Bienenstiche richtig behandeln

10 Juli, 2020
In den meisten Fällen verursachen Bienenstiche nur leichte Beschwerden. Problematisch kann es allerdings bei einer Allergie werden. Erfahre heute, was du tun kannst, wenn du von einer Biene gestochen wirst. 

In den meisten Fällen sind Bienenstiche harmlos und verheilen ohne weitere Komplikationen. Trotzdem ist es wichtig zu wissen, wie man dabei vorgehen kann, um Beschwerden zu verhindern.

Mögliche Folgen eines Bienenstiches sind Schmerzen, Schwellungen, Rötung und ein Hitzegefühl an der Einstichstelle. In manchen Fällen kann jedoch auch eine allergische Reaktion erfolgen, die schwerwiegend oder sogar tödlich sein könnte, vor allem, wenn es gleichzeitig zu mehreren Bienenstichen kommt. Lies weiter, um zu erfahren, was du tun kannst.

Vergiss nicht: Sollte sich der Stich am Hals, im Mund oder im Rachenraum befinden, musst du den Notarzt rufen, auch wenn keine Allergie vorliegt! Schwellungen in diesen Bereichen können lebensgefährlich sein.

Bienenstiche richtig behandeln: 5 Tipps

Bei einem Bienenstich setzt die Biene Gift frei, das zu Schwellungen, Schmerzen und anderen Symptomen führen kann. Manche Menschen reagieren allergisch auf dieses Gift und können ernste Symptome erfahren. In diesem Fall ist schnelle ärztliche Hilfe grundlegend, denn es könnte zu schweren Komplikationen kommen.

In den meisten Fällen führt der Bienenstich jedoch zur Rötung und Schwellung des betroffenen Bereichs. Auch Juckreiz, Brennen und andere Beschwerden können auftreten. In diesen Fällen kannst du wie folgt vorgehen:

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1. Den Stachel entfernen

Bienenstiche richtig behandeln
Zuerst musst du den Stachel richtig entfernen, um zu verhindern, dass größere Mengen an Gift in den Körper gelangen.

Bei einem Bienenstich bleibt der Stachel stecken und die Biene stirbt danach. Es ist das einzige Insekt, das nach dem Stich sein Leben verliert. Andere Arten, wie zum Beispiel die Wespe, bewahren ihren Stachel und können jederzeit erneut zustechen.

Wie entfernt man den Stachel? Du musst so schnell wie möglich handeln, damit möglichst wenig Gift in deinen Körper gelangt! Falls du keine Pinzette zur Hand hast, versuchst du, den Stachel zum Beispiel mit einer Kreditkarte oder einem ähnlichen Objekt zu entfernen.

Du musst dabei allerdings aufpassen, denn wenn du die Giftblase zerquetschst, gelangt mehr Gift in den Körper.

2. Bienenstiche mit Wasser und Seife waschen

Damit sich der Bienenstich nicht entzündet, wäschst du den Bereich der Einstichstelle am besten mit Wasser und antibakterieller SeifeDu solltest dies mehrmals täglich wiederholen, da sich die Stelle auch in den nachfolgenden Stunden und Tagen entzünden könnte.

3. Kalte Umschläge

Bienenstiche richtig behandeln: Eis auflegen
Die Kälte reduziert die durch den Bienenstich verursachten Beschwerden.

Die Beschwerden, die ein Bienenstich zur Folge hat, können unangenehm und schmerzvoll sein. Dies hängt unter anderem von der Reaktion des Immunsystems auf die freigesetzten Giftstoffe ab.

Kalte Umschläge oder ein Eisbeutel, den du auf die Einstichstelle auflegst, können die unangenehmen Beschwerden lindern. Lasse die Kälte 8 bis 10 Minuten lang wirken.

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4. Die betroffene Stelle nicht kratzen

Bei Juckreiz haben viele die Tendenz, sich zu kratzen, doch dies ist ein Fehler. Zwar empfindest du anfangs eine gewisse Linderung, doch du verschlimmerst damit die Schwellung und der Juckreiz dauert noch länger an. Außerdem ist dadurch die Gefahr für eine Infektion größer. Versuche deshalb, dich zu kontrollieren!

5. Bienenstiche mit hautberuhigender Salbe behandeln

Bienenstiche richtig behandeln: Salbe auftragen
Verschiedene Hausmittel oder Salben können den Juckreiz und die Rötung an der Einstichstelle lindern.

Hautberuhigende Salben oder eine Paste aus Natron und Wasser kann die Beschwerden bei Bienenstichen lindern. Du kannst sie mehrmals täglich auf die Einstichstelle auftragen, um das Brennen und den Juckreiz zu lindern. Lasse dich in der Apotheke beraten!

Wann musst du zum Arzt?

In den meisten Fällen ist ein Arztbesuch nicht notwendig. Doch verschiedene Komplikationen müssen von einem Arzt untersucht werden. Wenn die Beschwerden lange anhalten oder sich verschlimmern, solltest du zum Notarzt. Ernste Reaktionen sind zum Beispiel:

  • Hautausschlag
  • Blasse Haut
  • Starker Juckreiz
  • Geschwollene Zunge oder Hals
  • Atembeschwerden
  • Schneller Puls
  • Übelkeit und Brechreiz
  • Durchfall
  • Schwindel
  • Gemäßigtes oder hohes Fieber
  • Bewusstlosigkeit

Allergische Reaktionen könnten zu einem anaphylaktischen Schock führen, der tödlich verlaufen könnte. Die schnelle Behandlung durch den Notarzt ist in diesem Fall lebensrettend. 

Auch wenn mehrere Bienenstiche gleichzeitig erfolgen, ist ein Arztbesuch nötig. Obwohl die Symptome nur leicht zu sein scheinen, ist eine Behandlung erforderlich, um spätere ernste Reaktionen zu verhindern. Der Arzt kann außerdem schmerzstillende Medikamente und falls nötig auch Antibiotika verschreiben.

Abschließende Bemerkung

Auch wenn es sich meist nur um leichte Bienenstiche handelt, ist es sehr wichtig zu wissen, wie man richtig handelt, um Komplikationen vorzubeugen. So kann sich der Patient schneller erholen und die Gefahren können reduziert werden.

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