Warum sind Zähne schmerzempfindlich?

Die Zähne sind sehr wichtige Strukturen zum Kauen und Sprechen. Wenn sie abgenutzt sind, können sie schmerzempfindlich sein, was als sehr unangenehm empfunden wird.
Warum sind Zähne schmerzempfindlich?

Letzte Aktualisierung: 02 November, 2020

Zähne sind sehr wichtig für das Sprechen, das Kauen von Nahrung und die Bildung des Nahrungsbolus. Sie sind auch auf ästhetischer Ebene wichtig. Allerdings sind Zähne auch schmerzempfindlich, und wenn sie schmerzen, sind alle diese Funktionen beeinträchtigt.

Wir alle haben irgendwann in unserem Leben schon einmal Zahnschmerzen gehabt. Dadurch wurden wir davor gewarnt, dass etwas Schädliches mit den Zähnen passiert ist. Deshalb werden wir in diesem Artikel die Gründe für die Schmerzempfindlichkeit der Zähne erläutern.

Die Schichten der Zähne und die Schmerzempfindlichkeit

Zähne bestehen aus drei grundlegenden Teilen:

  • Wurzel: Sie befindet sich innerhalb der Zahnhöhle und ist der nicht sichtbare Teil des Zahnes, da er im Alveolarknochen vergraben ist. Wenn ein Zahn gezogen wird, wäre die Wurzel der letzte Teil.
  • Krone: Sie ist der aus dem Alveolarknochen hervorstehende und sichtbare Teil.
  • Hals: Er ist die Verbindung zwischen Wurzel und Krone.

An der Basis der Wurzel befindet sich eine Öffnung, durch die die Gefäße und Nerven, die die Zähne versorgen, verlaufen. Sie bilden die sogenannte Pulpakammer. Diese Pulpakammer ist durch eine Dentinschicht geschützt.

Dentin besteht aus einer mineralischen Grundstruktur, dem Calciumhydroxylapatit. Diese Struktur schützt den Zahn davor, dass Schadstoffe in die Gefäße und Nerven eindringen.

Schmerzempfindliche Zähne
Zahnbezogene Schmerzen können von verschiedenen Teilen der Zähne ausgehen.

Das Dentin: die Schutzschicht

Die hochspezialisierten Odontoblasten, zylindrishce Zellen des Zahngewebes, produzieren das Dentin. Sie befinden sich in der Pulpenperipherie und sorgen für einen gesunden Dentinmantel. Die Fortsätze der Odontoblasten strahlen durch die Dentinkanälchen in das Dentin ein. So sind sie dazu in der Lage, bei Beschädigungen, zum Beispiel durch Karies, das Dentin zu reparieren.

Aber Dentin reicht nicht aus, um die Zähne zu schützen. Eine noch härtere Substanz ist erforderlich, um zu verhindern, dass der Zahn beim Kauen oder Sprechen bricht. Wir sprechen vom Zahnschmelz.

Der Zahnschmelz: die härteste Schicht

Der Zahnschmelz ist eine sehr harte Schicht, die vollständig aus Hydroxylapatit besteht. Auch Dentin besteht aus diesem Mineral, jedoch in geringerer Konzentration. Darüber hinaus weist es durch die Fortsätze der Odontoblasten erzeugte Hohlräume auf, die es weniger widerstandsfähig machen.

Der Zahnschmelz ist weiß, hart und hat eine Zusammensetzung von 96 % Hydroxylapatit. Die restlichen 4 % enthalten Proteine und Wasser. Er wird von Zellen, den sogenannten Ameloblasten, gebildet, die den Zahnschmelz produzieren, bevor der Zahn herauskommt.

Wenn die Zähne einmal an der Oberfläche sind, degenerieren die Ameloblasten und der Zahnschmelz regeneriert sich nie wieder. Wir haben unser ganzes Leben lang nur diesen Zahnschmelz, deshalb ist es wichtig, sich darum zu kümmern.

Das Zement: die Verankerungsschicht

Um die Zahnwurzel herum, oberhalb des Dentins, befindet sich das Zement oder Wurzelelement. Das Zement ist eine weniger harte Schicht als Zahnschmelz, die nur 65 % Hydroxylapatit enthält.

Es besteht aus zwei Schichten. Eine dieser Schichten enthält keine Zellen und wird gebildet, bevor der Zahn herauskommt. Andererseits bildet sich nach dem Durchbruch des Zahnes und aufgrund funktioneller Anforderungen ein Zement, das Zellen aufweist, die als Zementzellen bezeichnet werden und eine mineralische Matrix bilden.

Die Hauptfunktion des Zements ist die Verankerung der Fasern des Periosts, also der Schicht, die den Knochen um den Zahn herum bedeckt. Es ist sozusagen der Klebstoff, der den Zahn in der Zahnhöhle hält.

Zähne und Schmerzen
Das Gebiss erfüllt eine Vielzahl von Funktionen im Körper. Schmerz ist ein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt.

Warum sind Zähne schmerzempfindlich?

Nach diesen Informationen zur Anatomie der Zähne können wir diese Frage beantworten. Das Dentin weist Erweiterungen des Osteoblasten im Inneren auf. Das heißt, es besteht eine Kommunikation zwischen Dentin und der Pulpakammer, wo sich die Nervenenden befinden.

Der Zahnschmelz regeneriert sich nicht. Aus diesem Grund kann er das Dentin, das anfälliger für externe Faktoren ist, nicht mehr schützen, wenn er durch Karies abgenutzt oder zerstört wird. Die Dentinhöhlen bleiben dann offen und externe Reize können die Nervenenden erreichen und Schmerzen verursachen.

Um dies zu verhindern, musst du für eine gute Zahnhygiene sorgen, alle paar Monate zum Zahnarzt gehen und dich gesund ernähren. Auf diese Weise kannst du deinen Zahnschmelz und das darunterliegende Dentin schützen.

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