Lungenödem: Symptome und Ursachen

9 November, 2019
Bei einem Lungenödem kommt es zu Atemschwierigkeiten, einem Erstickungsgefühl und auch zu Herzrasen. Erfahre heute mehr über diese Krankheit.

Als Lungenödem bezeichnet man den Austritt von Flüssigkeit aus den Lungenkapillaren in das Lungengewebe. Dadurch kommt es zu Atemnot und in der Folge zu lebensbedrohlichen Situationen.

In den meisten Fällen entsteht ein Lungenödem aufgrund von Herzkrankheiten. Doch auch ein Trauma, eine Lungenentzündung oder bestimmte Arzneimittel können dazu führen.

Wenn das Ödem plötzlich auftritt, handelt es sich um einen ärztlichen Notfall, der tödlich verlaufen könnte. In anderen Fällen entwickelt sich die Krankheit allmählich. Doch auch in diesem Fall ist die richtige Behandlung grundlegend, um ernstere Situationen zu verhindern.

Erfahre in unserem heutigen Artikel mehr über diese Krankheit, ihre Ursachen und Symptome.

Was ist ein Lungenödem?

Umgangssprachlich spricht man von „Wasser in der Lunge“. Wir erklären kurz, wie es dazu kommt. Die Lungenbläschen (Alveolen), die das Lungengewebe bilden, nehmen bei der Atmung Sauerstoff auf und scheiden Kohlendioxid aus. Wenn sie sich allerdings mit Flüssigkeit füllen, kann der Gasaustausch nicht korrekt stattfinden.

Die Flüssigkeitsansammlung im Lungengewebe bezeichnet man als Lungenödem. In vielen Fällen geht dieses mit einer Herzkrankheit einher. In diesem Fall spricht man von einem kardiogenen Lungenödem. Dazu kommt es insbesondere dann, wenn die linke Herzkammer geschwächt ist.

Doch es kann auch unabhängig von einer Herzkrankheit zu einem Lungenödem kommen (nicht kardiogenes Ödem). Häufig ist dies der Fall bei einem schnellen Aufstieg in große Höhen. Kritisch wird es ab 3000 Metern, wenn die Lunge nicht zuvor akklimatisiert wird.

Lungenödem behandeln

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Ursachen für ein Lungenödem

Kardiogenes Lungenödem

Wie bereits erwähnt entsteht ein kardiogenes Lungenödem in Verbindung mit einer Herzkrankheit. Die häufigsten Ursachen dafür sind:

  • Veränderungen der Herzarterien. Die koronaren Arterien sind für die Durchblutung des Herzens zuständig. Wenn sich diese durch die Ansammlung von Fetten (Plaque oder Atherom) verstopfen, entsteht eine Herzschwäche. Das Blut sammelt sich dann meist in den Lungen an und dies führt wiederum dazu, dass Flüssigkeit in die Lungenbläschen gerät.
  • Verletzungen des Herzmuskels. In diesem Fall spricht man von einer Kardiomyopathie. Da der Herzschlag zu schwach ist, gerät Flüssigkeit zurück in die Lunge.
  • Probleme mit den Herzklappen
  • Bluthochdruck 

Nicht kardiogenes Lungenödem

In diesem Fall sind die häufigsten Ursachen folgende:

  • Große Höhe (ohne vorherige Anpassungsphase). Wenn man in große Höhen aufsteigt, erhöht sich der Druck, da sich die Lungenkapillargefäße zusammenziehen. Dies kann dazu führen, dass sich Flüssigkeit in den Lungenbläschen ansammelt.
  • Akutes Lungenversagen. Bei dieser Störung füllen sich die Lungen mit Flüssigkeit und weißen Blutkörperchen. Ursache kann ein Trauma oder eine Infektion sein.
  • Medikamente
  • Lungenembolie. Dazu kommt es, wenn ein Blutgerinnsel die Blutgefäße der Lunge verstopft und den korrekten Blutfluss verhindert.
  • Virale Infektionen
  • Einatmen von Rauch oder Ersticken 

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Welche Symptome treten auf?

Die Symptome hängen von den Ursachen und der Geschwindigkeit ab, mit der das Lungenödem entsteht. In einem akuten Fall treten in der Regel folgende Anzeichen auf: 

  • Atemschwierigkeiten, die im Liegen schlimmer werden
  • Erstickungsgefühl
  • Atemgeräusche (Keuchen)
  • Husten, möglicherweise mit Blutungen
  • Herzrasen, zu schneller Herzschlag
  • Kalt-feuchte Haut und blaue Lippen
Lungenödem durch Herzkrankheiten

Wenn das Ödem allmählich auftritt, sind häufig folgende Symptome vorhanden:

  • Auch in diesem Fall kommt es zu Atemschwierigkeiten, insbesondere bei Anstrengungen und im Liegen.
  • Darüber hinaus können Schwellungen an den Beinen entstehen.
  • Es entsteht außerdem das Gefühl von Müdigkeit.
  • Beim Liegen tritt Husten auf, der im Sitzen meist besser wird.
  • Gewichtszunahme.

Wie kann man Vorsorge leisten?

Wie immer ist Vorsorge die beste Medizin. Dabei muss der Blutdruck kontrolliert werden, denn erhöhte Werte gehören zu den wesentlichen Risikofaktoren für Herzkrankheiten.

Es empfiehlt sich, sich täglich in Maßen körperlich zu betätigen und eine gesunde Ernährung einzuhalten. Diese zwei Maßnahmen sind in der Prävention grundlegend. Damit können auch der Blutdruck und die Cholesterinwerte kontrolliert werden. Das ist sehr wichtig, da der Cholesterinspiegel mit Erkrankungen der koronaren Arterien im Zusammenhang steht.

Darüber hinaus solltest du auf Tabak und Alkohol verzichten. Auch ein gesundes Körpergewicht ist grundlegend und natürlich solltest du versuchen, Stress zu kontrollieren.

Fazit

Solltest du an Atembeschwerden, Müdigkeit oder anderen Symptomen, die wir im Lauf dieses Artikels erwähnt haben, leiden, zweifle nicht daran, schnellstmöglich einen Arzt aufzusuchen. Ein Lungenödem ist eine ernste Situation, die deine Gesundheit gefährden kann.

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