Ernährung und Schlaganfälle: Alles, was du wissen musst

Omega-3-Fettsäuren haben entzündungshemmende Eigenschaften, die mit einem geringeren Schlaganfallrisiko in Verbindung gebracht werden. Möchtest du mehr erfahren? Dann lies einfach weiter!
Ernährung und Schlaganfälle: Alles, was du wissen musst

Letzte Aktualisierung: 27. September 2021

Wusstest du, dass die Ernährung und Schlaganfälle zusammenhängen? Eine gesunde Ernährung kann das Risiko, Krankheiten zu entwickeln, mittel- und langfristig verringern. Schlaganfälle sind eines der Gesundheitsprobleme, die unter anderem mit riskanten Ernährungsgewohnheiten zusammenhängen. Um ihnen vorzubeugen, müssen wir für eine stetige Versorgung mit Vitaminen, Antioxidantien und essenziellen Fettsäuren sorgen.

Wenn wir unsere Ernährung optimieren, können wir das Altern und somit auch die damit verbundenen Krankheiten und Gesundheitsprobleme hinauszögern. Herz-Kreislauf- und Gehirnerkrankungen fordern jedes Jahr Tausende von Todesopfern. In unserem heutigen Artikel erklären wir dir, wie Ernährung und Schlaganfälle zusammenhängen. Außerdem sagen wir dir, auf welche Nährstoffe du in deiner Ernährung besonders achten solltest.

Omega-3-Fettsäuren und Schlaganfälle

Lipide sind wichtige Nährstoffe in der Ernährung. Allerdings haben nicht alle von ihnen die gleiche Qualität. Während trans-Fettsäuren (TFS) oder Omega-6-Fettsäuren einen entzündlichen Charakter haben, tragen Omega-3-Fettsäuren dazu bei, systemische Entzündungen zu reduzieren.

Aus einem im International Journal of Molecular Sciences veröffentlichten Artikel geht hervor, dass der Verzehr von Omega-3-Fettsäuren mit einem verringerten Schlaganfallrisiko in Verbindung steht.

Um den Anteil von entzündlichen Lipiden zu minimieren und die Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren zu maximieren, müssen wir eine Reihe von Ernährungsempfehlungen befolgen:

  • Reduziere den Konsum von verarbeiteten Lebensmitteln.
  • Erhöhe deinen Verzehr von fettem Fisch, rohen Pflanzenölen und Nüssen.
Ernährung und Schlaganfälle - Fisch und Avocado

Lies auch diesen Artikel: Omega 3: Nicht nur in Fisch

Erhöhe deine Selenzufuhr

Selen ist ein Mineralstoff, der in geringen Mengen im menschlichen Körper vorkommt. Dieser Nährstoff hat antioxidative und neuroprotektive Eigenschaften, wie ein Artikel in der Zeitschrift Cell zeigt. Aus diesem Grund bringen Ärzte den Verzehr von selenreichen Lebensmitteln mit einem geringeren Schlaganfallrisiko in Verbindung.

Die gute Nachricht ist, dass dieser Mineralstoff in der Natur leicht zu finden ist. Zum Beispiel sind Fisch, Schalentiere und sogar Nüsse reich an Selen.

Daher ist es eine gesunde Strategie, wenn du Fisch gegenüber Fleisch bevorzugst. Meeresfrüchte sind reich an Proteinen. Darüber hinaus haben sie aber auch einen höheren Gehalt an Wasser und essentiellen Fettsäuren als Fleisch.

Außerdem enthält Fisch in der Regel größere Mengen bestimmter Mineralien, die dazu beitragen können, dem Auftreten verschiedener Gesundheitsprobleme vorzubeugen.

Ernährung und Schlaganfälle - Walnüsse

Ernährung gegen Schlaganfälle: Gemüse darf keinesfalls fehlen

Pflanzliche Lebensmittel sind reich an Vitaminen und Antioxidantien. Beide Nährstoffe bekämpfen das Altern und die Entstehung der damit verbundenen Krankheiten. Der vermehrte Verzehr von Vitaminen und Antioxidantien senkt die Sterblichkeitsrate aus allen Gründen, darunter auch die Sterblichkeit durch Schlaganfall.

Daher solltest du idealerweise mindestens 5 Portionen Obst und Gemüse pro Tag verzehren. Das ist eine der Möglichkeiten, wie du deinem Körper im Rahmen einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung etwas Gutes tun kannst.

Ernährung und Schlaganfälle: Vermeide den Konsum von Rauschmitteln

Alkohol ist eine der gesellschaftlich am meisten akzeptierten toxischen Substanzen. Daher konsumieren zahlreiche Menschen auch zu viel Alkohol, was zu einer verminderten Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems und des Gehirns führt.

Regelmäßiger Alkoholkonsum behindert das ordnungsgemäße Funktionieren der physiologischen Prozesse des Körpers und erhöht die Wahrscheinlichkeit, krank zu werden. Das schließt auch das Risiko ein, einen Schlaganfall zu erleiden.

Daher empfehlen wir dir, Alkohol aus deiner regelmäßigen Ernährung zu streichen. Wenn dies aufgrund seiner sozialen Bedeutung nicht möglich ist, solltest du zumindest die Menge reduzieren, die du trinkst. Außerdem empfiehlt es sich, alkoholische Getränke durch kohlensäurehaltiges oder stilles Wasser zu ersetzen.

Ernährung und Schlaganfälle: Prävention durch verbesserte Gewohnheiten

Wenn wir das Altern verzögern wollen, mit all den positiven Auswirkungen in Bezug auf die Verhinderung von Krankheiten, die dies mit sich bringt, müssen wir unsere Ernährung optimieren. Eine abwechslungsreiche und kalorienmäßig ausgewogene Ernährung ist ein guter Weg, um die eigene Gesundheit zu erhalten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine erhöhte Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren, Selen und Gemüse in der Ernährung das Schlaganfallrisiko deutlich reduziert. Antioxidative und entzündungshemmende Nährstoffe haben eine positive Wirkung hinsichtlich der Prävention von Gesundheitsproblemen.

Gleichzeitig müssen wir die Aufnahme von giftigen Substanzen vermeiden oder zumindest reduzieren. Eine dieser Substanzen ist Alkohol. Denn obwohl er gesellschaftlich akzeptiert ist, hat er ernsthafte negative Auswirkungen auf die Gesundheit. Wenn du nicht ganz auf Alkohol verzichten kannst, dann solltest du den Konsum zumindest auf bestimmte Situationen reduzieren.

Es könnte dich interessieren ...
Vorbeugung von Schlaganfällen: 7 wichtige Maßnahmen
Besser Gesund Leben
Lies auch diesen Artikel bei Besser Gesund Leben
Vorbeugung von Schlaganfällen: 7 wichtige Maßnahmen

Es gibt verschiedene Maßnahmen zur Vorbeugung von Schlaganfällen, die du dir unbedingt zu einer täglichen Gewohnheit machen solltest!



  • Ueno Y., Miyamoto N., Yamashiro K., Tanaka R., Hattori N., Omega 3 polyunsaturated fatty acids and stroke burden. Int J Mol Sci, 2019. 20 (22): 5549.
  • Alim I., Caulfield JT., Chen Y., Swarup V., et al., Selenium drives a trascriptional adaptive program to block ferroptosis and treat stroke. Cell, 2019. 177 (5): 1262-1279.
  • Burgos Peláez, R., Segurola Gurrutxaga, H., & Bretón Lesmes, I. (2014). Soporte nutricional del paciente con ictus. Nutricion Hospitalaria29.