Arterienverkalkung (Arteriosklerose): Symptome und Behandlung

4 Februar, 2020
Arteriosklerose, die umgangssprachlich auch Arterienverkalkung genannt wird, ist eine fortschreitende Erkrankung der Arterien, die einen Herzinfarkt auslösen kann. Es ist deshalb wichtig, die Risikofaktoren zu kennen und die Blutgefäße entsprechend zu schützen. Erfahre heute mehr über dieses Thema. 

Arteriosklerose ist eine langsam verlaufende Erkrankung der Arterien, bei der es zu Ablagerungen von Cholesterin an den Arterienwänden kommt. Oft spricht man deshalb von einer Arterienverkalkung. In der Folge werden die Arterien steif und verengen sich, was das Risiko für eine Verstopfung erhöht.

Diese Krankheit kann einen Herzinfarkt oder einen Hirnschlag auslösen. Aus diesem Grund ist es überaus wichtig, die Arterien entsprechend zu pflegen und gesund zu halten. Zuerst musst du jedoch alle wichtigen Risikofaktoren für eine Erkrankung der Arterien kennen:

Es handelt sich um eine Pathologie, die sich langsam entwickelt und bereits in jungem Alter beginnen kann. Sie verursacht keine spezifischen Symptome und ist deshalb sehr schwer zu erkennen. Nur anhand einer Blutanalyse oder wenn dadurch andere Krankheiten ausgelöst werden, ist eine Diagnose möglich.

Auch wenn es sich um eine für Industrieländer typische Erkrankung handelt (die häufigste Todesursache), leiden in Entwicklungsländern ebenfalls immer mehr Menschen daran. Deshalb zählt Arteriosklerose auch hier zu den häufigsten Todesursachen. Wichtig zu erwähnen ist außerdem, dass Männer davon häufiger als Frauen betroffen sind. 

Wie entwickelt sich die Arterienverkalkung?

Wie entwickelt sich die Arterienverkalkung?
Fettablagerungen in den Blutgefäßen entstehen langsam und sind asymptomatisch, deshalb bleiben sie oft lange unbemerkt. 

Zu Arterienveränderungen kommt es, wenn sich in den Blutgefäßen Lipide, wie Cholesterin und Triglyceride, an den Wänden anhaften. Darüber hinaus sammeln sich Entzündungszellen an, die sich im Blut befinden und als Leukozyten weiße Blutkörperchen) bezeichnet werden. Diese sind zwar wichtig, doch im Übermaß schädlich.

Durch Ablagerungen an den Arterienwänden können atherosklerotische Plaques entstehen. So bezeichnet man entzündliche Veränderungen der Blutgefäße, die unter anderem Cholesterin und Kalzium enthalten.

In manchen Fällen können die atherosklerotischen Ablagerungen aufbrechen und ein Blutgerinnsel bilden, was die Arterien verstopft und in der Folge einen Herzinfarkt provozieren kann, da der Blutfluss unterbrochen wird.

Entdecke auch diesen Beitrag: Durchblutungsstörungen in den Beinen mit diesen sieben Tipps bekämpfen

Symptome, die auf eine Arterienverkalkung hinweisen könnten

Wie bereits erwähnt, verursacht diese Erkrankung keine Symptome oder eindeutigen Anzeichen, und genau hier liegt die größte Gefahr. Zu Symptomen kommt es erst dann, wenn die Arterienverengung bereits fortgeschritten ist und es deshalb zu Durchblutungsstörungen in verschiedenen Organen oder Körpergeweben kommt.

