Welt-Hypertonie-Tag: "Den Blutdruck im Blick behalten!"

Jedes Jahr am 17. Mai wird der Welt-Hypertonie-Tag begangen. Es ist wichtig, dass sich die Bevölkerung der Risiken dieser stillen Krankheit bewusst wird. Hier erfährst du alles Wissenswerte darüber!
Welt-Hypertonie-Tag: "Den Blutdruck im Blick behalten!"

Letzte Aktualisierung: 25. Oktober 2021

Der Welt-Hypertonie-Tag wird jedes Jahr am 17. Mai begangen. Ziel dieses Tages ist es, den Ausbruch der Krankheit zu verhindern, indem gute Lebensgewohnheiten gefördert werden.

Eine frühzeitige Diagnose von Hypertonie ist ebenfalls sehr wichtig, weshalb der Tag unter dem Motto “Den Blutdruck im Blick behalten!” zum regelmäßigen Blutdruckmessen auffordert. Seit mindestens fünf Jahren hat der Welt-Hypertonie-Tag diesen Leitspruch.

Hypertonie ist ein kardiovaskulärer Risikofaktor, weil sie zu anderen Erkrankungen führt, welche letztlich zu Folgeerkrankungen oder zum Tod führen. Dazu gehören der akute Herzinfarkt und der Schlaganfall.

Wie wir sehen werden, ist arterieller Bluthochdruck eine sehr häufige Erkrankung. Daher ist der Welt-Hypertonie-Tag eine wichtige Gelegenheit, um hohe Blutdruckwerte rechtzeitig zu erkennen und zu bekämpfen. Die Wahrheit ist, dass viele Leben gerettet werden können, wenn man in diesem Bereich umsichtig und vorausschauend handelt.

Bluthochdruck in der Welt

Schätzungen zufolge sterben jedes Jahr etwa 17 Millionen Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das sind fast 30 % aller Todesfälle weltweit.

Wenn wir die Todesfälle aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach Risikofaktoren aufschlüsseln, sehen wir, dass mehr als 9 Millionen dieser Todesfälle mit arteriellem Bluthochdruck zusammenhängen. Mit anderen Worten: Mehr als 50 % der kardiovaskulären Todesfälle treten bei Bluthochdruckpatienten auf.

Von den Erwachsenen über 25 Jahren sind 40 % hypertensiv. Und je höher das Alter der Patienten ist, desto mehr Fälle werden registriert. Die am stärksten betroffene Region der Welt ist Afrika.

Der Welt-Hypertonie-Tag dient dazu, diejenigen zu sensibilisieren, die sich für gesund halten und sich ihrer hohen Blutdruckwerte gar nicht bewusst sind. Ein Drittel aller Menschen mit Bluthochdruck ist sich dessen nicht bewusst. Diejenigen, die wissen, dass sie an Bluthochdruck leiden, schaffen es in bis zu 50 % der Fälle nicht, ihren Blutdruck angemessen zu kontrollieren.

Welt-Hypertonie-Tag: Ärztin misst bei einem Patienten den Blutdruck
Bluthochdruck ist eine der am weitesten verbreiteten Krankheiten der Welt.

Der Welt-Hypertonie-Tag informiert über diese stille Krankheit

Arterielle Hypertonie wirkt und schadet dem Körper im Stillen. Deshalb gibt es, wie bereits erwähnt, viele Menschen, die sich ihres Bluthochdrucks nicht bewusst sind und ihre ungesunden Gewohnheiten weiterführen.

Eines der Probleme ist, dass die Krankheit keine Symptome hervorruft. Es gibt zwar Menschen, die berichten, dass sie aufgrund von arteriellem Bluthochdruck unter Kopfschmerzen leiden, aber die Wahrheit ist, dass das Symptom auf andere Ursachen reagiert, aber nicht direkt auf Bluthochdruck.

In jedem Fall ist es gute medizinische Praxis, den Blutdruck zu messen, wenn ein Patient zum Beispiel wegen Kopfschmerzen zum Arzt geht. Denn die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Person sich ihres Bluthochdrucks nicht bewusst ist.

Der Welt-Hypertonie-Tag setzt sich dafür ein, dass die Zahlen bekannt werden, damit Bluthochdruck nicht unbemerkt bleibt. Die Folgen sind schwerwiegend, und der stille Status macht ihn noch gefährlicher.

Die Folgen von Bluthochdruck

Welt-Hypertonie-Tag: Blutdruckmessgeräte
Das Herz ist eines der Organe, die von Bluthochdruck am meisten betroffen sind.

Arterielle Hypertonie hat Zielorgane, in denen sie den größten Schaden anrichtet. Es sind diese Gewebe, die letztendlich die Symptome und katastrophalen gesundheitlichen Folgen auslösen. Die Organe, die von Bluthochdruck am meisten betroffen sind, sind die:

  • Herz: In erster Linie werden die Herzkranzgefäße durch den hohen Blutdruck geschädigt, was zu einem akuten Herzinfarkt oder Angina pectoris führen kann.
  • Gehirn: Bei Bluthochdruckpatienten treten häufig Schlaganfälle auf. Eine Arterie kann allmählich verstopft werden oder aufgrund eines Bluthochdrucks reißen. Die Folgen dieses Ereignisses können für die Lebensqualität eines Menschen katastrophal sein.
  • Periphere Arterien: Auch die Durchblutung der Gliedmaßen leidet unter dem hohen Blutdruck. Die Innenauskleidung der Arterien wird beschädigt und verstopft durch Fett und Blutplättchen. Auf lange Sicht leiden vor allem die Beine unter Sauerstoffmangel.
  • Nieren: Der zugrunde liegende Mechanismus, der das Nierenversagen bei Bluthochdruckpatienten erklärt, ist die langsame Zerstörung der Arterien, die für den Austausch der Nieren verantwortlich sind. Es handelt sich also um ein Gefäßproblem.
  • Auge: Die Netzhaut schließlich ist das am stärksten von arteriellem Bluthochdruck betroffene Organ im Augapfel. Die Retinopathie ist besonders gefährlich, wenn der Patient auch Diabetiker ist.

Welt-Hypertonie-Tag: Warum es so wichtig es ist, die eigenen Werte zu kennen

Die Kampagne zum Welt-Hypertonie-Tag soll die Menschen dazu ermutigen, regelmäßig ihren eigenen Blutdruck zu messen, da die Prävention auf diesem Wissen beruht. Mit anderen Worten: Wenn Menschen mit Bluthochdruck wissen, dass sie unter Bluthochdruck leiden, haben sie mehr Möglichkeiten, ihren Lebensstil zu ändern.

Aber auch wenn du nicht an der Krankheit leidest, kannst du dein Herz schützen, indem du dich ausgewogen ernährst, Sport treibst, Salz reduzierst und Stress vermeidest.

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