Mikrodermabrasion zur Entfernung von Dehnungsstreifen: Alles Wissenswerte

Die Mikrodermabrasion hilft nicht nur bei der Beseitigung von Akneflecken, Narben und Hyperpigmentierung, sondern kommt auch bei der Beseitigung von Dehnungsstreifen zum Einsatz. Lies weiter und erfahre mehr über dieses Verfahren!
Mikrodermabrasion zur Entfernung von Dehnungsstreifen: Alles Wissenswerte

Geschrieben von Rafael Victorino Muñoz

Letzte Aktualisierung: 04. August 2022

Neben anderen Anwendungen ist die Mikrodermabrasion eine beliebte Form der Behandlung zur Entfernung von Dehnungsstreifen. Dieses Verfahren fördert die Zellregeneration und steigert die Kollagenproduktion und Elastizität der Haut.

Dazu werden kleine Spitzen, die aus Diamant- oder Aluminiumkristallen bestehen können, über dem zu behandelnden Hautbereich eingesetzt. Im Allgemeinen gilt die Mikrodermabrasion als wirksame, minimalinvasive Methode zur Verbesserung des Hautbildes.

Was sind Dehnungsstreifen und wie kann man sie behandeln?

Dehnungsstreifen sind Läsionen, die durch eine Dehnung oder einen Riss des Bindegewebes entstehen. Dies ist auf den Verlust der Fasern zurückzuführen, die für die Straffheit der Haut verantwortlich sind: Kollagen und Elastin.

Es gibt verschiedene Arten von Dehnungsstreifen, darunter folgende:

  • Dehnungsstreifen in der Pubertät
  • Schwangerschaftsdehnungsstreifen
  • Atrophische Dehnungsstreifen
  • Dehnungsstreifen aufgrund von Gewichtsveränderungen

Außerdem können diese Dehnungsstreifen an verschiedenen Stellen auftreten, insbesondere am Bauch, am Gesäß und an den Oberschenkeln.

Oftmals zeigen sie sich als sehr feine Linien oder Falten, die einen anderen Farbton als die umgebende Haut haben. Obwohl sie gut sichtbar sind, befinden sie sich eigentlich nicht in der Epidermis, sondern in der Dermis.

Daher besteht eine Behandlungsmöglichkeit in der Anwendung von topischen Cremes. Darüber hinaus gibt es verschiedene hilfreiche Verfahren, darunter chemische Peelings, Radiofrequenzbehandlungen, Dermabrasion und Mikrodermabrasion.

Die Einsatzbereiche der Mikrodermabrasion

Die Mikrodermabrasion ist eine Technik, die bei Peelings eingesetzt wird. Daher dient sie ähnlich wie ein Peeling dazu, die obersten Hautschichten zu entfernen.

Bei der Mikrodermabrasion kommen kleine Kristalle zum Einsatz, die auf die Haut gesprüht werden. In gewisser Weise ist es so, als würde man die Haut abschleifen, um sie zu erneuern, Narben zu entfernen und Falten zu reduzieren.

Außerdem dient dieses Verfahren nicht nur zur Behandlung von Dehnungsstreifen, sondern auch von anderen Hautproblemen, wie etwa:

Mikrodermabrasion - junger Mann mit Akne
Mikrodermabrasion ist eine der Behandlungsoptionen bei Akne.

Die Anwendung der Mikrodermabrasion zur Entfernung von Dehnungsstreifen

Der Ablauf der Mikrodermabrasion hängt von der Art und Schwere der zu behandelnden Dehnungsstreifen ab, da in einigen Fällen mehr Spray oder mehr Saugkraft erforderlich ist.

Vor der eigentlichen Behandlung erfolgt eine gründliche Reinigung des betreffenden Körperbereichs. Obwohl dies nicht unbedingt erforderlich ist, kann der Patient/die Patientin zuvor ein entspannendes Medikament einnehmen. Darüber hinaus kann die zu behandelnde Stelle betäubt werden.

Bei der Mikrodermabrasion werden kleine Kristalle auf die Haut gesprüht. Dabei kann es sich um Aluminiumoxid, Zinkoxid oder Natron handeln. Dann kommt ein Instrument (z. B. eine kleine Rundkopfbürste) zum Einsatz, das sich mit hoher Geschwindigkeit dreht.

In einigen Schönheitssalons ist das verwendete Instrument diamantbestückt. In beiden Fällen hat das Gerät eine abrasive Wirkung, wenn es sich dreht, und entfernt die äußeren Hautschichten. Gleichzeitig werden abgestorbene Hautzellen abgesaugt.

