Oxymetazolin für die Augen: Wann wird es angewandt?

16 November, 2019
Oxymetazolin ist ein Medikament, das zur Linderung von geröteten Augen zum Einsatz kommt. Diese können beispielsweise durch leichte Reizungen wie Allergien oder Augenermüdung hervorgerufen werden. Jedoch hat der Arzneistoff auch Nebeneffekte, die es zu beachten gilt.

Oxymetazolin ist ein Medikament, das zur Linderung von geröteten Augen zum Einsatz kommt. Diese können beispielsweise durch leichte Reizungen wie Allergien oder Augenermüdung hervorgerufen werden. Jedoch hat der Arzneistoff auch Nebeneffekte, die es zu beachten gilt.

Erwachsene und Kinder über sechs Jahren wenden üblicherweise alle acht Stunden ein bis zwei Tropfen auf dem betroffenen Bindehautsack an. Zur korrekten Verabreichung sollten die Augenlider getrennt und ein Tropfen auf das untere Lid geträufelt werden, während der Blick nach oben gerichtet ist.

Dabei ist es ratsam, mit der Tube oder dem Fläschchen weder das Auge noch die Finger zu berühren. Außerdem sollte für einige Sekunden nicht geblinzelt werden.

Sollten die Symptome nach drei Tagen der Anwendung von Oxymetazolin weiterbestehen, ist es sinnvoll, diese zu unterbrechen und stattdessen einen Arzt aufzusuchen.

Wann ist von Oxymetazolin für die Augen abzuraten?

kein Oxymetazolin bei Glaukom

 

Oxymetazolin ist in Fällen einer Überempfindlichkeit gegenüber des Wirkstoffs, eines seiner weiteren Bestandteile oder anderer Sympathomimetika kontraindiziert.

Auch für Personen mit einem Engwinkelglaukom oder die für ein solches besonders anfällig sind ist das Medikament ungeeignet. Ebenfalls sollten Patienten und Patientinnen einer unkontrollierten Hypertonie sowie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Hyperglykämie und Hypothyreose von diesem absehen.

Was ist bei der Anwendung von Oxymetazolin zu beachten?

Wird der Arzneistoff regelmäßig oder für einen längeren Zeitraum verabreicht, kann es zu dessen stärkerer Aufnahme kommen mit möglichen Nebeneffekten. Daher ist vor allem in den folgenden Situationen Vorsicht geboten:

Der Missbrauchs von Oxymetazolin kann zu einer Medikamentenabhängigkeit führen. Wer außerdem Kontaktlinsen trägt, sollte diese vor Verabreichung des Wirkstoffs für 15 bis 20 Minuten herausnehmen.

Für Schwangere und Frauen während der Stillperiode ist zu erwähnen, dass sich das Oxymetazolin negativ auf den Fötus auswirken kann. Oftmals wird auch ignoriert, dass es mit der Muttermilch ausgeschieden wird, weshalb eine mögliche systemische Aufnahme zu berücksichtigen ist.

Zuletzt ist darauf zu achten, ein aufgebrochenes Fläschchen nicht länger als 28 Tage zu verwenden. Außerdem ist dieses vor Licht und Temperaturen über 28 Grad zu schützen.

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Oxymetazolin: Nebenwirkungen

Oxymetazolin verwenden

Bei der Verabreichung von Oxymetazolin wurden gelegentliche Nebenwirkungen wie Augenreizungen und -schmerzen festgestellt. Zu hohe oder langanhaltende Dosierungen können eine systemische Aufnahme zur Folge haben.

Weiterhin sind eine übermäßige Stimulierung des zentralen Nervensystems (ZNS), eine Depression, ein kardiovaskulärer Schock oder ein Koma möglich.

Denkbar ist auch die Hemmung der Funktionen des ZNS, die sich anhand von Schläfrigkeit, einer Abnahme der Körpertemperatur, eines niedrigen Blutdrucks, eines Atemstillstands oder von Bewusstlosigkeit zeigt.

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Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Oxymetazolin kann unter folgenden Umständen mit anderen Medikamenten in Wechselwirkung treten:

  • gegenwärtige oder in den letzten zwei Wochen erfolgte Einnahme trizyiklischer Antidepressiva, Monoaminooxidase-Hemmer oder Methyldopa
  • Behandlung mit Phenotiazin oder Medikamenten gegen Asthma wie adrenerge Bronchodilatatoren
  • bei gleichzeitiger Anwendung anderer Augentropfen (in diesem Fall sollten daher mindestens fünf Minuten zwischen der Verabreichung beider liegen)

Schlussfolgerung

Wie eingangs bereits erwähnt, kommt Oxymetazolin bei geröteten Augen zum Einsatz. In der Regel sollte es jedoch nicht länger als zwei bis drei Tage angewandt werden. Tritt bis dahin aber keine Besserung ein, ist ein Arzt aufzusuchen.

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