Scheidenentzündung – Natürliche Heilmittel

24 Juli, 2014
Auch wenn lokale Behandlungen sehr hilfreich sind, sollte nicht auf die Ernährung vergessen werden, die eine große Rolle zur Vorsorge oder Behandlung von Infektionen spielt.

Spezialisten bestätigen, dass alle Frauen im Laufe ihres Lebens einmal oder öfters an Scheidenentzündungen leiden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Vorsorge zu leisten, doch trotzdem kann eine Entzündung vorkommen.

Frauen gehen veschiedensten täglichen Verpflichtungen nach, sowohl im Berufsleben als auch zu Hause. Aufgrund von Zeitmangel vergessen wir oft auf präventive Maßnahmen oder die richtige Pflege, sei es bei der Intimhygiene oder bei der Ernährung, die für die Vorsorge gegen verschiedene Erkrankungen auch sehr wichtig ist.

Die Abwehrkräfte eines gestressten und erschöpften Körpers sind logischerweise nicht so gut, folglich ist es für krankheitsverursachende Mikroorganismen einfacher einzudringen oder sich zu vermehren.

Die häufigsten Art von Scheidenentzündungen

Am häufigsten kommt Vulvovaginitis vor. Verursacher können z.B. Pilze wie Candidiasis, Gardnerella-Bakterien bei bakterieller Vaginose oder Trichomoniasis durch sexuelle Übertragung sein.

Warum entstehen Entzündungen?

Im Genitalbereich befinden sich normalerweise verschiedene Mikroorganismen, die unserer Gesundheit nicht schaden, doch manchmal wird das normale Gleichgewicht zerstört und folglich können Entzündungen entstehen. Diese können auch aufgrund sexueller Übertragung (wie bei Trichomoniasis) auftreten.

Wie kann es zu einem Ungleichgewicht der Mikroorganismen kommen?

Hormonschwankungen, z.B. während der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren, Diabetes oder etwa die Einnahme von Antibiotika über einen längeren Zeitraum können diese verursachen.

Mögliche Symptome:

  1. Juckreiz
  2. Vermehrter Ausfluss mit unangenehmem Geruch
  3. Rote Vulva
  4. Entzündung der Schamlippen
  5. Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen
  6. Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

Scheidenentzündungen sollten korrekt behandelt werden. Viele Frauen gehen nicht zum Arzt, da sie sich schämen oder fürchten. Eine einfache Beschwerde kann so jedoch zu einem größeren Problem werden.

Es ist immer ratsam, Ihren Vertrauensarzt zu konsultieren, bevor Sie mit einer natürlichen Behandlung beginnen, um kein Risiko einzugehen.

Natürliche Heilmittel

Pflanzen mit antibiotischer und entzündungshemmender Wirkung, die helfen das Immunsystem des Organismus zu stärken:

  • Boldo (Peumus boldus) ist bei Infektionen, die durch Pilzerkrankungen verursacht werden, sehr wirksam. Wir empfehlen Ihnen Boldo-Bäder.
  • Ringelblume: Diese Pflanze hilft bei der Vorsorge gegen Scheidenentzündungen, da sie wie ein Antibiotikum und gegen Pilzerkrankungen wirkt. Geben Sie ein wenig getrocknete Ringelblumen in kochendes Wasser, lassen Sie die Heilpflanze ziehen und wenden Sie diesen Tee nach dem Abkühlen auf der betroffenen Stelle äußerlich an.
  • Kamille: Nehmen Sie Sitzbäder mit Kamille.

Andere natürliche Heilmittel

  • Knoblauch wirkt antibakteriell und auch gegen Pilzerkrankungen und ist deshalb sehr empfehlenswert. Zerdrücken sie einen Knoblauch bis eine Paste entsteht, die auf die Haut aufgetragen werden kann.
  • Teebaumöl: Geben Sie ein paar Tropfen Teebaumöl ins Badewasser, es wirkt antibakteriell.
  • Apfelessig hilft bei der Wiederherstullung des pH-Wertes. Geben Sie 3 Löffel Apfelessig in ein Glas Wasser und trinken Sie diese Mischung dreimal täglich.

Der Konsum von Naturjoghurt ist zur Vorsorge gegen Scheidenentzündungen auch sehr hiflreich, wenn Sie bereits daran leiden, können Sie etwas Joghurt auf die betroffene Stelle auftragen.

Ernährung

Die Ernährung spielt bei Entzündungen auch eine große Rolle. Wir empfehlen verschiedene Nahrungsmittel mit entzündungshemmenden Eigenschaften.

Diese tragen auch zur Stärkung des Immunsystems bei, das sich folglich besser gegen schlechte Mikroorganismen wehren kann.

Empfohlen werden Lebensmittel mit

  • Eisen: Venusmuscheln, Eingeweide, Hülsenfrüchte und grünes Gemüse.
  • Zink: Lammfleisch, Austern, Erdnüsse, Kürbis und Weizenkeime.
  • Vitamin B: Leber, Eier, Fisch.

Welche Lebensmittel sollten wir vermeiden?

Alkohol, Tabak, Drogen, Brot, Nahrungsmittel mit Konservierungs- oder Farbstoffen, Hefe und Zucker.

Allgemeine Empfehlungen:

  • Achten Sie auf Ihre Intimhygiene und verwenden Sie wenn möglich pH-neutrale Seife, die den Säureschutzmantel der Haut nicht angreift.
  • Tragen Sie keine zu engen Hosen oder synthetische Unterwäsche. Vergessen Sie nicht, dass der Intimbereich eine ausreichende Lüftung braucht. Bei steigender Feuchtigkeit vermehren sich die Mikroorganismen besser.
  • Sollten Sie täglich Slipeinlagen benutzen, wechseln Sie diese mindestens viermal am Tag. Dasselbe gilt bei Tampons während der Menstruation.
  • Waschen Sie Ihre Unterwäsche mit neutraler Seife.
  • Reinigen Sie sich nach dem Stuhlgang von vorne nach hinten, um zu verhindern dass Bakterien von der Gegend des Afters in die Scheide oder die Harnblase aufsteigen und Entzündungen verursachen.
  • Gönnen Sie sich mehr Ruhe. Stress ist schlecht für unsere Abwehrkräfte und folglich sind wir empfindlicher und erkranken schneller.
  • Benutzen Sie immer Unterwäsche aus Baumwolle, da diese die natürliche Körperfeuchtigkeit besser absorbiert.
  • Auch wenn es erstaunlich klingt, Sie sollten den Intimbereich nicht zu häufig reinigen, auch wenn Sie eine geeignete Seife verwenden. Es wird einmal täglich mit Seife empfoheln, bei häufigeren Waschungen sollten Sie Wasser verwenden.
  • Die Scheide reinigt sich selbst, es muss nur der äußere Bereich gewaschen werden.
  • Der Gebrauch von Kondomen schützt vor Entzündungen, die durch sexuelle Übertragung verursacht werden können.
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