LASIK-Operation: Die Vor- und Nachteile

Die LASIK-Augenlaseroperation ist eine gute Alternative, wenn du keine Brille oder Kontaktlinsen mehr tragen möchtest. Allerdings eignet sich dieses Verfahren nicht für alle Patienten. In unserem heutigen Artikel erfährst du, wie diese Methode funktioniert, für wen sie in Frage kommt und welche Vor- und Nachteile damit verbunden sind.
LASIK-Operation: Die Vor- und Nachteile

Letzte Aktualisierung: 05. September 2021

In unserem heutigen Artikel sprechen wir über die Vor- und Nachteile der LASIK-Operation. Mit diesem Verfahren können Sehveränderungen der refraktiven Medien des Augapfels korrigiert werden. Das bedeutet, dass die Patienten im Anschluss nicht mehr auf eine Brille oder Kontaktlinsen angewiesen sind.

Die refraktiven Medien des Auges, wie die Linse und die Hornhaut, können bei Patienten ohne Veränderungen Lichtstrahlen korrekt auf die Netzhaut reflektieren. Bei Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus lenkt die Hornhaut das Licht jedoch falsch ab.

LASIK (Laser-in-situ-Keratomileusis) ist ein chirurgisches Verfahren, das gute Ergebnisse bei der Korrektur von Brechungsfehlern erzielt. Darüber hinaus ist es eine hervorragende Alternative zu herkömmlichen Linsen.

Wer benötigt eine Augenlaseroperation?

Die LASIK wird derzeit als sekundäre und langfristige Behandlung von Lichtbrechungsfehlern auf der Netzhaut eingesetzt. Patienten, die dieses Verfahren benötigen, weisen normalerweise die folgenden Sehstörungen auf:

  • Myopie
  • Weitsichtigkeit (Hyperopie)
  • Astigmatismus

Dieses Verfahren wird in der Regel vom Augenarzt empfohlen, nachdem er den Zustand und die Beschaffenheit des Augapfels untersucht hat. Allerdings ist die LASIK-Operation nicht für jeden geeignet. Die American Academy of Ophthalmology stellt die folgenden Anforderungen für die Auswahl der Patienten auf:

  • Der Patient muss mindestens 18 Jahre alt sein (ein Alter von mehr als 21 Jahren ist ideal).
  • Des Weiteren muss der Patient in den vergangenen 12 Monaten eine Refraktion des Auges erfahren haben.
  • Es liegt eine Refraktionsstörung vor, die durch LASIK korrigiert werden kann.
  • Darüber hinaus müssen die Hornhäute gesund und dick sein und eine korrigierbare Sehschärfe von mehr als 6/18 aufweisen.

Ebenso wichtig ist es, dass der Patient nicht an okulären oder systemischen Erkrankungen leidet, die entweder den Eingriff erschweren oder die langfristige Gesundheit gefährden – Katarakte, Keratokonus, Keratitis oder ein fortgeschrittenes Glaukom. Außerdem wurde in einer Studie festgestellt, dass Schielen oder eine Amblyopie zu den relativen Kontraindikationen gehören.

LASIK - Frau macht Sehtest
Es gibt spezielle Kriterien für die LASIK-Operation, da die Ärzte sie nicht bei jedem Patienten durchführen können.

Vorbereitung auf den Eingriff

Die LASIK-Augenlaseroperation ist ein ambulanter chirurgischer Eingriff, der in der Regel 15 bis 30 Minuten dauert. Dennoch ist es ein operativer Eingriff, den du nicht auf die leichte Schulter nehmen solltest.

Einige Aspekte, die du bei der Entscheidung für dieses Verfahren berücksichtigen solltest, sind folgende:

  • Bespreche deine Erwartungen mit einem Augenarzt, der dir erklären kann, welche Ergebnisse am wahrscheinlichsten sind. Die meisten Patienten sollten nach dem Eingriff weiterhin eine Brille tragen, wenn sie nachts lesen oder Auto fahren.
  • Da die LASIK-Operation ein ambulanter und freiwilliger Eingriff ist, der in der Regel nicht von den Krankenkassen übernommen wird, solltest du dich darauf einstellen, dass du die Kosten dafür tragen musst. Daher ist es wichtig, dass du dich vorab genau über die anfallenden Kosten informierst und sicherstellst, dass du die nötigen Mittel dafür hast.
  • Lasse dich von jemandem begleiten, der dich nach der Operation wieder nach Hause bringt, da deine Sehkraft danach noch nicht vollständig wiederhergestellt sein wird.
  • Außerdem musst du am Operationstag auf die Verwendung von Kosmetika wie Make-up, Cremes oder Lotionen in der Nähe der Augen verzichten. Darüber hinaus kann dir dein Augenarzt vorschlagen, den Augapfel und die umliegenden Strukturen in den Tagen vor dem Eingriff speziell zu reinigen.
  • Wenn du vor dem Eingriff Angst hast, ist das ganz normal. Dennoch solltest du versuchen, dich zu beruhigen und beunruhigende Gedanken zu verdrängen. Konzentriere dich stattdessen auf die Vorteile, die die Operation langfristig bringen wird.

Wie läuft eine LASIK-Augenlaseroperation ab?

Ein derartiger Eingriff findet normalerweise in der Praxis eines Augenarztes oder in einem Operationszentrum statt. Zunächst untersucht der Arzt eingehend deinen Augapfel, um die refraktiven Elemente zu beurteilen und das weitere Vorgehen festzulegen.

Dann wird er dir das Verfahren erklären. Wenn du dich für den Eingriff entschieden hast, wirst du in den OP geführt. Dort legst du dich in einen speziellen Liegestuhl und schaust nach oben. In der Regel verabreicht dir der Arzt ein Schmerzmittel oder ein Narkosemittel, insbesondere wenn du sehr nervös bist.

