Zahnbrücke: Typen, Vorteile und Nachteile

7 März, 2021
Die Zahnbrücke ist ein festsitzender Zahnersatz, mit dem man das Fehlen von Zähnen im Mund ausgleichen kann. Wie wird sie eingesetzt? Was sind ihre Vorteile? An dieser Stelle erzählen wir dir alles darüber. Lies weiter!

Wenn keine Zähne im Mund vorhanden sind, kann der Zahnarzt das Einsetzen einer Zahnbrücke vorschlagen. Dies ist eine Alternative, die es dir ermöglicht, die Ästhetik und die Funktionen, die mit dem Verlust der Zähne verloren gehen, wiederherzustellen.

Aber was ist das? Was sind die Vor- und Nachteile? Dies ist sehr umstritten. Deshalb wollen wir dir detailliert aufzeigen, was es ist, welche Arten es gibt und was die Hauptvorteile sind. Lies weiter!

Was ist eine Zahnbrücke?

Eine Zahnbrücke ist eine Art festsitzender Zahnersatz, den man verwendet, um ein oder mehrere zusammenhängende Zahnelemente zu ersetzen, die im Mund fehlen. Sie deckt insbesondere den Bereich der fehlenden Zähne mit künstlichen Kronen ab. Diese werden auf den gesunden Zähnen, die die Person noch hat, befestigt.

Damit man die Zahnbrücke an den Nachbarzähnen befestigen kann, müssen diese jedoch vorher abgeschliffen werden. Dies bedeutet, dass man auf den abgeschliffenen Zähnen die Brücke befestigt. Damit kann der Patient die Prothese nicht herausnehmen, sie verbleibt also fest im Mund.

Mit dieser Art der Wiederherstellung können Funktionen, die beim Fehlen eines oder auch mehrerer Zähne verloren gehen, wiederhergestellt werden. Dazu gehören Ästhetik, Verschluss, Kaufähigkeit, Gesichtsform, Sprache und Aussprache.

Im Allgemeinen kann man Zahnbrücken aus den folgenden Materialien herstellen:

  • Metallen
  • Harzen
  • Keramik
  • Porzellan
  • Ceromeren
Eine Zahnbrücke ist eine festsitzende Prothese, die man zum Ersatz fehlender Zähne verwendet.

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Wie stellt man eine Zahnbrücke her?

Nachdem der Zahnarzt die Diagnose gestellt und zusammen mit dem Patienten entschieden hat, das Fehlen von Zahnelementen mit dem Einsetzen einer Zahnbrücke zu lösen, sind folgende Schritte für das Einsetzen notwendig:

  1. Schleifen der Pfeilerzähne: Unter vorheriger Betäubung schleift der Arzt die umliegenden Zähne mit der Turbine ab. Diese Elemente bezeichnet man dann als Pfeilerzähne, da sie die Stütze der Brücke sein werden.
  2. Abdruck nehmen: Der Arzt nimmt Abdrücke vom Mund und schickt diese an das Dentallabor, damit die Brücke angefertigt werden kann.
  3. Provisorische Kunststoffkronen: Für das Analysemodell fertigt man provisorische Kronen an, die für die Dauer der Herstellung auf die geschliffenen Pfeilerzähne gesetzt werden. Auf diese Weise bleiben Ästhetik und Gesundheit der verschlissenen Elemente erhalten.
  4. Metallprobe: Man testet das Metallgerüst der Brücke, um festzustellen, ob es richtig sitzt oder ob Korrekturen erforderlich sind.
  5. Farbtest: Man nimmt die Farbe des Patienten auf und schickt diese erneut an das Labor.
  6. Einsetzen der Brücke: Man setzt die vollständige Brücke ein und nimmt Anpassungen vor. Dann wird sie ein letztes Mal für die Fertigstellung und Politur ins Labor geschickt.
  7. Festigung der Brücke: Man trägt auf die geschliffenen Pfeilerzähne einen speziellen Zement auf und setzt die Brücke anschließend ein.
  8. Nachfolgende Kontrollen: Nach einiger Zeit vereinbart der Zahnarzt einen weiteren Termin, um zu überprüfen, ob alles in Ordnung ist.

Welche Arten von Zahnbrücken gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von Zahnbrücken. Die wichtigsten sind die Basis-, Freiend-, Maryland- und die Implantat-gestütze Brücke. Die Wahl der einen oder der anderen hängt vom individuellen Fall ab. Der Zahnarzt leitet den Prozess und geht auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten ein.

Basis-Zahnbrücke

Die Basisbrücke verwendet man, wenn auf beiden Seiten der fehlenden Zähne natürliche Zahnelemente vorhanden sind. So besetzt man diese Lücke mit einem oder auch mehreren künstlichen Zähnen, die von Kronen getragen werden. Diese zementiert man auf jeder Seite über den Pfeilerzähnen.

Durch die beidseitigen Stützpfeiler wird die Kaukraft besser verteilt und unterstützt. Aus diesem Grund wählt man sie meist für den hinteren Bereich aus.

Freiend-Zahnbrücke

Die Freiendbrücke ähnelt der Basisbrücke, mit dem Unterschied, dass sie von einem einzigen Pfeilerzahn getragen wird. Das heißt, dass man in diesem Fall nur einen natürlichen Zahn neben der durch die fehlenden Zähne entstandenen Lücke benötigt.

Der Zahnarzt muss den als Pfeilerzahn gewählten Zahn abschleifen. Darauf wird dann die Krone oberhalb der Brücke zementiert, die später die künstlichen Zähne hält, um den leeren Raum zu füllen. Da sie nur einen Auflagepunkt haben, sind sie auch weniger widerstandsfähig. Manchmal brechen sie oder lösen sich durch die beim Kauen erzeugte Hebelwirkung ab.

