Ich hasse Weihnachten: Was tun?

1 Dezember, 2019
Weihnachten muss nicht unbedingt Konsumismus bedeuten. Wenn du diese Zeit hasst, da sie für dich nur Stress und Hektik verursacht, kannst du trotzdem die Gesellschaft von geliebten Menschen und Freunden genießen, ohne groß zu feiern. 

Alle Schaufenster sind weihnachtlich geschmückt, überall Werbung für Weihnachtsgeschenke, Weihnachtsfeiern und andere Verpflichtungen, die auf dich warten, doch du möchtest in Wahrheit einfach nur zu Hause eine ruhige Zeit genießen? Du hasst Weihnachten und hast keine Lust auf große Feierlichkeiten? Keine Sorge, denn du bist nicht alleine. Es geht vielen so wie dir.

Weihnachten, Gewohnheiten und Rituale, die sich jeden Dezember wiederholen

Weihnachtslieder, Christbaumschmuck, Weihnachtskekse und Krippen… viele warten sehnlichst auf diese Zeit des Glückes und des Zusammenseins der ganzen Familie, die Zeit der guten Wünsche und Vorsätze. Doch für viele bedeutet diese Zeit auch Stress oder ist mit negativen Gefühlen verbunden, was häufig zu Problemen oder auch zu Streit führt. 

Glück, weihnachtliche Veranstaltungen und Vorbereitungen werden im Advent zum Zwang. Wer nicht teilhaben will, gilt als Spielverderber, Langweiler oder Pessimist. Wenn jemand offen zugibt, dass ihm die Weihnachtszeit nicht gefällt, wird dieser Standpunkt von vielen nicht akzeptiert. 

Viele verstehen diese Haltung nicht und denken, dass es seltsam ist, dass Probleme aus der Kindheit oder andere ungute Umstände vorhanden sind. Doch dies hat damit nichts zu tun. Nicht jeder identifiziert sich mit der weihnachtlichen Tradition, dem modernen Konsumverhalten oder dem Kaufzwang am Black Friday. 

Geld auszugeben, um Menschen, die man nur einmal im Jahr sieht zu beschenken, oder sich gezwungen zu fühlen, sich kommerziellen Zwängen zu unterwerfen, ist absurd. Auch ein Abendessen mit Familienmitgliedern, die man in Wahrheit nicht leiden kann, macht keinen Sinn. Wenn Weihnachten nur noch Hypokrisie oder Heuchelei bedeuet, verliert es seinen ursprünglichen Sinn zur Gänze.

Stress zu Weihnachten

Weichnachten: Besinnnlichkeit oder Konsumismus?

Festessen, Geschenke, Spannung in der Familie, Stress im Einkaufszentrum, Black Friday und Cyber Monday… vor Weihnachten prägen Stress, Hektik und Konsumismus den Alltag. Doch warum hat sich die besinnliche Adventszeit so entwickelt, dass wir uns gezwungen fühlen, uns geschickten Marketingaktionen unterzuordnen? Weihnachten ist für die meisten kein religöses Fest mehr, sondern bedeutet zwanghaften Konsum, Glück in sozialen Netzen und Feiern und Feste im Übermaß.

Dazu kommt zusätzlicher Druck dadurch, dass uns Familie und Werbung aufzwingen, glücklich zu sein. In jedem Werbespot sind alle glücklich, freudige Familientreffen mit Umarmungen und ein friedliches Abendessen, danach teure Geschenke… Doch Friede, Freude, Eierkuchen entspricht nicht unbedingt der Realität.

Wenn du Weihnachten hasst, wenn du dich in dieser Zeit nicht wohl fühlst oder du dem Konsumismus entkommen möchtest, stößt du häufig auf Unverständnis. Doch du solltest dich deshalb nicht schlecht fühlen. Wenn du von anderen nicht be- oder verurteilt werden willst, solltest du selbst das auch nicht tun. Vergiss nicht, dass viele einfach nur der Tradition folgen, auch wenn sie selbst nicht unbedingt begeistert davon sind.

