Grundtechniken zur Schließung von Wunden

· 13 Mai, 2019
Durch Wunden können Mikroorganismen in unseren Körper gelangen. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wie man sie reinigt und schließt, um Komplikationen zu vermeiden.

Normalerweise sind Wunden Schäden, die an der Oberfläche unserer Haut entstehen. Man könnte auch sagen, dass es sich um einen Verlust der Hautkontinuität aufgrund eines äußeren Faktors handelt. Je nach Schweregrad, kann ein Arzt sich dazu entschließen, die Schließung von Wunden zu fördern.

Heutzutage verwendet man am häufigsten Nähte für die Schließung von Wunden. Bei dieser Methode gibt es allerdings verschiedene Varianten und der behandelnde Arzt muss die entsprechende für die individuelle Wunde des Patienten wählen.

Klassifikation von Wunden

Offene Wunde
Nach einer Verletzung löst unser Körper physiologische Prozesse in Phasen aus, um sie zu regenerieren.

Eine der Klassifikationen ist die Reinheit der Wunde. Einerseits sind saubere Wunden frisch und nicht verschmutzt oder infiziert. Schmutzige Wunden hingegen erscheinen schon etwas älter, mit mehr abgerissenem Gewebe und Schmutz oder Fremdkörpern, die sich darin befinden.

Eine weitere Klassifikation hängt mit der Ursache der Verletzung zusammen (Stichwaffe, Schusswaffe usw). Man unterscheidet sie ebenfalls aufgrund ihres Aussehens, ob sie andere Strukturen abgesehen von der Haut beeinträchtigen usw.

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Phasen der Wundheilung

Normalerweise folgen Wunden einem Muster von Regenerierung oder Heilung, das die folgenden Schritte umfasst:

  • Entzündungsphase. Man nennt sie auch Reaktionsphase und sie erscheint während der ersten Tage. Die Blutgefäße erweitern sich und ihre Durchlässigkeit erhöht sich. So tritt seröse Flüssigkeit aus und die Leukozyten bilden eine Schutzschicht (Kruste).
  • Proliferationsphase. Sie wird auch Regenerations- oder Granulationsphase genannt und beginnt drei Tage nach der Verletzung. Nach ein oder zwei Wochen ist sie dann abgeschlossen. Der Körper beginnt, verlorenes Kollagen zu produzieren und die Lymph- und Blutgefäße erneuern sich.
  • Reifungsphase. Manchmal nennt man so die Phase der Umformung der Wunde. Sie beginnt einige Wochen nach der Verletzung und kann bis zu mehreren Jahren dauern. Hierbei vermindert die Narbe ihre Tiefe und Größe. Der Patient behält eine hellere Hautstelle bei.

Wie behandelt man eine Wunde?

Kind hat ein aufgeschrammtes Knie
Je nach Merkmalen der Wunde, kann der Arzt verschiedene Nahtmethoden wählen.

Man sollte die Schließung von Wunden dem Spezialisten überlassen. Handelt es sich um einen Notfall oder Unfall, so sollte man eine Liste von Prioritäten haben.

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Zuerst sollte der Patient betäubt werden, damit er die Beschwerden, die mit der Schließung von Wunden einhergehen, nicht spürt. Das Mittel kann lokal oder generell eingesetzt werden, je nach Schweregrad der Verletzung. Dazu spritzt man dem Patienten ein oder mehrere Mittel.

Anschließend entfernt das Expertenteam vorsichtig alle Fremdkörper, die sich in der Wunde befinden. Dazu verwendet man angebrachte, sterile Instrumente. Anschließend wäscht man die Wunde mit reichlich isotonischer Kochsalzlösung.

Techniken für die Schließung von Wunden

Falls notwendig, näht der Arzt anschließend die Gewebe zusammen, die sich mit der Wunde gelöst haben. Je nach Merkmalen der Wunde entscheidet der Arzt, welches die angebrachteste Methode hierfür ist:

  • Annäherungsnaht: Hierbei verwendet man verschiedene Klebestreifen, die die beiden Wundenden einander annähern. Für gewöhnlich fallen sie nach einigen Tagen von selbst ab, besonders, wenn sie feucht werden.
  • Klammernaht: Das sind kleine Metallfäden in Form von Klammern, die sowohl Wunde als auch Ränder festhalten, damit diese heilen und zusammenwachsen können. Man entfernt sie mit einem speziellen medizinischen Gerät.
  • Fadennaht: Es gibt verschiedene Knoten und Fäden. Das medizinische Team entscheidet darüber, welche für den Individualfall angebracht sind. Man verwendet eine Nadel, um die ganz Wunde zu nähen.