Maryland-Zahnbrücke

Diese Brücken verwenden zwei natürliche Zahnelemente als Pfeiler, einen auf jeder Seite der Lücke. Der Unterschied zu den Basisbrücken besteht darin, dass sie keine Kronen auf den Pfeilern verwenden, sondern Seitenflügel aus Metall oder Porzellan, die auf der Rückseite der umliegenden Zähne haften.

Um sie einsetzen zu können, ist es notwendig, ein natürliches Element auf beiden Seiten des durch die fehlenden Zähne entstandenen Platzes zu haben. Hier ist der Schliff viel geringer, daher ist es die konservativste Option. In jedem Fall kann es nur in Bereichen eingesetzt werden, die okklusal wenig belastet werden, da sie nicht so viel Kraft aushalten können.

Implantat-gestützte Zahnbrücke

Wie der Name schon sagt, werden bei diesen Brücken Implantate anstelle von Kronen über den abgeschliffenen Zähnen verwendet. Um sie zu platzieren, muss man einen chirurgischen Eingriff durchführen, bei dem man Implantate zur Unterstützung der Brücke einsetzt.

In der Regel sind zwei chirurgische Eingriffe erforderlich: einer zum Einsetzen der Implantate und einer zum Einsetzen der Brücke. Es kann mehrere Monate dauern, bis der gesamte Prozess abgeschlossen ist.

Die Anzahl der Implantate und das Einsetzen variieren je nach Patient. Es kann einer in der Mitte, einer pro fehlendem Element oder einer an jedem Ende der Lücke platziert werden.

Diese Art von Zahnbrücke ist die stabilste und diejenige, die die okklusalen Belastungen am besten aushält. Sie ist in der Regel auch die angenehmste für den Patienten, und zudem die einzige, die eine Knochenresorption der zahnlosen Stellen vermeidet.

Vorteile

Das Einsetzen einer Zahnbrücke hat sowohl ästhetische als auch gesundheitliche Vorteile. Sobald der Eingriff abgeschlossen ist, kann die Person wieder normal kauen und essen. Außerdem verbessert es Ihre Aussprache, da es keine Leerräume gibt, die unwillkürliche Laute, Pfeifen oder andere Geräusche verursachen können.

Rein aus ästhetischer Sicht stärkt es das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl, wenn man alle Zähne im Mund hat. Es verhindert Hänseleien und verbessert das äußere Erscheinungsbild, indem es die natürliche Gesichtsform erhält. Eine Zahnbrücke nimmt den Platz der fehlenden Zähne ein und verhindert, dass sich die noch verbleibenden Zähne bewegen und ihre Position verändern.

Da sie fest im Mund verankert ist, ist ihre Pflege einfach und ihre Reinigung entspricht der von natürlichen Zähnen. Die Person gewöhnt sich normalerweise schnell daran und empfindet sie als normalen Teil des Mundes.

Die Kosten für eine Zahnbrücke haben einen bemerkenswerten Vorteil. Die Zahnbrücke ist langlebig und dadurch im Vergleich zu Implantaten viel günstiger.

Zahnbrücke
Das Einsetzen einer Zahnbrücke hilft, die Funktionen fehlender Zähne zu ersetzen. Es verbessert außerdem die Ästhetik des Gesichts.

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Nachteile

Bevor du dich für eine Zahnbrücke als Lösung für fehlende Zähne entscheidest, ist es notwendig, auch die Nachteile daran zu kennen. Hier sind einige davon:

  • Abschleifen der Pfeilerzähne: Der Hauptnachteil dieser Art von Prothese ist die Notwendigkeit, gesunde Zähne abzuschleifen. Durch den Abschliff erhöht sich das Risiko, dass sie weitere Schäden erleiden. In manchen Fällen ist sogar eine Wurzelbehandlung notwendig. Außerdem müssen diese Teile immer mit einer Krone abgedeckt werden, da ihre Form verändert wird.
  • Ästhetik: Da sie aus Metall gefertigt wird, können die Pfeilerzähne oder das Zahnfleisch verfärbt oder verschmutzt werden.
  • Risiko von Undichtigkeiten: Durch den Platz zwischen Pfeilerzahn und Krone kann sich Karies unter der zementierten Krone bilden.
  • Risiko der Verschiebung: Pfeilerzähne können sich bewegen, insbesondere wenn sie während des Kauens eine hohe okklusale Belastung aushalten müssen. Es ist daher nicht ratsam, sie bei Patienten mit schädigenden Angewohnheiten wie Zähneknirschen, Nägelkauen oder dem Beißen von Gegenständen anzuwenden.
  • Knochenresorption: Der Knochen, in dem keine Zahnelemente und somit auch kein Reiz vorhanden ist, wird resorbiert.
  • Haltbarkeit: Sie können in der Regel für mehrere Jahre im Mund verbleiben, halten aber im Vergleich zu Implantaten nicht ganz so lange.
  • Risiko einer Zahnfleischentzündung: Im Zwischenraum zwischen Brücke und Zahnfleisch können sich Bakterien ansammeln, die eine Entzündung des Zahnfleischs verursachen.

Es ist wichtig, den Rat deines Zahnarztes einzuholen

Zahnbrücken sind eine gute Option, um fehlende Zähne im Mund zu ersetzen. Dennoch ist es wichtig, dass du deinen Zahnarzt konsultierst, bevor du dich für diese Methode entscheidest.

Dein Arzt wird dir helfen, all deine Zweifel bezüglich Materialien, verschiedener Arten, Design und Befestigung aus dem Weg zu räumen. Außerdem wird er/sie beurteilen, ob es zu Nachteilen kommen kann. Beachte dies!

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