8 Anzeichen für einen Magnesiummangel

· 11 April, 2017
Magnesium ist für den Organismus von großer Wichtigkeit, ein Mangel kann sich auf verschiedenste Arten auf die Gesundheit auswirken und beispielsweise den Energiehaushalt beeinflussen.

Schon kleinen Kindern wird beigebracht, dass es sehr wichtig ist, ausreichend Gemüse zu essen, um Vitamine und Mineralstoffe zu tanken, die der Körper benötigt. Was sind die Anzeichen für einen Magnesiummangel?

Wir lernen, dass Vitamin C, Eisen und Folsäure für den Organismus grundlegend sind. Doch wer spricht von Magnesium? Weißt du, dass dieses Mineral von größter Wichtigkeit für den Körper ist?

Es beeinflusst unter anderem folgende Systeme und Prozesse:

  • Nervensystem
  • Zähne
  • Stoffwechsel
  • Sauerstoffversorgung der Muskeln
  • Produktion von Protein

Deshalb sollte ein Magnesiummangel nicht unterschätzt werden. Im Anschluss erfährst du mehr über verschiedene Anzeichen, die darauf hinweisen können, dass ein Defizit dieses Minerals vorhanden ist. Achte darauf, genügend davon aufzunehmen!

1. Muskelschmerzen

Muskelschmerzen

Magnesiummangel zählt zu den häufigsten Ursachen für Muskelschmerzen. Folgende Symptome sollten dabei beachtet werden:

  • Muskelkrämpfe
  • Muskelzittern

Diese sind darauf zurückzuführen, dass Magnesium bei der Sauerstoffversorgung der Muskeln eine Rolle spielt und diese entspannt. Deshalb kommt es bei einem Mangel häufig zu Muskelkrämpfen.

Wenn du merkst, dass du an Muskelkrämpfen oder -zittern leidest und kein anderer Grund vorhanden ist, solltest du mehr Magnesium einnehmen. In kurzer Zeit werden die Probleme verschwinden.

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2. Arterienverkalkung

Auch wenn dies normalerweise nicht das erste Symptom eines Magnesiummangels ist, gehört es zu den schwerwiegendsten Folgen.

Die Arterienverkalkung, die durch einen Magnesiummangel verursacht wird, kann zu Herzkrankheiten wie beispielsweise einem Herzinfarkt führen. 

Die Hälfte aller Herzinfarktpatienten erhalten Magnesiumchloridspritzen, um die Blutgerinnung und die Verkalkung zu hemmen.

3. Erschöpfung

Dieses Symptom wird meist nicht beachtet und als „normal“ betrachtet, insbesondere wenn viele Verpflichtungen und Verantwortungen erfüllt werden müssen.

Doch Erschöpfung oder auch Brechreiz kann auf ernstere Probleme zurückzuführen sein, wenn sie häufig vorkommen.

In diesem Fall ist es möglich, dass dein Organismus etwas ausstoßen möchte, das ihm nicht gut tut, oder dass es an Magnesium mangelt.

Wenn du öfters am Tag oder in der Woche sehr müde bist, solltest du Magnesium einnehmen, um einen Mangel an diesem Mineralstoff auszuschließen. 

Wenn das Problem nicht verschwindet, solltest du auf jeden Fall einen Arzt zu Rate ziehen.

4. Schlafstörungen

Schlafstörungen

In der Nacht ist der Magnesiumspiegel meist niedriger. Bei einem Mangel dieses Minerals kann es deshalb zu chronischen Schlafstörungen kommen.

Magnesium steht auch in enger Verbindung mit dem Zentralnervensystem und kann deshalb das Einschlafen erschweren.

Wenn du schon alles ausprobiert hast, um besser zu schlafen und keinen Erfolg hattest, versuche es mit magnesiumreichen Nahrungsmitteln oder einem Nahrungsergänzungsmittel.

Vergiss nicht, dass die beste Art, dieses Problem zu beheben, eine ärztliche Diagnose ist!

5. Schokoladehunger

Wenn es um Schokolade geht, könnte man denken, dass sehr viele an Magnesiummangel leiden – denn dies ist die perfekte Ausrede, um mehr Schokolade zu essen.

Wir sprechen jedoch nicht von einer „normalen“ Lust auf Schokolade oder Süßes.

Zartbitterschokolade ist reich an Magnesium, deshalb schickt der Körper bei einem Mangel an diesem Mineral Signale, die darauf hinweisen, dass man mehr Schokolade benötigt.

6. Probleme mit dem Blutdruck

Blutdruck

Wer einen ausgeglichenen Magnesiumspiegel aufweist, hat meist auch bessere Blutdruckwerte.

Eine Studie der Universität von North Carolina (USA) hat gezeigt, dass das Risiko für Bluthochdruck bei Frauen mit einem adäquaten Magnesiumspiegel um 70% geringer ist.

Wenn du also ein gesundes Leben führst und regelmäßig Sport treibst und trotzdem Probleme mit dem Blutdruck hast, empfiehlt es sich, mehr Magnesium einzunehmen.

Lasse dir von deinem Arzt eine Analyse machen und folge seinen Empfehlungen!

7. Energiemangel durch einen Magnesiummangel

Magnesium ist für Reaktionen verantwortlich, die in den Zellen für Energie sorgen.

ATP oder Adenosintriphosphat ist die Hauptenergiequelle in den Zellen. Diese Substanz muss sich mit einem Magnesiumion verbinden, um aktiv werden zu können.

In anderen Worten: Du wirst keine Energie auf Zellebene haben, wenn es dir an Magnesium mangelt. Die Folgen davon sind:

  • Müdigkeit
  • Energiemangel
  • Fehlende Einheit in den Zellen

Wenn du plötzlich fühlst, dass du keine Eergie hast, um deine alltäglichen Tätigkeiten durchzuführen, sind vielleicht die Magnesiumwerte abgefallen.

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8. Probleme mit der Knochengesundheit

Calcium wird als wichtigstes Mineral für die Knochen betrachtet, doch Magnesium ist mindestens so notwendig.

Bei niedrigen Magnesiumwerten leiden die Knochen auf unterschiedliche Weise:

Magnesium ist notwendig, um durch Vitamin D die Aufnahme von Calcium zu ermöglichen. Deshalb ist auch eine ausreichende Menge an Magnesium erforderlich, wenn man Vitamin D aufnimmt.

Darüber hinaus ist Magnesium notwendig, um die Produktion von Calcitonin zu stimulieren. Dieses Hormon steuert den Calcium- und Phosphathaushalt.

Dies erklärt auch warum Magnesium das Risiko für einen Herzinfarkt, Osteoporose, Arthritis und Nierensteine reduzieren kann.

Bateman, S. (2012). Disorders of Magnesium: Magnesium Deficit and Excess. In Fluid, Electrolyte, and Acid-Base Disorders in Small Animal Practice. https://doi.org/10.1016/B978-1-4377-0654-3.00015-9