10 Anzeichen für ein Magengeschwür

· 9 Oktober, 2018
Die Anzeichen für ein Magengeschwür können zwar auch auf andere Erkrankungen hindeuten, doch wenn mehrere davon auf einmal auftreten, solltest du dich ärztlich untersuchen lassen.

Unter einem Magengeschwür versteht man eine Verletzung der Magenschleimhaut. Die Verletzung entsteht durch eine übermäßige Produktion an Magensäure. In diesem Artikel zeigen wir dir 10 Anzeichen für ein Magengeschwür.

Ein Magengeschwür entsteht durch verschiedene Faktoren. Oft ist jedoch das Bakterium H. Pylori an der Entstehung beteiligt. Doch auch bestimmte Medikamente und Erkrankungen des Verdauungstrakts können ein Magengeschwür auslösen.

Alkohol, reizende Lebensmittel und Rauchen sind überdies Risikofaktoren, aber keine direkten Auslöser für Magengeschwüre. Sie verschlimmern unter Umständen die Symptome und erhöhen das Risiko für Komplikationen.

Auch wenn die Symptome am Anfang nicht besonders auffällig sind, sind eine frühe Diagnose und Behandlung wichtig, um weiteren Problemen vorzubeugen. 

Deshalb stellen wir dir in diesem Artikel 10 Anzeichen für ein Magengeschwür vor. Auf diese Weise kannst du früh erkennen, ob du davon betroffen bist.

Lies weiter, um mehr zu erfahren.

Anzeichen für ein Magengeschwür

1. Entzündungen im Bauch

Schmerzen sind Anzeichen für ein Magengeschwür

Es gibt eine ganze Reihe von Auslösern für Entzündungen im Verdauungstrakt. Du solltest jedoch immer im Hinterkopf behalten, dass sie auch ein erstes Anzeichen für ein Magengeschwür sein können.

  • Schwellungen des Bauches sowie ein Völlegefühl oder Schmerzen können ein Anzeichen sein.
  • Die Entzündung entsteht, weil der Körper gegen die übermäßige Magensäure ankämpft.

2. Brennen und Bauchschmerzen

Ein unangenehm brennendes Gefühl im Magen könnte ein Hinweis darauf sein, dass sich ein Magengeschwür entwickelt. Manchmal fühlt es sich wie ein starker Schmerz an. Verantwortlich ist eine Verletzung der Magenschleimhaut.

  • Der Schmerz tritt im Bereich zwischen Brustbein und Bauchnabel auf. Je nachdem, wo genau sich das Geschwür befindet, kann der Schmerz auch an der Körperseite auftreten.
  • Meist werden die Schmerzen stärker, wenn man scharf gewürzte Lebensmittel gegessen hat.

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3. Appetitverlust

Appetitverlust ist Anzeichen für ein Magengeschwür

Viele Patienten, die unter einem Magengeschwür leiden, klagen auch über Appetitverlust. Das liegt an der unangenehmen Reaktion des Verdauungstrakts auf Nahrung.

  • Brennen oder Schwellungen nach den Mahlzeiten führen dazu, dass die Patienten weniger essen als gewöhnlich.
  • Bei einer chronischen Appetitlosigkeit kann es zu Unter- und Mangelernährung kommen.

4. Übelkeit und Erbrechen

Genau wie bei allen anderen Verdauungsbeschwerden können auch Magengeschwüre zu Übelkeit und Erbrechen führen.

  • Die übermäßige Produktion von Magensäure reizt die Schleimhaut. Dadurch wird ein Schutzmechanismus im Körper aktiviert und der Patient verspürt den Drang, sich zu übergeben.
  • In manchen Fällen führt ein Magengeschwür dazu, dass bestimmte Lebensmittel immer erbrochen werden.

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5. Magenverstimmung

Verdauungsstörungen sind Anzeichen für ein Magengeschwür

Wenn man zu viel isst oder bestimmte Nahrungsmittel zu sich nimmt, die man nicht verträgt, kommt es manchmal zu einer Magenverstimmung. Bei einem Magengeschwür tritt dieses Problem jedoch wesentlich öfter auf.

  • Die Verletzungen in der Magenschleimhaut schmerzen bei der Aufnahme bestimmter Lebensmittel, besonders bei sauren oder schwer verdaulichen Speisen.
  • Blähungen, Übelkeit und andere Symptome gehen oft mit der Magenverstimmung einher.

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6. Veränderungen im Stuhl

Veränderungen von Farbe und Konsistenz des Stuhls solltest du nie ignorieren. Zwar sind nicht alle Veränderungen ein Anzeichen für ein Magengeschwür, doch viele Verdauungsstörungen zeigen sich auf diese Weise.

  • Bei einem Magengeschwür wird der Stuhl häufig dunkel und klebrig. Wenn das Geschwür fortschreitet, kann auch Blut im Stuhl nachgewiesen werden.

7. Lebensmittelallergien

Lebensmittelallergie ist Anzeichen für ein Magengeschwür

Weil der Magen bei einem Magengeschwür sehr empfindlich ist, erleben Patienten oft die Ausbildung von Lebensmittelallergien und -intoleranzen. Das ist vor allem dann auffällig, wenn vorher noch nie derartige Probleme aufgetreten sind.

  • Manche Lebensmittel verschlimmern die Entzündung im Magen, wodurch sie Schmerzen und Unwohlsein auslösen.
  • Besonders fettige, scharfe oder süße Speisen sorgen für ein Unwohlsein.

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8. Gewichtsverlust

Wenn ein Magengeschwür nicht rechtzeitig behandelt wird, kommt es oft zu einem starken Gewichtsverlust.

  • Das hängt vor allem mit dem Appetitverlust zusammen, der es dem Patienten unmöglich macht, sich ausreichend zu ernähren.
  • Eine ärztliche Behandlung ist unumgänglich, denn auch andere Erkrankungen wie zum Beispiel Krebs können einen rapiden Gewichtsverlust bewirken.

9. Unwohlsein

Die ersten Anzeichen für ein Magengeschwür kann man oft mit einer einfachen Grippe verwechseln. Auch wenn hier überhaupt kein Zusammenhang besteht, schieben manche Patienten ihr generelles Unwohlsein auf eine Erkältung.

  • Typischerweise treten Symptome wie Mattigkeit und Muskelschmerzen sowie leichtes Fieber auf.

10. Hungergefühl

Zwar löst ein Magengeschwür bei den meisten Patienten einen verminderten Appetit und Völlegefühl aus, doch bei einigen kommt es zu einem anhaltenden Hungergefühl, das auch nach einer Mahlzeit nicht weggeht.

  • Dabei handelt es sich nicht wirklich um Hunger. Der Körper reagiert jedoch mit einem Hungergefühl auf die vermehrte Magensäureproduktion.

Falls du mehrere der beschriebenen Symptome bei dir bemerkst, solltest du auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.

Bei einem Magengeschwür ist eine schnelle Behandlung ein wichtiger Faktor, der die Heilungschancen verbessert und Nebenwirkungen vermindert.