Flohbisse: Vorsorge und Behandlung

16 März, 2016
Bei einem Flohbiss ist es wichtig, diesen sauber zu halten und nicht daran zu kratzen. Ansonsten könnte es zu sekundären Infektionen kommen.

Flohbisse sind sehr unangenehm,nicht so sehr aus ästhetischen Gründen sondern wegen des lästigen Juckreizes. Anschließend erfährst du mehr über verschiedene Behandlungsmöglichkeiten und auch wie du am besten vorsorgen kannst, damit es gar nicht erst soweit kommt.

Flöhe sind Parasiten, die sich vom Blut von Säugetieren, insbesondere Hunden und Katzen, ernähren, jedoch auch häufig Menschen beißen können. Bei Menschen sind meist die Beine betroffen. Insbesondere die Knöchel und Füße sind in Gefahr, da diese besonders nahe am Boden sind.

Flohbisse

Flohbisse sind meistens ungefährlich, außer man ist allergisch. Die Verletzung der Haut ensteht meist durch Kratzen, Das kann auch dazu führen, dass sich der Biss entzündet und sich Eiter bildet. Teilweise können Flöhe jedoch auch Krankheiten übertragen.

Floh

Die normale Reaktion bei Menschen nach einem Flohbiss ist ein roter, kreisförmiger Fleck mit einem Punkt in der Mitte, einer kleinen Schwellung und starkem Juckreiz.

Meist treten die roten Kreise in Gruppen von 3 und 4 Flecken auf. An diesen Punkten hat der Floh Blut gesaugt. Die Nahrungsaufnahme der Flöhe kann zwischen 20 und 150 Minuten dauern.

Menschen werden besonders von drei Arten von Flöhen angegriffen: dem Katzenfloh (Ctenocephalides felis), dem Hundefloh (Ctenocephalides canis) und dem Menschenfloh (Pulex irritans).

Vorbeugung

  • Wenn du ein Haustier hast, solltest du es regelmäßig impfen lassen, ein Flohhalsband verwenden und auf gute Hygiene achten.
  • Die Wohnung sauber halten, vor allem schwer erreichbare Stellen, wie Ecken und Winkel.
  • Falls deine Wohnung oder dein Haustier befallen worden sind, solltest du alle Stoffe mit heißem Wasser und einem Flohmittel waschen (Kleidung, Bettwäsche, Kissenbezüge und Kissen).
  • Insektenspray verwenden, wenn du in den Bergen wandern gehst und nach der Wanderung den Körper absuchen.

Behandlung von Flohbissen

Bei der Behandlung sollten insbesondere zwei Faktoren beachtet werden, die sehr wichtig sind: Den Hautbereich sauber halten und Kratzen vermeiden. Letzteres ist nicht immer einfach, da es meist zu starkem Juckreiz kommt.

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Am besten verwendest du ein antiseptisches Mittel oder Seife und kaltes Wasser, um die betroffene Stelle zu reinigen. Heißes Wasser kann die Schwellung vergrößern und du sollest es deshalb nicht verwenden.

Wenn du den Flohbiss nicht sauber hälst und man die Stelle zusätzlich kratzt, kann es zu sekundären Infektionen kommen.

  • Ärztliche Behandlung: Wenn es zu einer starken Schwellung und großem Juckreiz kommt, kann die Wunde mit einer Hydrocortison-Creme behandelt werden. Diese ist rezeptfrei erhältlich.
  • Hausmittel: Es gibt verschiedene natürliche Hausmittel, die bei der Schwellung helfen können und deshalb sehr beliebt sind. Damit pflegst du gleichzeitig die Gesundheit der Haut.

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Hausmittel

  • Vermische Natron mit ein paar Tropfen Wasser, um so eine Paste herzustellen. Diese wird auf die betroffene Stelle aufgetragen. Nach einer Wirkzeit von ungefähr 15 – 30 Minuten verschwindet das lästige Jucken.
  • Du kannst auch die Schale einer Zitrone in ungefähr 250 ml Wasser kochen. Danach ziehen lassen und den Aufguss mit etwas Watte auf die betroffene Stelle auftragen.
  • Ein weiteres klassisches Hausmittel, um den Juckreiz zu lindern, besteht in einer Mischung von zwei Esslöffeln Wasser mit einem Esslöffel Apfelessig. Diese Mischung im Kühlschrank kaltstellen und danach den Flohbiss damit behandeln.

Es gibt verschiedene Hausmittel, die den Juckreiz lindern können. Außerdem können wir verschiedene natürliche Produkte verwenden, die die Hautgesundheit unterstützen.

Falls die Wunde etwas größer ist und länger nicht heilt, solltest du auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Wenn Flohbisse im Allgemeinen keine schweren Konsequenzen nach sich ziehen, kann es zu allergischen Reaktionen kommen.
Auch wenn es bisher noch keine entsprechenden Studien gibt, wird angenommen, dass eine Mischung aus Natron sowie einigen Tropfen Wasser hilft. Einfach die Paste auf den Biss auftragen und 15 bis 30 Minuten einwirken lassen, damit der Juckreiz nachlässt.
Du kannst aber auch eine Zitronenschale in etwas Wasser kochen, ziehen lassen und anschließend mit etwas Watte auftragen. Die Wirksamkeit konnte allerdings noch nicht bestätigt werden.
Auch wenn bisher noch keine wissenschaftlichen Studien vorliegen, gibt es ein weiteres klassisches hausmittel: zwei Löffel Wasser und einen Löffel Apfelessig mischen und anschließend auf den Biss auftragen und einige Stunden einwirken lassen.
Auch wenn diese Tipps helfen können, solltest du unbedingt den Rat eines Arztes einholen, damit er eine Diagnose stellt und dich entsprechend behandeln kann.
Hund mit Flöhen

Die Suche nach einer definitiven Lösung

Um das Problem ein für alle Mal zu lösen, solltest du deine Wohnung und dein Haustier (falls vorhanden) desinfizieren. Der Tierarzt kann verschiedene Produkte empfehlen, um die Parasiten zu bekämpfen.

Alle vorgestellten Hausmittel helfen, die Flöhe zu beseitigen und uns für immer von Flohbissen zu verabschieden.

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