Hausgemachtes Pfefferminzöl für die Gesundheitspflege

· 12 Mai, 2015
Kennst du schon Pfefferminzöl? Dieses vielseitige Hausmittel hilft gegen allerlei Beschwerden und ist noch dazu ganz einfach selbst herzustellen.

Pfefferminzöl ist ein hervorragendes Hausmittel. Hast du schon von den zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen und Kosmetikanwendungen dieses wohlduftenden Öls gehört? Es wirkt unter anderem gegen Kopfschmerzen, Entzündungen sowie zahlreiche andere Beschwerden. Erfahre mehr in diesem Artikel!

Pfefferminzöl hat eine lange Tradition und sollte in keinem Haushalt fehlen. In diesem Beitrag erfährst du, wie du es ganz einfach selbst herstellen kannst. Wir sind sicher, du wirst dieses Öl lieben und einige nützliche Anwendungen dafür finden!

Wofür kann man Pfefferminzöl verwenden?

Hausgemachtes Pfefferminzöl in dunkler Glasflasche aufbewahren

1. Kosmetische Anwendungen

  • Pfefferminzöl reguliert die Talgproduktion der Haut und hilft somit bei Akne. Trage ein wenig davon mit einem Wattepad auf, das verbessert das Erscheinungsbild der Haut, insbesondere bei Aknenarben.
  • Es wirkt straffend und eignet sich daher ausgezeichnet gegen Cellulite. Massiere es einfach mit kreisförmigen Bewegungen in die Haut ein.
  • Auch bei schweren Beinen oder Krampfadern ist eine Massage mit Pfefferminzöl sehr empfehlenswert.
  • Andererseits hilft dieses Öl gegen Wassereinlagerungen im Gewebe.
  • Es hilft auch gegen Schuppen. Dazu das Pfefferminzöl sanft auf der feuchten Kopfhaut einmassieren und kurz wirken lassen. Danach mit lauwarmem Wasser ausspülen und die Haare wie gewohnt waschen.
  • Pfefferminzöl wirkt zudem ausgezeichnet als Deodorant.
  • Auch gegen Kopfläuse ist es ein hervorragendes Mittel.

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2. Gesundheitliche Anwendungen

Hausmittel Pfefferminzöl- Minze ist ein Alleskönner

  • Pfefferminzöl hilft gegen KopfschmerzenDu kannst es beispielsweise in Form eines kalten Umschlags auflegen, um Spannungskopfschmerzen zu lindern.
  • Auch bei Migräne kann dieses Öl sehr hilfreich sein.
  • Davon abgesehen wirkt es entzündungshemmend.
  • Pfefferminzöl wirkt auch schmerzlindernd, beispielsweise nach einem Stoß oder Aufprall.
  • Es eignet sich auch dafür, leichte Verbrennungen zu behandeln.
  • Das Minzöl kann helfen, Fieber zu senken und fördert die Schweißbildung.
  • Es hilft hervorragend gegen Muskelschmerzen sowie auch gegen Rheumabeschwerden.
  • Wenn du abends mit schmerzenden, geschwollenen und müden Beinen nach Hause kommst, kann sich Pfefferminzöl als sehr hilfreich erweisen. Mache ein entspannendes Fußbad mit warmem Wasser und 10 Tropfen Pfefferminzöl.
  • Auch bei Atemwegsbeschwerden (Bronchitis, Heiserkeit, Grippe, Erkältungen, etc.) eignet sich das Öl ausgezeichnet. Versuche es doch mal mit einem Gesichtsdampfbad oder reibe dir die Brust mit Pfefferminzöl ein.
  • Bei Insektenstichen hat Pfefferminzöl zudem eine kühlende und beruhigende Wirkung.
  • Außerdem lindert es prämenstruelle BeschwerdenHierfür massiere deinen Unterleib sanft mit Minzöl oder lege dir ein feuchtes Tuch mit ein paar Tropfen des Öls auf.
  • Des Weiteren wirkt das Öl sehr erfrischend nach einem Sonnenbrand.
  • Durch das ätherische Öl der Minze kann sogar das Nervensystem stimuliert werden, weshalb es sich bei mentaler Erschöpfung positiv auswirkt.
  • Pfefferminzöl führt zu neuer Vitalität. Verwende einfach ein paar Tropfen als Raumduft.

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Wie stellt man Pfefferminzöl her?

Was benötige ich?

  • 350 g frische Pfefferminze
  • 200 ml Basisöl (du kannst z.B. Mandelöl oder Olivenöl verwenden)
  • Dunkle Glasflasche mit 250 ml Fassungsvermögen

Wie wird das Öl zubereitet?

  • Du kannst frische Pfefferminze entweder aus dem Garten holen oder auf dem Markt kaufen. Da das Öl direkt auf die Haut aufgetragen wird, ist eine gute Hygiene sehr wichtig. Aus diesem Grund wasche jedes Blatt einzeln mit frischem Wasser. 
  • Zerstoße zunächst die Pfefferminzblätter mit einen Holzstößel oder Löffel. Mit etwas Kraft erreichst du, dass der Saft der Pflanze austritt. Das duftet wunderbar!
  • Gib nun die 200 ml Öl zusammen mit der zerstoßenen Pfefferminze in einen Topf. Erhitze das ganze bei niedriger Temperatur und verrühre es gut. Deck den Topf ab, damit die natürliche Essenz der Minze nicht entweichen kann. Nach einer halben Stunde schalte den Herd ab und lass die Mischung ruhen.
  • Anschließend gib das Öl durch ein Sieb und fülle es in eine dunkle Glasflasche.
  • Bewahre die Flasche Pfefferminzöl an einem kühlen, dunklen Ort auf.
  • Jetzt brauchst du noch ein wenig Geduld. Du solltest nämlich ungefähr 10 Tage lang warten, damit das Öl seine guten Eigenschaften entfalten kann. Dreh die Glasflasche alle 12 Stunden um, damit sich alle Substanzen gut vermischen.

Eine andere Möglichkeit ist die Herstellung von Pfefferminzalkohol, der sich auch bestens zur Behandlung von Muskelschmerzen und Rheuma sowie zur Wundheilung eignet. Auch hier ist die Herstellung sehr einfach:

  • Gib die Minzblätter in 95% Alkohol und bewahre diese Mischung dann 15 – 20 Tage in einer verschlossenen Glasflasche an einem dunklen und kühlen Ort auf.
  • Nach Ablauf der Zeit siebe einfach den Alkohol und du erhältst ein hervorragendes Heilmittel, das sehr förderlich bei vielen Beschwerden ist.