Hypokalzämie: Symptome einer stillen Krankheit

· 5 Dezember, 2016
Calciummangel oder Hypokalzämie beeinträchtigt nicht nur Knochen und Zähne, sondern auch die Allgemeingesundheit.

Hypokalzämie ist eine Krankheit, von der insbesondere Frauen betroffen sind. Die Ursache ist in einem Calciummangel im Blut zu finden, der nicht nur zu Osteoporose sondern auch zu vielen anderen Beschwerden führen kann.

Kribbeln in Armen und Beinen, Konzentrationsschwierigkeiten, Muskelschmerzen oder auch Herzklopfen können auf eine Hypokalzämie hinweisen.

Diese Krankheit kann die Lebensqualität beeinträchtigen, ohne dass uns genau bewusst ist, wo die Gründe dafür liegen.

Anschließend erfährst du mehr über dieses Leiden.

Vergiss nicht, bei Beschwerden einen Arzt aufzusuchen. Die Diagnose kann in diesem Fall durch eine einfache Blutanalyse erfolgen.

Was ist Hypokalzämie?

Wir sprechen von Hypokalzämie, wenn ein Calciummangel besteht. Dieses Mineral ist für verschiedene grundlegende Funktionen sehr wichtig, nicht nur für starke Knochen.

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  • Calcium unterstützt bestimmte Hormone bei ihren Aufgaben in den Nieren und im Darm.
  • Dieser Mineralstoff ist auch für die Blutgerinnung sehr wichtig.
  • Darüber hinaus ist Calcium für die Übertragung von Nervenimpulsen und die Muskelkontraktur unentbehrlich.
  • Calcium trägt auch zur Aktivation grundlegender Enzyme bei, die der Organismus benötigt.
  • Außerdem fördert das Mineral den Austausch von Sauerstoff und Nährstoffen in den Zellen.
  • Darüber hinaus wird damit auch die Aufnahme von Vitamin B12 gefördert.

Was sind die Symptome von Hypokalzämie?

  • Stress und Angstgefühle, die bewirken, dass tägliche Aufgaben nicht mehr bewältigt werden können: Konzentrationsschwierigkeiten, konfuse Gefühle und andere Veränderungen machen sich bemerkbar.
  • Ein weiteres, häufig auftretendes Symptom ist Kribbeln in den Muskeln. Man fühlt Beschwerden im Gesicht, den Extremitäten usw., fast so als ob Ameisen unter der Haut wären.
  • Müdigkeit, Muskelkrämpfe, Taubheitsgefühl in den Händen…
  • Probleme mit den Zähnen.
  • Schwache Haare oder Alopezie.
  • Es kann auch zu verschiedenen Hautproblemen kommen: trockene Haut, Ekzeme oder Dermatitis.
  • Die Nägel werden dadurch schwach und brüchig.
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Wodurch wird Hypokalzämie verursacht?

Zu den häufigsten Ursachen zählt der Mangel an Vitamin D. Dadurch werden beispielsweise die Nebenschilddrüse und der Calciumstoffwechsel beeinträchtigt.

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Darüber hinaus gibt es zahlreiche andere mögliche Ursachen, die nur von einem Facharzt diagnostiziert werden können:

  • Chronische Niereninsuffizienz
  • Magnesiummangel
  • Bestimmte Arzneimittel (Diuretika, Hormonbehandlungen, Antibiotika…) können bei der Synthese von Calcium Probleme verursachen.
  • Übermäßiger Konsum von Koffein oder kohlensäurehaltigen Getränken. 

Wie kann Hypokalzämie behandelt werden?

Die Behandlung dieses Leidens muss vom Facharzt verschrieben werden, der diese an die speziellen Bedürfnisse jedes Patienten anpasst.

Meist wird diese Krankheit durch die orale Verabreichung von Calcium und Vitamin D behandelt. 

  • Das Ziel ist, die Calciumwerte im Normalbereich zu halten. Wer jedoch Calciumtabletten einnimmt, könnte langfristig auch an Nierensteinen leiden. Um dies zu verhindern ist eine entsprechende Diät mit wenig Salz und viel Flüssigkeiten notwendig.

Können wir Hypokalzämie vorbeugen?

Zuerst muss erwähnt werden, dass Calcium-Ergänzungen nie ohne ärztliche Beratung eingenommen werden sollten. Selbstmedikation ist gefährlich und deshalb ist davon abzuraten.

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Da du selbst nicht wissen kannst, ob du an Hypokalzämie leidest, solltest du kein Risiko eingehen und eigenständig Calciumtabletten einnehmen. Konsultiere zuerst einen Arzt, um deine individuellen Bedürfnisse herauszufinden.

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  • Darüber hinaus solltest du wissen, dass Calcium nicht nur in Milchprodukten zu finden ist. 

Auch Hülsenfrüchte (Linsen oder Kichererbsen), Eier, Nüsse und Brokkoli enthalten dieses Mineral.

  • Achte auf eine vielseitige und ausgeglichene Ernährung, in der keine Nährstoffe fehlen.
  • Um Hypokalzämie vorzubeugen ist es darüber hinaus sehr wichtig, die Vitamin-D- und Magnesiumvorräte zu decken.
  • Vergiss nicht auf regelmäßige Bewegung. Wenn du im Freien laufen oder spazieren gehst, kannst du die Sonne nutzen, um Vitamin D zu synthetisieren.

Bei irgendwelchen Zweifeln, konsultierst du am besten deinen Arzt. Er wird entscheiden, ob Nahrungsergänzungsmittel notwendig sind oder nicht.

Vergiss nicht, die Gesundheit deiner Schilddrüse zu pflegen, die in diesem Zusammenhang auch sehr wichtig ist.