Arten und Ursachen von Vaginalinfektionen

· 13 Mai, 2018
Vaginalinfektionen sind weit verbreitet und können auch auftreten, wenn du deinen Genitalbereich gut pflegst

Vaginalinfektionen können sowohl im Bereich der Vagina wie auch der Vulva zu Veränderungen führen. In diesem Artikel geht es um die häufigsten Arten und Ursachen von Vaginalinfektionen.

Ursachen von Vaginalinfektionen

Ursachen von Vaginalinfektionen und Vaginalpflege

Es gibt Frauen, die häufiger darunter leiden. Das hat jedoch nicht immer etwas mit mangelnder Hygiene, schlechten Angewohnheiten oder einem riskanten Sexualleben zu tun. Die Ursachen von Vaginalinfektionen sind meist auf andere Fakten zurückzuführen.

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Das Kondom nicht wechseln

Auch wenn das nicht direkt im Zusammenhang mit Vaginalinfektionen steht, ist es ein Risikofaktor, das Kondom zwischen Anal- und Vaginalverkehr nicht zu wechseln. Dabei kann es sein, dass Fäkalbakterien vom Anus in die Vagina gelangen. Um dieses Problem zu verhindern, ist es wichtig, das Kondom zu wechseln, wenn du beide Stellungen machen möchtest.

Antibiotika

Antibiotika und weitere Ursachen von Vaginalinfektionen

Das klingt vielleicht widersprüchlich, da Antibiotika theoretisch schädliche Krankheitserreger beseitigen sollen. Dieses Medikament greift aber sowohl gute als auch schädliche Bakterien an, weswegen wir anfälliger für Pilzerkrankungen werden. Antibiotika können also eine der Ursachen von Vaginalinfektionen sein.

Hormonelle Veränderungen

Hormonelle Veränderungen können ebenfalls vaginale Infektionen auslösen, da sich aufgrund des Anstiegs des Östrogenspiegels Pilze im Körper bilden können. Besonders anfällig sind wir während einer Schwangerschaft, wenn wir eine Hormontherapie machen oder während der Menopause.

Kleidung aus Synthetik

Kleidung aus Synthetik und weitere Ursachen von Vaginalinfektionen

Wie wir alle wissen, mögen Bakterien und Pilze vor allem warme, feuchte und wenig durchlüftete Orte. Dort können sie sich besonders schnell verbreiten. Zu dieser Kategorie zählen:

  • sehr enge Hosen
  • Unterwäsche aus Synthetik
  • Hosen aus Lycra oder Leggins

All diese Faktoren schaffen eine perfekte Umgebung für die Entwicklung von Mikroorganismen im Genitalbereich, insbesondere für Hefepilze. Versuche, auf allzu enge Hosen zu verzichten, oder dich zumindest alle 10 Stunden umzuziehen. Zudem empfiehlt es sich, Kleidung aus mindestens 50% Baumwolle zu wählen.

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Hoher Blutzuckerspiegel

Hefepilze haben es gerne süß. Deswegen gibt es einen Zusammenhang zwischen Diabetes und Hefepilzinfektionen. Es ist wichtig, sich fett- und zuckerarm zu ernähren, um bestimmten Krankheiten vorzubeugen und den allgemeinen Gesundheitszustand zu verbessern.

Falls du unter Diabetes leidest, solltest du darauf achten, deinen Blutzuckerspiegel zu regulieren.

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Arten von Vaginalinfektionen

Nicht alle vaginalen Infektionen sind gleich, deshalb ist eine spezifische Behandlung wichtig. 

Vaginalmykose oder Scheidenpilz

Vaginalmykose oder Scheidenpilz und Ursachen von Vaginalinfektionen

Pilzinfektionen sind besonders häufig. Die Kandidose geht für gewöhnlich einher mit:

  • zähflüssigem Scheidenausfluss
  • Rötung der Vagina und Vulva
  • Juckreiz

Die Behandlung ist in den meisten Fällen sehr einfach. Entsprechende Cremes zur Behandlung sind in jeder Apotheke erhältlich.

Bakterielle Vaginose

Diese Art ist bei Frauen im gebärfähigen Alter verbreitet. Die Vaginose steigert das Risiko, an Geschlechtskrankheiten zu erkranken. Sie zeichnet sich aus durch:

  • Scheidenausfluss mit „Fischgeruch“, insbesondere beim Geschlechtsverkehr
  • Uringeruch
  • Weißer oder farbloser Ausfluss
  • Schmerzen oder Juckreiz im Vaginalbereich

Vaginalinfektionen durch Trichomoniasis

Diese Infektion wird von einem Mikrobakterium namens Trichimonas Vaginalis ausgelöst und ist bei Geschlechtsverkehr übertragbar. Eine Behandlung mit Antibiotika ist erforderlich. Folgende Symptome weisen darauf hin:

  • Modergeruch
  • gelber oder grünlicher Ausfluss
  • Brennen oder Jucken im Vaginalbereich

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Chlamydien

Chlamydien und Ursachen von Vaginalinfektionen

Dabei handelt es sich um eine Geschlechtskrankheit, die nicht nur den Genitalbereich betrifft. Sie kann auch weitere Krankheiten, wie Arthritis, Lungenentzündungen oder Konjunktivitis auslösen. Außerdem führt sie zu einem übel riechenden Scheidenausfluss, der in manchen Fällen eine weißliche Farbe hat.

Virale Vaginalinfektion

Diese Infektion wird durch den Herpesvirus ausgelöst. Neben einer Entzündung bilden sich auch Bläschen im Vaginalbereich, die zu Geschwüren werden.

Ein weiterer Grund für diese Infektion sind humane Papillomviren, die Genitalwarzen auslösen können. In beiden Fällen muss unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.