Zunächst werden betäubende Augentropfen auf den Augapfel aufgetragen, um die Beschwerden während des Eingriffs zu verringern. Dann setzt der Spezialist ein Spekulum und einen kleinen Saugring ein, der das Auge offen hält und verhindert, dass du blinzelst.

Mit einem kleinen Laser oder einem Mikrokeratom schneidet der Chirurg einen Schnitt in die Hornhaut und erzeugt einen Hornhautlappen. Anschließend klappt der Arzt diesen Lappen zurück, um Zugang zu den zu korrigierenden Strukturen zu erhalten.

Der Spezialist formt Teile der Hornhaut mit einem programmierten Laser um. Zum Schluss wird der zu Beginn entfernte Gewebelappen wieder eingesetzt. Er haftet innerhalb weniger Sekunden von selbst und heilt ohne Nähte.

Während des Eingriffs wird der Arzt dich bitten, deine Augen auf einen Lichtpunkt zu richten, um Augenbewegungen so weit wie möglich zu vermeiden. Darüber hinaus kann es sein, dass du zu Beginn der Hornhautumformung einen leichten Geruch wahrnimmst. Die meisten Patienten meinen, es rieche nach verbranntem Haar.

Wenn beide Augen korrigiert werden müssen, wird der Chirurg das oben beschriebene Verfahren an jedem Augapfel einzeln durchführen. Normalerweise erfolgt der Eingriff am selben Tag.

Heilungs- und Genesungsprozess

Unmittelbar nach der LASIK-Operation treten in der Regel Beschwerden wie Brennen, Trockenheit oder Jucken des Augapfels auf. Daher verschreibt dir der behandelnde Arzt spezielle Augentropfen, um die Augen zu befeuchten und die Beschwerden zu lindern.

Um den Heilungsprozess zu unterstützen, legt der Arzt in der Regel eine schützende Klappe über das Auge oder bittet dich, eine solche beim Schlafen zu tragen. Darüber hinaus benötigst du nach dem Eingriff Entspannung und Ruhe.

Die Genesung und Stabilisierung deines Sehvermögens erfolgt allmählich. Daher wirst du die tatsächlichen Ergebnisse erst nach zwei oder drei Monaten sehen. Aus diesem Grund vereinbart der behandelnde Arzt mit dir voraussichtlich mehrere Termine zur Nachuntersuchung und Nachkontrolle.

Nimm dir ein paar Wochen Zeit, um zu deinen normalen täglichen Aktivitäten zurückzukehren, besonders wenn du Extremsportarten oder Schwimmen betreibst. Darüber hinaus solltest du für eine gewisse Zeit auf die Verwendung von Augenkosmetik verzichten.

Die Vorteile der LASIK-Operation

Der Hauptvorteil dieses Verfahrens liegt in der Möglichkeit, alle täglichen Aktivitäten ohne Korrekturbrille oder Kontaktlinsen auszuführen. In der Tat erreichen 90 % der Patienten nach dem Eingriff eine Sehschärfe von 20/20 und 20/40 ohne Brille.

Es handelt sich um ein wirksames Verfahren mit nachweislich schneller postoperativer Stabilisierung, das anderen Eingriffen derselben Art überlegen ist. Darüber hinaus gibt es nur wenige Komplikationen wie Hornhauttrübungen oder Katarakte.

Der Erfolg des Eingriffs steht in umgekehrtem Verhältnis zum Grad der anfänglichen Beeinträchtigung des Auges. Das bedeutet, dass die LASIK-Operation umso erfolgreicher ist, je geringer die bestehenden Augenschäden sind. Daher ist die Prognose günstiger, wenn nur ein geringer Grad an refraktären Schäden vorliegt.

LASIK - Frau bei einer Behandlung
Das Laserverfahren ist sehr wirksam; Schätzungen zufolge erzielen bis zu 90 % der Patienten eine spürbare Verbesserung.

Mögliche Risiken und Nachteile der LASIK-Operation

Wie bei jedem anderen chirurgischen Eingriff kann es auch bei der LASIK-Operation zu Nebenwirkungen und Komplikationen kommen. Die meisten Beschwerden sind vorübergehend und verschwinden in der Regel innerhalb von Wochen oder Monaten.

Einige der häufigsten sekundären Erscheinungen im Zusammenhang mit LASIK sind:

  • Augenschmerzen
  • Trockene Augen
  • Verschwommene Sicht
  • Brennen oder Stechen im operierten Auge
  • Unbehagen oder Empfindlichkeit gegenüber direktem Licht
  • Sehen farbiger Ringe um Lichtquellen
  • Gerötete Augen
  • Infektion des Auges

Die Operation hat bei einigen Patienten zu ungünstigen Korrekturen mit schlechteren Sehergebnissen als vor dem Eingriff geführt und dies sogar bei Verwendung von Vergrößerungslinsen.

Des Weiteren kann der Eingriff zum Verlust der Sehkraft und zu dauerhaften Sehveränderungen führen. Allerdings kommt dies nur sehr selten vor.

Die LASIK-Operation ist ein freiwilliger Eingriff, der nicht für jeden geeignet ist

Es handelt sich um eines der Verfahren mit der höchsten Erfolgsquote bei der Korrektur von Brechungsfehlern. Allerdings musst du bei einem solchen Eingriff die Vor- und Nachteile abwägen.

Daher solltest du dich keiner refraktiven Operation unterziehen, wenn du ohne größere Beeinträchtigungen eine Brille tragen kannst. Außerdem solltest du unbedingt eingehend mit einem Augenarzt sprechen, der dir alle Fragen beantworten und die Optionen besprechen kann, die deinen individuellen Bedürfnissen am besten entsprechen.

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