Gute Kommunikation in deiner Partnerschaft: 7 Tipps

· 18 April, 2019
Wenn du eine enge Bindung mit deinem Partner aufbauen willst, dann solltest du ganz du selbst sein und deine Gefühle nicht verbergen. Gegenseitiges Vertrauen und gutes Kommunizieren sind zwei wichtige Aspekte.

Viele Menschen verbinden mit „guter Kommunikation“ oftmals lediglich Gespräche. Wenn du aber eine gute Kommunikation erreichen und eine dauerhafte und tiefe Bindung mit deinem Partner aufbauen willst, dann bedarf es weitaus mehr, als nur miteinander zu sprechen. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, wie du deinem Partner deine Gefühle zeigen und dich ihm anvertrauen kannst.

Zum Aufbau und Erhalt einer gesunden Basis für eine langfristige und glückliche Partnerschaft ist es unbedingt erforderlich, dass beide Partner ehrlich miteinander sind, sich gegenseitig mit allen Eigenheiten und Schwächen akzeptieren lernen und natürlich auch, dass ihr einen guten Draht miteinander habt.

In unserem heutigen Artikel haben wir sieben Tipps für dich, wie es gelingen kann, dauerhaft eine gute Kommunikation aufzubauen.

1. Sei du selbst und habe keine Geheimnisse

In jeder Beziehung gibt es ab und zu auch kleine Geheimnisse. Wenn du deinen Partner beispielsweise zum Geburtstag oder Jahrestag überraschen willst, dann willst du ihm das vorab natürlich nicht verraten. Das ist absolut nachvollziehbar und liegt in der Natur der Sache.

Solche kleine Aufmerksamkeiten beleben Beziehungen und bringen ein wenig Schwung in den Alltag. Allerdings solltest du daran denken, dass es für eine gute Kommunikation in einer Beziehung nicht empfehlenswert ist, ein Geheimnis aus deiner Vergangenheit und deinem Leben vor dieser Partnerschaft zu machen.

Vielleicht hast du in einer früheren Beziehung oder in deiner Kindheit Verletzungen erlitten, die dich bis heute schmerzen. Auch wenn es dir schwer fällt, darüber zu sprechen, solltest du deinem Lebenspartner von diesen Erfahrungen und Prägungen erzählen.

Sage offen, dass es schwer für dich ist, über dieses Thema zu reden, dann wirst du sicherlich das nötige Verständnis dafür erfahren.

Du solltest dich auch darauf gefasst machen, dass dir dein Partner Fragen stellt, um dich noch besser zu verstehen.

Das sollte in einer gesunden Beziehung normal sein. Denn, wenn sich jemand wirklich für dich und dein Leben interessiert, dann ist das Bedürfnis, am Leben des anderen teilzuhaben, ganz automatisch vorhanden. Und letztendlich beeinflussen deine Erfahrungen und deine Prägungen möglicherweise auch eure Partnerschaft.

Daher ist es sehr wichtig, dass ihr offen miteinander redet.

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2. Achte auf deinen Tonfall

gute Kommunikation - Stimme

Sehr viele Streitigkeiten eskalieren nicht wegen der Themen die angesprochen werden, sondern aufgrund der Art und Weise, wie dies erfolgt: dein Tonfall, deine Lautstärke und deine Stimme.

Wenn du derartige Situationen vermeiden möchtest, dann solltest du genau darauf achten, wie du Themen ansprichst. Gute Kommunikation und eine ruhige Grundhaltung lassen sich durchaus erlernen.

Grundsätzlich ist es überhaupt nicht notwendig, dass du deine Stimme erhebst und laut wirst. Normalerweise fangen wir zu schreien an, wenn wir uns unbedingt Gehör verschaffen wollen oder, wenn wir der Meinung sind, dass wir auf jeden Fall recht haben müssen.

Allerdings solltest du bedenken, dass dein Partner dieses Verhalten mit Sicherheit nicht angenehm finden wird. Außerdem wird sich seine Bereitschaft, dir wirklich zuzuhören, sehr stark reduzieren, wenn du ihn einfach niederschreist und seinen Worten kein Gehör schenkst.

In der Ruhe liegt die Kraft„, ein altbekanntes Sprichwort, welches nach wie vor auch für eine gute Kommunikation sehr zutreffend ist.

3. Achte auf deine Wortwahl in Textnachrichten

Ebenfalls förderlich für gute Kommunikation mit deinem Partner ist deine Wortwahl in Textnachrichten. Ihr werdet euch vermutlich während des Tages mit Textnachrichten oder Sprachnachrichten über Geschehnisse und Erfahrungen austauschen. Das ist heutzutage völlig normal.

Allerdings solltest du dir stets überlegen, wie genau du die Nachrichten verfasst. Ähnlich wie beim Tonfall deiner Stimme verhält es sich mit der Wortwahl in deinen Nachrichten.

Bedenke immer, dass es leicht passieren kann, dass du nur eine einzige unbedachte Aussage triffst, die dazu führen könnte, dass ihr euch darüber streitet.

Der Grund hierfür liegt dann vermutlich darin, dass dein Partner nicht das gelesen hat, was du ausdrücken wolltest, entweder weil er es falsch verstanden hat oder weil du es nicht klar genug ausgedrückt hast.

