Lungenknoten: Was sollte man darüber wissen?

24 Januar, 2020
Die häufigste Ursache für einen Knoten in der Lunge ist eine Lungeninfektion. Doch es ist wichtig, sich gründlich untersuchen zu lassen, um eine Krebserkrankung auszuschließen.

Der erste Gedanke bei dem Wort Lungenknoten ist Krebs. Es könnte zwar ein Zusammenhang bestehen, doch in den meisten Fällen handelt es sich um einen gutartigen Prozess.

Ein Lungenknoten kann zwischen fünf und dreißig Millimeter messen. Es handelt sich um ein sehr häufiges Leiden, das schätzungsweise rund 0,2 Prozent der Bevölkerung betrifft. Doch fast 60 Prozent der Knoten in den Lungen sind gutartig.

Die Ursachen dafür sind vielfältig: Es könnte sich um eine Infektion oder auch um einen Tumor handeln. In den meisten Fällen wird man zufällig im Rahmen einer Untersuchung mit einer Computertomographie oder einer Radiographie darauf aufmerksam.

Es ist von größter Bedeutung, den Knoten möglichst frühzeitig zu erkennen und zu diagnostizieren, um Komplikationen zu vermeiden und ernste Situationen auszuschließen. Deshalb erklären wir dir in unserem heutigen Artikel, alles was du über Knoten in den Lungen wissen solltest. Du erfährst auch mehr über Symptome, die darauf hinweisen können.

Mögliche Ursachen für Lungenknoten

Wie bereits erwähnt, können die Ursachen für einen Knoten in der Lunge vielseitig sein. Meist ist eine Infektion dafür verantwortlich, die durch Bakterien, Pilze oder Parasiten entstehen kann.

Bei den infektiösen Ursachen ist zu erwähnen, dass es im Rahmen einer Tuberkulose häufig zu Knoten in der Lunge kommt. Noch immer ist diese Krankheit in verschiedenen Ländern sehr häufig.

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Neoplastische Ursachen

Zuerst muss durch eine ärztliche Untersuchung ausgeschlossen werden, dass der Knoten in der Lunge durch eine Krebserkrankung verursacht wird. Lungenkrebs ist eine häufige Erkrankung, die unter anderem durch Tabakkonsum ausgelöst wird.

In diesen Fällen sind die Knoten in der Regel unregelmäßig auf dem Röntgenbild zu erkennen. Die Ränder sind nicht klar definiert. Außerdem sind sie meist kleiner als dies bei gutartigen Knoten der Fall ist. Oft liegen folgende Risikofaktoren vor:

  • Raucher
  • Person mit einem Lebensalter über 35 Jahren
  • Vorherige Krebserkrankung
  • Der Knoten in der Lunge hat sich in den letzten Monaten schnell vergrößert

Wichtig zu wissen ist in diesem Fall, dass nicht alle neoplastischen Lungenknoten bösartig sind. Manche Tumore sind gutartig, allerdings ist dies weitaus seltener der Fall.

Lungenknoten im Röntgenbild beobachten
Häufig entdeckt der Arzt Knoten in der Lunge zufällig auf dem Röntgenbild im Rahmen einer anderen Untersuchung.

Andere Ursachen für Lungenknoten

Auch andere Krankheiten können Veränderungen in den Lungen verursachen. So gibt es zum Beispiel verschiedene Autoimmunkrankheiten, wie Morbus Wegener, oder auch Rheuma (Rheumaknoten), die dazu führen können. Es handelt sich jedoch um sehr seltene Erscheinungen.

In manchen Fällen kann auch ein Trauma zu Lungenknoten führen. Darüber hinaus können die Stoffwechselkrankheit Amyloidose oder ein bronchiale Zyste als Ursache in Betracht gezogen werden.

Wie diagnostiziert der Arzt einen Lungenknoten?

Für die Diagnose eines Knotens in der Lunge ist eine ausführliche Krankengeschichte des Patienten wichtig. Darin muss geklärt werden, ob der oder die Betroffene an Tuberkulose oder bestimmten Infektionskrankheiten gelitten hat oder damit in Kontakt war.

Außerdem ist es wichtig zu wissen, ob die betroffene Person Raucher ist oder nicht. Aus zahlreichen Studien geht hervor, dass ein Großteil von karzinogenen Lungenknoten mit dem Tabakkonsum im Zusammenhang stehen.

Danach sind verschiedene bildgebende Untersuchungen nötig, um den Knoten genau zu lokalisieren. Damit kann man auch die genauen Eigenschaften feststellen: Die Form und Größe des Knotens sind wichtig, um zwischen einem gutartigen und einem möglicherweise bösartigen Knoten zu differenzieren.

In der Regel verwendet der Arzt eine Röntgenaufnahme des Thorax sowie eine Computertomographie zur Diagnose. Um die genaue Ursache für den Knoten in der Lunge festzustellen, ist zum Teil auch eine Biopsie nötig, um das Gewebe zu analysieren.

Frau hat Lungenknoten
Die ärztliche Untersuchung umfasst auch bildgebende Technologien und falls nötig eine Biopsie.

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Behandlung von Knoten in den Lungen

Die Behandlung hängt von den spezifischen Ursachen der Krankheit ab. Bei einer Infektion ist zum Teil eine Therapie mit Antibiotika oder Antimykotika erforderlich, in manchen Fällen ist keine Behandlung notwendig. 

Wenn die genauen Ursachen nicht festzustellen sind, orientiert sich der Arzt häufig an den vorhandenen Krebsrisiken. Sollte es sich zum Beispiel um eine junge Person handeln, die nicht raucht, und wenn der Knoten nicht bösartig zu sein scheint, können regelmäßige Kontrolluntersuchungen ausreichend sein. Damit kann der Arzt feststellen, ob es zu Veränderungen kommt oder ob sich der Knoten vergrößert.

Wenn jedoch ein Krebsrisiko besteht, ist eine Biopsie sehr wichtig. Sollte die Analyse ergeben, dass ein Tumor vorliegt, ist oft ein chirurgischer Eingriff nötig, um den Knoten zu entfernen. Sollte dieser Eingriff jedoch nicht möglich sein, entscheidet sich der Arzt meist für eine Chemo- oder Strahlentherapie.

Zusammenfassend kann erwähnt werden, dass Tabak eine häufige Ursache für Knoten in den Lungen ist. Du musst dir über dieses Risiko bewusst sein und insbesondere als Raucher regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchführen, um gegebenenfalls eine möglichst frühzeitige Diagnose und Behandlung erhalten zu können.

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  • Prevención del cáncer de pulmón (PDQ®)–Versión para profesionales de salud. Instituto Nacional del Cáncer. https://www.cancer.gov/espanol/tipos/pulmon/pro/prevencion-pulmon-pdq