum Zeitpunkt des Eisprungs, sondern kurz davor und er hält dann bis nach dem Eisprung an. Der Eisprung findet in jedem Zyklus nur in einem der beiden Ovarien statt. Deshalb fühlt die Frau den Schmerz meist entweder im linken oder im rechten Bereich des Unterbauches.

Viele Frauen leiden jeden Monat daran, andere spüren die Schmerzen nur unregelmäßig. Die Seite, auf der die Beschwerden wahrgenommen werden, kann sich, wie bereits erklärt, jeden Monat verändern. Auch die Dauer ist variabel: Die Schmerzen können nur sehr kurzfristig auftreten oder mehrere Stunden anhalten.

Frau mit Intermenstrualschmerz

Um den Mittelschmerz von anderen Beschwerden zu differenzieren, ist es für die Frau wichtig, ihren Menstruationszyklus zu kennen. Wenn es sich um stechende, nur einseitig auftretende Schmerzen handelt, die mit den Tagen um die Ovulation übereinstimmen, ist dies entscheidend für die Diagnose.

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Intermenstrualschmerz: Was tun?

Bei unangenehmen Schmerzen solltest du immer deinen Arzt aufsuchen, um mögliche Ursachen herauszufinden. Du erklärst dem Arzt die genauen Eigenschaften der Beschwerden, um die richtige Diagnose zu erleichtern. In manchen Fällen führt die Gynäkologin oder der Gynäkologe eine Ultraschalluntersuchung oder andere gynäkologische Untersuchungen durch, um mögliche andere Probleme auszuschließen.

Zur Behandlung des Mittelschmerzes kommen verschiedene allgemeine Maßnahmen zur Anwendung, die hilfreich sein können. So können zum Beispiel Wärme und Ruhe helfen, die Schmerzen zu lindernDie meisten Frauen benötigen keine spezifische Behandlung.

Doch es gibt Medikamente zur Linderung der Schmerzen, die in extremen Situation zum Einsatz kommen können. Meist verschreibt der Arzt in diesem Fall nicht-steroidale Entzündungshemmer (NSAR) wie IbuprofenDiese lindern Schwellungen und Schmerzen und werden rezeptfrei in Apotheken verkauft.

Eine andere Alternative stellen orale Verhütungsmittel dar. Ihr Wirkmechanismus verhindert den Eisprung. Deshalb vermeiden sie auch alle damit im Zusammenhang stehenden Beschwerden.

Hormone gegen Intermenstrualschmerz

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Abschließende Bemerkung

Der Mittelschmerz oder Intermenstrualschmerz entsteht ungefähr in der Mitte des Menstruationszyklus, wirkt sich jedoch bei jeder Frau unterschiedlich aus. Nur ungefähr 20 Prozent aller Frauen leiden daran. Die Beschwerden können sich auch bei jedem Zyklus unterschiedlich manifestieren oder unregelmäßig auftreten.

Es ist deshalb wichtig zu diagnostizieren, ob es sich tatsächlich um Mittelschmerz handelt oder die Beschwerden durch eine Pathologie verursacht werden. Sollten die Schmerzen sehr intensiv sein oder den Alltag beeinträchtigen, ist es sehr wichtig, einen Arzt aufzusuchen, der eine entsprechende Behandlung verschreiben kann.

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