Die Symptome einer moderaten bis schweren Arteriosklerose hängen davon ab, welche Arterien davon betroffen sind. Einige Beispiele sind:

  • Herzkranzarterie: Betroffene Patienten können Schmerzen oder einen Druck in der Brust verspüren. Dies sind typische Anzeichen für Angina pectoris.
  • Hirnschlagader: In diesem Fall leiden betroffene Patienten häufig an plötzlich auftretender Schwäche in den Extremitäten, Sprachschwierigkeiten oder einem vorübergehenden Verlust der Sehfähigkeit auf einem Auge. Es könnte auch zur vorübergehenden, einseitigen Lähmung eines Gesichtsmuskels kommen. Diese Symptome weisen auf eine mögliche transitorische ischämische Attacke (TIA) hin, die entsprechend behandelt werden muss, um einen Hirnschlag zu verhindern.
  • Arterien der Extremitäten: Betroffene können zum Beispiel beim Gehen Schmerzen in den Beinen verspüren.
  • Nierenarterie: Bei Arteriosklerose in den Nierenarterien kann es zu einem erhöhten Blutdruck oder zu einer Niereninsuffizienz kommen.

Wir empfehlen dir auch diesen Beitrag: Mythen zum Thema Cholesterin und Ernährung

Arteriosklerose: Behandlung

Arterienverkalkung: Behandlung 
Ein erhöhter Blutdruck und Blutgerinnsel sind typische Veränderungen, die durch eine Verkalkung der Arterien entstehen. 

Um die Arteriosklerose zu behandeln, erfolgt zuerst eine genaue Untersuchung durch den Facharzt, der dann dem Patienten entsprechende Empfehlungen und Therapiemöglichkeiten aufzeigt. Diese hängen unter anderem vom Alter, dem gesundheitlichen Zustand, der Lokalisierung der Verletzung usw. ab.

Darüber hinaus gibt es allgemeine Maßnahmen, die alle betroffenen Patienten in die Praxis umsetzen können. An erster Stelle stehen verschiedene Lebensgewohnheiten, wie die Ernährung, die helfen kann den Cholesterinspiegel zu reduzieren. Außerdem sollten Betroffene gegebenenfalls auf Tabak verzichten und sich mehr bewegen.

An zweiter Stelle wird den Patienten falls nötig eine pharmakologische Behandlung verschrieben, die aus gerinnungshemmenden Medikamenten besteht, um die Bildung von Blutgerinnseln zu verhindern.

Darüber hinaus kommen Thrombozytenaggregationshemmer zum Einsatz, um die Verklumpung der Blutplättchen zu vermeiden. Weitere Medikamente, die bei Arteriosklerose zur Anwendung kommen, sind Blutdruck- und Cholesterinsenker.

An dritter Stelle muss erwähnt werden, dass in manchen Fällen ein chirurgischer Eingriff notwendig ist. Es gibt zwei Techniken, die in diesem Fall meist zum Einsatz kommen:

  • Angioplastie: Mit diesem Verfahren werden verengte oder verschlossene Blutgefäße erweitert beziehungsweise geöffnet.
  • Koronararterien-Bypass: Bei Patienten, die an Angina pectoris leiden, soll bei einer Verengung oder einem Verschluss der Koronararterie eine Umgehung (Bypass) die Durchblutung sicherstellen.

Abschließend möchten wir hervorheben, dass die Arterienverkalkung zu jenen Krankheiten gehört, die man verhindern kann. In der Vorsorge spielt der Lebensstil eine besonders wichtige Rolle: Du solltest deshalb regelmäßig Sport treiben, dich gesund und ausgeglichen ernähren und schlechte Gewohnheiten ablegen! Du wirst davon vielfach profitieren.

  • Marrupe, L. H. (2010). La coronariografía. Libro de La Salud Cardiovascular Del Hospital Clinico San Carlos y de La Fundacio BBVA.
  • Fernández-Miranda, C., Luis Aranda, J., Paz, M., Núñez, V., González, P. G., Díaz-Rubio, P., … Gómez Izquierdob, M. T. (2001). Aterosclerosis subclínica de la arteria carótida en pacientes con enfermedad coronaria. Medicina Clínica. https://doi.org/10.1016/S0025-7753(01)71864-7
  • Alvarez, B. G., & Docampo, M. M. (2005). Arteriosclerosis. In Measuring Immunity: Basic Biology and Clinical Assessment. https://doi.org/10.1016/B978-012455900-4/50316-0