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Tipps, um Weihnachten zu überleben

Du solltest dich nicht unwohl fühlen, wenn du keine Lust hast, Weihnachten im traditionellen Stil zu feiern. Das ist vergleichbar mit Menschen, die den Sommer nicht lieben oder kein Fleisch essen. Jeder hat seine eigenen Vorlieben, seine eigenen Wünsche und Traditionen. Du solltest deshalb nicht zulassen, dass du jedes Jahr leidest oder dich gestresst fühlst, weil du diese Jahreszeit nicht magst.

1. Weihnachten ist wie jede andere Jahreszeit

Weihnachten ist wie jede andere Jahreszeit

Manche Menschen bleiben zu Weihnachten einfach wie an jedem anderen Tag zu Hause und essen wie gewohnt, lesen ein Buch oder genießen einen Film. Das ist eine einfache Lösung, wenn du alleine lebst oder akzeptierst, dass deine Familie an einem anderen Ort feiert.

Wenn du nicht der einzige der Familie oder deiner Freunde bist, der Weihnachten nicht feiern möchte, kannst du diese Situation nutzen, um ein gemütliches Essen mit diesen Menschen zu genießen, ohne Kerzen und ohne Weihnachtsschmuck und natürlich auch ohne Weihnachtsbraten.

2. Nimm dir Urlaub!

Am allerbesten kannst du der Weihnachtszeit entkommen, wenn du genau zu diesem Zeitpunkt Urlaub nimmst und einen anderen Ort besuchst. Du wirst dich vielleicht in einem Land, in dem Weihnachten nicht traditionell gefeiert wird (zum Beispiel in Marokko, der Türkei, Vietnam, Thailand oder Dubai) wohler fühlen. Wenn du dich weit weg befindest, kannst du allen Zwängen entkommen und die Zeit genießen.

3. Organisiere keine Feste

Weihnachten

Wenn du Weihnachten nicht magst, nimm an der Organisation des Abendessens und der Geschenke einfach nicht teil. Das kannst du anderen Familienmitgliedern überlassen, die daran Freude haben. Du musst dich dann nur dazusetzen und kannst das Essen genießen. Vergiss nicht, dass es für deine Familie sehr wichtig sein kann, dass du auch dabei bist.

Doch es ist nicht notwendig, dass du lange Vorbereitungen für ein üppiges Mahl triffst oder tagelang das Haus aufräumst. Du musst auch nicht unbedingt an den Weihnachtseinkäufen teilnehmen oder dir organisatorische Probleme anhören. Überlasse diese Aufgaben anderen Familienangehörigen und setze dann dein bestes Lächeln auf, wenn das Fest beginnt. 

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4. Positive Menschen in deiner Umgebung

Essen mit Freunden

Auch wenn du auf Weihnachten keinen Wert legst und sich jedes Jahr dieselben Begebenheiten wiederholen, du dieselben Leute triffst und dasselbe isst und besprichst, kannst du vielleicht ein etwas anderes Treffen mit Freunden organisieren. Jeder Ort ist dafür geeignet, denn ohne den Druck der Familie oder den Zwang der Tradition wirst du dich überall wohl fühlen.

5. Versuche, den Sinn der Weihnachtszseit zu verstehen

Weihnachten ist ursprünglich ein religiöses Fest, weit entfernt von Konsum und Kaufzwang. Es geht dabei auch nicht darum, Glück vorzuspielen. Doch du kannst diese Zeit vielleicht nutzen, um Patienten in einem Krankenhaus zu helfen, in einer Kirche Innenschau zu halten oder Bedürftige zu unterstützen.

Vielleicht gefällt dir Weihnachten deshalb nicht, weil es inzwischen zu einer „leeren“ Tradition geworden ist. Doch du kannst dieser Zeit wieder neuen Sinn geben, um dich selbst besser zu fühlen und gleichzeitig die Welt besser zu machen!