Sei also sehr bedacht, wenn du heikle Themen per Textnachricht ansprechen möchtest. Versuche stets, so klar und eindeutig wie nur möglich zu schreiben, um Missverständnissen vorzubeugen.

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4. Gute Kommunikation: sprecht über Probleme und lernt, euch zu verzeihen

gute Kommunikation - Diskussion

Wenn dein Partner einen Fehler gemacht hat oder sich nicht korrekt verhalten hat, dann solltest du unbedingt versuchen, mit ihm/ihr darüber zu sprechen. Dein Ziel sollte es sein, zu verstehen, warum dies passieren konnte. Und dadurch wirst du ihm/ihr dann auch leichter verzeihen können.

Das hört sich einfacher an als es tatsächlich ist. Nicht etwa, weil du nicht nur den Willen dazu haben musst, deinem Partner zu verzeihen, sondern darüber hinaus auch die Bereitschaft brauchst, an dir selber zu arbeiten.

Versuche, möglichst sachlich zu erklären, welches Verhalten dich konkret an deinem Partner stört oder gestört hat. Sobald ihr euch darüber einig geworden seid, was die Ursache dafür ist, könnt ihr gemeinsam damit beginnen, einen Lösungsansatz für dieses Thema zu erarbeiten und zu vereinbaren.

So könnt ihr im Laufe der Zeit verschiedene Themen miteinander bearbeiten und lösen. Dieser Ansatz führt dann dazu, dass gute Kommunikation und gegenseitiges Verständnis in eurer Beziehung wachsen.

5. Zeige dich auch von deiner verletzlichen Seite

Ein weiterer sehr guter Ansatz, um dich deinem Partner gegenüber noch besser mitzuteilen und sich ihm gegenüber zu öffnen, ist es, wenn du ab und zu auch deine verletzliche Seite zeigst. Besonders dann, wenn du über Gefühle sprichst, die du normalerweise stets für dich behältst.

Niemand findet das sehr angenehm. Nahezu jeder von uns hat Angst davor, die eigenen Ängste, Frustrationen und Traumata auszusprechen und einzugestehen.

Der Grund hierfür ist, dass es allgemein als Schwäche angesehen wird, derartige Empfindungen und Gefühle zu haben. Aber dennoch gehören sie zu unserem Menschsein dazu, das wird in der heutigen Welt leider viel zu oft negiert.

Daher ist es sehr wichtig, dass du dich zumindest deinem Partner gegenüber öffnen kannst, so könnt ihr euch gegenseitig unterstützen und stärken.

Wenn du eine lange und intensive Partnerschaft mit jemandem haben möchtest, dann ist es absolut notwendig, dass der Partner auch deine traurigen und verborgenen Seiten kennen und verstehen lernt. Nur so könnt ihr euch wirklich voll aufeinander einlassen.

6. Gute Kommunikation durch Körperkontakt

gute Kommunikation - Streit

Wenn dein Partner Probleme damit hat, seine Gefühle und Gedanken auszudrücken und in Worte zu fassen, dann kannst du ihn ein wenig unterstützen.

In schwierigen Situationen kann es sehr wohltuend sein, wenn du ihn dann einfach in den Arm nimmst und ihm so das Gefühl gibst, dass du für ihn da bist. Dadurch fühlt sich dein Partner geborgen und verstanden und wird sich allmählich entspannen und öffnen können.

Und manchmal ist es das Beste, wenn du einfach nur still und aufmerksam zuhörst. Wenn der Partner den ganzen Frust und Dampf abgelassen hat, dann geht es ihm in der Regel meistens wieder besser. Denn oftmals brauchen wir gar keine klugen Ratschläge, sondern einfach nur ein verständnisvolles Ohr.

7. Ein Schlüssel für gute Kommunikation: stelle keine Vermutungen an

Der siebte Tipp ist einer der wichtigsten, wenn du eine wirklich gute Kommunikation mit deinem Partner aufbauen willst.

Stelle auf keinen Fall Vermutungen darüber an, was dein Partner sagen oder tun wird. Wenn du dir einbildest, du wüsstest bereits vorher, was gleich passieren oder gesagt werden wird, dann bist du in deiner eigenen Erwartungshaltung gefangen.

Dadurch bist du nicht mehr frei und unvoreingenommen in deinem Kopf. Außerdem hemmt diese Einstellung jegliche Kreativität und Flexibilität.

Darüberhinaus entstehen die meisten Vermutungen nicht basierend auf Tatsachen, sondern entsprechen schlichtweg deinen eigenen Erwartungen.

Wenn du in diese Falle tappst, dann kannst du damit schlussendlich deine Partnerschaft aufs Spiel setzen. Außerdem stehst du sowohl deinem Partner als auch dir selber im Weg.

Selbst wenn dein Partner bisher immer eine bestimmte Angewohnheit hatte, so solltest du ihm stets offen begegnen und auch ihm die Chance einräumen, sich zu verändern und zu entwickeln.

Siehst du Handlungsbedarf in deiner Partnerschaft? Oder hat du bereits eine gute Kommunikation in deiner Beziehung und möchtest deine positiven Erfahrungen mit anderen teilen?