Die Tiefe der Abrasion variiert je nach dem auf das Gerät ausgeübten Druck und der Dauer des Kontakts mit der Haut. Am Ende der Sitzung werden eine Feuchtigkeitscreme und ein Sonnenschutzmittel aufgetragen.

Die Behandlung dauert weniger als eine Stunde. Allerdings können je nach den individuellen Bedürfnissen des jeweiligen Patienten auch mehrere Sitzungen und in einigen Fällen regelmäßige Auffrischungsbehandlungen erforderlich sein.

Ein weiterer Artikel zum gleichen Thema: 6 ausgezeichnete Hausmittel gegen Dehnungsstreifen

Die Vorteile der Mikrodermabrasion bei der Entfernung von Dehnungsstreifen

In der Regel lassen sich nach der vierten Sitzung Ergebnisse feststellen. Natürlich hängt dies, ebenso wie die Anzahl der erforderlichen Sitzungen, vom Zustand der Haut und den individuellen Erwartungen ab.

Die Vorteile der Mikrodermabrasion bei der Entfernung von Dehnungsstreifen sind vielfältig:

  • Die Durchblutung wird angeregt und die Sauerstoffversorgung der Haut verbessert sich.
  • Infolgedessen erhöht sich die Kollagenproduktion.
  • Es lassen sich verschiedene Bereiche behandeln, z. B. die Oberschenkel, das Gesäß und der Bauch.
  • Außerdem handelt es sich um eine minimalinvasive und schmerzlose Behandlung. Der Patient/die Patientin kann seine/ihre normalen Aktivitäten sofort wieder aufnehmen.
  • Die verwendeten Materialien und Hilfsmittel lösen keine allergischen Reaktionen aus.

Nebenwirkungen

Trotz aller Vorteile können bei der Mikrodermabrasion auch Nebenwirkungen auftreten. Dazu gehören die folgenden:

  • Veränderungen der Hautfarbe oder des Hauttons
  • Eine ungleichmäßige Pigmentierung
  • Entzündungen im behandelten Bereich
  • Narbenbildung und Verhärtung
  • Mögliche Wunden und Infektionen
  • Risiko von Partikeln (Kristallen) in den Schleimhäuten (Augen)

Nachsorge bei der Entfernung von Dehnungsstreifen

Um Risiken und Nebenwirkungen zu verringern, sollten nach einer Mikrodermabrasion bestimmte Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Denn die neue Haut ist einige Tage nach der Behandlung recht empfindlich.

Daher solltest du direkte Sonnenexposition vermeiden. Wenn du nach draußen gehst, vor allem in den Stunden, in denen die Sonne am stärksten scheint, musst du eine Sonnencreme mit einem Schutzfaktor von 30 oder mehr verwenden. Außerdem empfiehlt es sich, Kleidung zu tragen, die deine Haut vollständig bedeckt, aber nicht zu eng anliegt.

Bei Bedarf kannst du Feuchtigkeitscremes mit Retinoiden oder Steroiden auftragen, um den Heilungsprozess zu unterstützen oder das Erscheinungsbild der Narben zu mildern.

Eine Zeit lang solltest du kein Make-up oder Kosmetikprodukte verwenden, die Reizungen verursachen. Außerdem darfst du keinen Alkohol konsumieren, nicht rauchen und kein Ibuprofen oder Aspirin einnehmen.

Mikrodermabrasion im Gesicht
Die Mikrodermabrasion dient nicht nur zur Behandlung von Dehnungsstreifen, sondern auch zur Reduzierung von Falten.

In welchen Fällen empfiehlt sich diese Methode?

Studien zufolge ist die Mikrodermabrasion ein Verfahren, dass sich zur Behandlung verschiedener dermatologischer Probleme eignet. So wird sie eingesetzt, um das Erscheinungsbild von Narben, Dehnungsstreifen und Akneflecken sowie Hyperpigmentierung zu verbessern.

Allerdings ist dieses Verfahren nicht wirksam bei angeborenen Hautdefekten oder zur Entfernung von Muttermalen, Leberflecken oder Brandnarben. Außerdem empfiehlt sich Mikrodermabrasion nicht für Menschen mit sehr empfindlicher Haut oder fortgeschrittener Akne. Auch Menschen mit dunkler Haut sollten sich dieser Behandlung nicht unterziehen, da es zu Verfärbungen kommen kann.

Natürlich solltest du alle Details vorab mit deinem behandelnden Arzt oder deiner behandelnden Ärztin besprechen. Dabei geht es nicht nur um die möglichen Vorteile, sondern auch um eine Abwägung der damit verbundenen Risiken.

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