Gutmütigkeit ist ansteckend!

· 14 Februar, 2019
Gutmütigkeit ist eine Tugend, die nicht nur dein eigenes Verhalten und Denken ändert, sondern auch das derer, die du damit ansteckst!

Die Tugend der Gutmütigkeit beschreibt die Eigenschaft eines Menschen, ein großes Herz zu haben, bereit zu sein, die Wünsche anderer zu erfüllen und dabei friedlich und geduldig zu sein.

Gutmütigkeit ist auch, das Gute im Menschen sehen zu wollen und zu verzeihen und vergeben. Lerne, wie Gutmütigkeit auch dein Leben beeinflussen kann!

Gutmütigkeit, eine vergessene Tugend

Gutmütigkeit wird oft mit Blauäugigkeit und Einfalt verwechselt oder gleich gesetzt.

Jedoch sind Menschen, die gutmütig sind, keinesfalls dumm oder naiv. Sie haben nur erkannt, welch positive Auswirkungen Gutmütigkeit auf ihr Leben hat und wie viel leichter es manche Situationen macht.

Gutmütige Menschen werden als freundlich wahrgenommen, weil sie meist kooperativ, mitfühlend und teamfähig sind. Es sind Menschen, mit denen man gut arbeiten kann, Menschen, die ihr Leben und das ihrer Mitmenschen mit Respekt sowie Wertschätzung betrachten.

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In heutigen Zeiten, in denen nur die Leistung zu zählen scheint, in einer Gesellschaft, die gerne zu schnell und heftig die Ellenbogen ausfährt, ist die Gutmütigkeit zu einer sehr seltenen Tugend geworden, die meist nur noch Ältere kennen sowie für sich nutzen.

Lerne auch du die Vorteile kennen und lasse mehr und mehr Gutmütigkeit in dein Leben, um es leichter zu machen!

liebe Positive Effekte der Gutmütigkeit

Die Tugend der Gutmütigkeit führt zu Güte, und dazu, mit sich selbst im Einklang zu sein. Güte wirkt wie Sonne in deinem Leben sowie in dem deiner Mitmenschen. Denn sie sorgt dafür, dass alle in besserem Einklang miteinander leben können.

Wer mit gutem Beispiel und Güte vorangeht, steckt seine Mitmenschen an, denn sie fühlen selbst, welch positive Effekte von der Güte eines einzelnen Menschen ausgehen können.

Nicht jeder entdeckt dies sofort, aber auch du wirst Personen mit dieser Eigenschaft erkennen, wenn du nur darauf achtest und sie dabei beobachtest.

Beobachte, wie sie nur durch ihr gutmütiges Verhalten für Harmonie sorgen, andere Menschen zufrieden machen und mehr Lächeln in die Gesichter zaubern, als du es für möglich halten würdest.

Gutmütigkeit schafft ein angenehmes Arbeitsklima, eine angenehme Atmosphäre in allen Situationen des menschlichen Miteinanders. Beobachte dies in deinem Alltag: auf der Arbeit, beim Einkaufen sowie unter Freunden.

Erkenne, wie sich gutmütiges Verhalten positiv auf andere und deren Laune auswirkt und nutze es in Zukunft für dich sowie dein eigenes Leben!

frieden Gutmütigkeit kann man trainieren!

Nicht jeder unter uns ist so gutmütig, wie er gerne wäre oder besser sein sollte. Dies hat viel mit der Erziehung und sozialem Umfeld zu tun.

Jedoch bedeutet das nicht, dass man diese Tugend nicht noch lernen kann, denn sie bedeutet grundsätzlich nur eine veränderte Einstellung und Sichtweise zum Leben, die man sich aneignen kann, wenn man will.

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  • Reflektiere jeden Abend dein Verhalten, das du an den Tag gelegt hast. In welcher Situation hast du nur zu deinem eigenen Vorteil gehandelt? Wann hast du deinen eigenen Willen durchgeboxt, ohne auf den deiner Mitmenschen Rücksicht zu nehmen? Wo hast du Wut in dir aufgestaut, weil ein Kollege einen Fehler gemacht hat? Und wie hättest du all diese Situationen mit mehr Gutmütigkeit lösen können?
  • Überlege, wie du solche Alltagssituationen in Zukunft gutmütiger lösen wirst. Nimm dir fest vor, anderen Menschen gut zuzuhören und einen Kompromiss zu finden, mit dem beide Seiten leben können. Entschuldige dich bei deinem Kollegen für die Wut, die sein Fehler in dir ausgelöst hat, verzeihe ihm und lerne, dass auch du Fehler machst und es nicht wert ist, deswegen negative Energien in dir anzusammeln.

Weitere Tipps

  • Nimm dir jeden Morgen vor, den neuen Tag mit mehr Gutmütigkeit zu leben. Achte dabei aber darauf, dass du dich nicht ausnutzen lässt, sondern finde die Balance, mit der auch du zufrieden bist.
  • Halte während des Tages immer wieder inne und beobachte dich selbst: Hätte ich diese Situation jetzt nicht doch mit größerem Herzen lösen können? Hätte ich in dieser Situation nicht besser „alle Fünfe gerade sein lassen“ können? Nur durch ständige Selbstreflektion kannst du dein Verhalten ändern!

Halte es wie Mark Aurel, ein römischer Kaiser und Philosoph, der schrieb: „Blicke in dein Inneres! Da drinnen ist eine Quelle des Guten, die niemals aufhört zu sprudeln, solange du nicht aufhörst nachzugraben.“

  • Lee Duckworth, A., Steen, T. A., & Seligman, M. E. P. (2005). Positive Psychology in Clinical Practice. Annual Review of Clinical Psychology. https://doi.org/10.1146/annurev.clinpsy.1.102803.144154
  • Fredrickson, B. L. (1998). What good are positive emotions? Review of General Psychology. https://doi.org/10.1037/1089-2680.2.3.300