Zu denken, dass du nicht besser als andere bist, macht dich schon besser als viele

· 21 Mai, 2016
Man muss sich bewusst sein, dass das Leben kein Wettkampf ist... und wenn, dann nicht mit anderen, sondern nur mit sich selbst, um das Beste aus sich herauszuholen.

In Selbsthilfebüchern und Techniken zur Bewusstseinsfindung geht es sehr häufig darum zu lernen, eine bessere Person zu werden. Zu diesem Zwecke wird meist empfohlen, sich in Selbstkenntnis zu üben, in sich hineinzuschauen und das Selbstwertgefühl zu stärken.

Dabei sollte man jedoch nicht vergessen, dass dies noch lange nicht bedeutet, dass man sich besser oder anderen überlegen fühlen soll. Referenz sind immer nur wir selbst.

Sicher kennst auch du einen Menschen der durch seine Art, sein Verhalten und seine Beziehungen das ungute Gefühl erzeugt, immer besser als alle anderen sein zu wollen.

Wir laden dich heute ein, mit uns darüber nachzudenken.

Wer es nicht nötig hat, besser als andere zu sein, is bereits besser als viele

Eine der modernen Tendenzen wird von Experten als „spiritueller Materialismus“ bezeichnet. Dabei geht es um das Interesse, Selbstkenntnis zu erlangen, die uns besser macht.

Doch dabei entfernen sich viele von ihren Mitmenschen.

Auf dieser Suche, sich bewusst zu werden, sein Selbstwertgefühl zu pflegen und jeden Tag etwas stärker und besser zu sein, verwechseln viele wichtige Konzepte und verstehen diese falsch: Sie denken, dass sie besser als alle ihre Mitmenschen sein müssen.

Deshalb ist es wichtig, diese Idee richtig zu fokussieren. Man kann neue Strategien entwickeln, um das Selbstwertgefühl zu stärken, Beziehungen zu bereichern und mehr zu erreichen, doch nie auf Kosten anderer, indem man denkt, besser zu sein und über allen zu stehen.

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Frau mit Schmetterlingen ist besser als andere

Demütigende Persönlichkeit

Wer hochmütig ist und sich anderen überlegen fühlt, versteckt in seinem Inneren meist ein schwaches Selbstwertgefühl.

Denn Überlegenheit und demütigendes Verhalten sollen das schlechte Selbstkonzept ausgleichen und stärken.

  • Im sozialen Umfeld, in der Arbeit oder unter Freunden oder Familie ist immer eine ironische Person zu finden, die sich über alles lustig macht, um so ihre beste Fähigkeit, nämlich besser zu sein, zur Schau stellt.
  • Auch genau das Gegenteil kann der Fall sein: Manche Personen fühlen sich in der Opferrolle wohl.
  • Jene, die am meisten leiden, verstehen am besten, was Abweisung bedeutet, was es heißt, sich ausgeschlossen und minderwertig zu fühlen.

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Es handelt sich um die zwei Seiten einer Münze, denen ein niedriges Selbstwertgefühl zugrunde liegt. Um anderen nicht unterlegen zu sein, verwenden diese Personen Instrumente wie Demütigung oder Rufschädigung. 

Frau fühlt sich besser

Die Bescheidenheit, nicht besser als andere sein zu wollen

Niemand sollte das Bedürfnis haben, mit anderen zu wetteifern, immer der Beste zu sein, egal ob andere dabei leiden und gedemüdigt werden.

  • Die größte Genugtuung ist, sich selbst zu übertrumpfen, jeden Tag ein bisschen besser zu sein, indem wir von unseren eigenen Bedürfnissen ausgehen, nicht von den Schwächen unserer Mitmenschen.
  • Wenn du gestern unsicher warst und dir verschiedene Dinge nicht zugetraut hast, beispielsweise eine Arbeit oder eine Beziehung mit einer Person, die dich anzieht, und du es heute geschafft hast, konntest du dein Ziel ein bisschen besser zu sein, erreichen.
  • Hier befindet sich die wahre Größe: Wachsen und sich im eigenen Spiegelbild zu verbessern, ohne sich mit anderen zu vergleichen. Wer besessen davon ist, besser als andere zu erscheinen, andere herauszufordern und mit ihnen wettzueifern, der vergisst sich selbst.
Hände berühren Blätter die besser sind

  • Wer versucht der Beste zu sein, ist nicht bescheiden. Doch gerade dies sollte das tägliche Ziel sein: Bescheidenheit in allen unseren Tätigkeiten und unserem Verhalten.
  • Bescheidenheit ist weit entfernt von Schwäche oder Kraftlosigkeit gegenüber anderen, Bescheidenheit ist die beste Stärke. Sie ermöglicht es uns, gute Selbstkenntnisse zu erlangen und uns zu akzeptieren.

Jeden Tag ein bisschen besser

Sobald du dich selbst akzeptierst, ist das nächste Ziel, dich persönlich zu entwickeln und zu wachsen, um jeden Tag ein bisschen besser zu sein, das Glück der kleinen Dinge zu genießen, die uns ungemein bereichern.

Die positiven Ergebnisse werden sich auch auf deine Umgebung ausstrahlen.

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An Personen mit eitlen und stolzen Herzen muss man sich trotzdem gewöhnen, doch es lohnt sich nicht, sich über sie zu ärgern oder abwertend zu werden.

  • Am besten man akzeptiert diese Personen so, wie sie sind, setzt Grenzen und hält Distanz. Realer und authentischer Erfolg liegt nicht darin, besser als andere zu sein und dies mit Hochmut zu zeigen.
  • Der wichtigste Triumph ist, uns selbst so zu akzeptieren wie wir sind und unsere Mitmenschen zu respektieren, auch wenn wir ihre Einstellungen oder ihr Verhalten nicht teilen.

Am Ende lohnt es sich immer, denn man erreicht inneres Wohlbefinden statt unerwünschte Einsamkeit als Ergebnis unsinnigen Wetteifers.