Kennst du die Ananas-Erdbeere? Eine Erdbeere mit Ananasgeschmack!

5 September, 2015
Da dieses Obst nur in geringen Mengen kultiviert wird, muss recht viel bezahlt werden, wenn man Ananas-Erdbeeren genießen möchte

Pineberries werden sie im englischen Sprachraum genannt, Ananasbeeren. Es handelt sich um eine exotisch anmutende, recht sonderbare Erdbeere, die von holländischen Landwirten wiederentdeckt wurde, bevor sie gänzlich ausgestorben wäre.

Kaum jemand kannte die Ananas-Erdbeere, als in den Niederlanden ab dem Jahr 2003 versucht wurde, zucht- und marktfähige Pflanzen und Beeren zu erlangen. Die Population der weißen Erdbeere mit Ananasgeschmack ist bis heute beträchtlich angewachsen.

Auf der Welt gibt es viele exotische Früchte, Köstlichkeiten, die nur in bestimmten geographischen Zonen wachsen und andernorts kaum Früchte tragen. In gewisser Weise zählen zu dieser Gruppe auch die Pineberries, sie sind kaum bekannt und werden nicht in großen Mengen produziert.

Ein kleiner Auszug aus der Geschichte

Erdbeeren

Die Ananas-Erdbeere ist botanisch eine Erdbeere, ihr Geschmack ähnelt aber vielmehr dem der Ananas.

Sie kommen ursprünglich aus Chile, wurden aber im 18. Jahrhundert nach Frankreich gebracht. Von hieraus wurde sie an verschiedene Orte weltweit mitgenommen.

Pineberries entstammen einer Kreuzung zweier Erdbeerarten (Fragaria virginiana und Fragaria chiloensis), die beide auf dem amerikanischen Kontinent beheimatet sind. Der sich daraus ergebende Hybrid, der nicht gezielt gezüchtet, sondern vielmehr zufällig entstanden ist, konnte sich als eigene Sorte durchsetzen. Ananas-Erdbeeren gehören in der Tat zur gleichen Art wie gewöhnliche Erdbeeren, die allesamt den tropischen Geschmack im Namen tragen: Fragaria ananassa.

Früher wurde mit ihnen in Mittel- und Südamerika gehandelt, hier konnten sie auch ohne Schwierigkeiten angebaut werden. Fehlendes Interesse seitens der Konsumenten hat aber dazu geführt, dass die Bauern die Ananas-Erdbeeren kaum noch gezüchtet haben. Die Sorte war nahezu ausgestorben.

Sie ist dank holländischer Landwirte, die sich ab dem Jahr 2003 mit diesem Obst beschäftigt haben, nicht von der Bildfläche verschwunden. Es wurden Anstrengungen unternommen, die Sorte zu erhalten, und sie wurde auf dem europäischen Markt wieder eingeführt.

Charakteristika der Ananas-Erdbeere

Pineberries

  • Im Gegensatz zur gewöhnlichen Erdbeere sind diese Früchte weiß, dafür sind die kleinen Körnchen auf der Oberfläche rot. Das Laub der Pflanze ist grün.
  • Diese kleine Beere zeichnet sich durch ein starkes, tropisches Aroma und einen entsprechenden Geschmack nach Ananas aus, besonders wenn sie sehr reif ist.
  • Die Pflanze ist sehr resistent gegen Krankheiten, dennoch ist ihr Anbau wirtschaftlich wenig rentabel. Die Früchte sind klein und eine Pflanze produziert nicht die Menge Obst, die man von unseren roten Erdbeeren gewöhnt ist.
  • Man nimmt an, dass der Nährwert der Pineberries dem der gewöhnlichen Erdbeere entspricht. Wissenschaftliche Untersuchungen dazu gibt es allerdings noch nicht.
  • Im spanischsprachigen Raum, aus dem sie ja auch kommt, nennt man sie „alma blanca“, weiße Seele.

Erfrischend, lecker und gesund: Erdbeerwasser zur Entgiftung des Körpers

Erhalt der Sorte

Bunte_Erdbeeren

Bis zum Jahr 2003 waren die Ananas-Erdbeeren nahezu ausgestorben. Wenige Menschen wussten um ihre Existenz und noch weniger zeigten Interesse daran, die weißen Erdbeeren zu erhalten.

Auch heute handelt es sich bei dieser Erdbeersorte um ein Lebensmittel, dass nur in sehr geringen Mengen vermarktet wird. In vielen Ländern ist sie überhaupt nicht erhältlich. Der Ertrag einer Pflanze ist gering, weshalb hohe Preise für kleinste Mengen der Erdbeeren mit Ananasgeschmack bezahlt werden müssen.

Vielleicht nimmt die Produktion dieser exotischen Früchte in den nächsten Jahren zu, dann könnten mehr Menschen in vielen Ländern der Welt die weiße Erdbeere kennenlernen und genießen.

Auch interessant