Entzündung der Speiseröhre: was tun?

· 10 November, 2018
Ist die Speiseröhre entzündet, spricht man auch von einer Ösophagitis. Es gibt mehrere Ursachen und dementsprechend diverse Behandlungen.

Bei einer entzündeten Speiseröhre kommen mehrere Ursachen in Frage, weswegen natürlich auch die Behandlung je nach Ursache stark variieren kann. Die Symptome sind jedoch bei fast jeder Ursache gleich. Erfahre mehr über Ösophagitis!

Wenn die Speiseröhre entzündet ist

Dass sich die Speiseröhre entzündet ist selten, aber dennoch eine Krankheit, die du schon einmal gehört haben solltest, um eventuell auftretenden Symptome zu erkennen und rechtzeitig den Arzt aufzusuchen, um Folgeschäden zu vermeiden.

Die Entzündung der Speiseröhre kann chronisch werden und dich je nach Ursache viele Jahre quälen. Daher ist nicht nur die Diagnose wichtig, sondern auch, die Ursache zu kennen und diese nach Möglichkeit abzustellen.

Behandlungsmöglichkeiten-gegen-SodbrennenAuslöser von Ösophagitis

Es gibt mehrere Auslöser für eine entzündete Speiseröhre. Der häufigste Grund ist Reflux: das Aufsteigen von Magensäure in die Speisesäure, zum Beispiel während des Schlafes.

Wir kennen dieses Phänomen auch unter dem Namen „Sodbrennen, da die Säure in der Speiseröhre ein brennendes Gefühl verursacht.

Darüber hinaus gibt es noch weitere, weniger häufige Ursachen dafür, dass sich die Speiseröhre entzündet:

  • Pilzerkrankungen
  • Herpesviren
  • Viren
  • Verätzung durch versehentliches Trinken von Chemikalien
  • Verbrennung durch zu heiße Speisen
  • Reizung oder leichte Erfrierungen durch zu kalte Speisen
  • Medikamente
  • Alkohol
  • Fremdkörper (z.B. beim Intubieren während einer Operation)
  • Tumor / Krebs
  • Allergie
  • Diabetes mellitus
  • Morbus Crohn

Bei manchen Entzündungen der Speiseröhre sind Ursache oder Auslöser völlig unbekannt, sodass nur die Symptome behandelt werden können nicht aber die Ursache. Solche Fälle entwickeln sich leider öfter chronisch.

Mögliche Ursache Morbus Crohn:

was ist Morbus Crohn?

 

Erkrankungen der Speiseröhre - häufigste SymptomeRisiken

Wird eine Entzündung der Speiseröhre nicht oder nicht rechtzeitig behandelt, können sich größere Geschwüre bilden, welche die Speiseröhre verengen.

Auch eine zu Verengungen führende großflächige Narbenbildung ist möglich, welche zu einer Verhärtung des Gewebes führt.

In manchen Fällen treten auch Blutungen auf, welche durch erneute Nahrungsaufnahme immer wieder vorkommen und schwer dauerhaft zu heilen sind.

In einigen Fällen kann eine chronische oder unbehandelte Ösophagitis auch zu Krebs oder Krebsvorstufen führen.

Wenn du also den Verdacht hast, dass deine Speiseröhre entzündet sein könnte, solltest du also in Anbetracht dieser möglichen Risiken und Folgeschäden darauf achten, die Entzündung rasch behandeln zu lassen und die Ursachen zu ergründen und zu beseitigen.

Schluss mit SodbrennenSymptome

Wie du nun weißt, gibt es viele Gründe und Ursachen für die Entzündung. Die Symptome sind jedoch meist gleich, sodass du aufgrund der Symptome nicht unbedingt auf die Ursache schließen kannst. Folgende Anzeichen sind typisch für Ösophagitis:

  • Schluckbeschwerden
  • Brennendes Gefühl
  • Schmerzen hinter dem Brustbein
  • Schmerzen im Oberbauch
  • Engegefühl im Hals
  • Brechreiz oder Erbrechen
  • Blut im Stuhl / schwarzer Stuhlgang
  • Blutarmut / Anämie
  • Weißer Belag in der Mundhöhle (nur bei Pilzbefall)

Insbesondere, wenn du unter Reflux leidest, solltest du dich auf diese Symptome hin aufmerksam beobachten.

So nimmst du Medikamente richtig ein:

Vermeide diese 6 Fehler bei der Medikamenteneinnahme

 

Frau nimmt Tabletten mit WasserTherapie

Die sicherste und langfristigste Therapie ist immer eine solche, bei der die Ursache beseitigt wird und nicht das Symptom.

Es nützt also nichts, gegen die Schmerzen schmerzstillende Lutschpastillen zu nehmen oder Nahrung zu pürieren, um sie schmerzloser aufnehmen zu können.

Die Therapie der Ösophagitis ist also im Grunde genommen eine Therapie der zugrundeliegenden Beschwerden. Etwa Tabletten gegen Sodbrennen, welche eine übermäßige Ausschüttung von Magensäure verhindern und eine angepasste Ernährung.

Sind Pilze oder Viren die Ursache, so kommen entsprechende Medikamente zum Einsatz, welche gegen Pilze oder Viren wirken.

Bei selbst verursachten Beschwerden bist du auch selbst gefragt: achte darauf, keine zu heißen oder zu kalten Speisen zu schlucken, verzichte auf Alkohol und nimm Medikamente grundsätzlich mit viel Wasser ein, sodass diese die Speiseröhre nicht reizen können.

OperationIst eine Operation nötig?

In der Regel heilt eine Ösophagitis gut aus, wenn du selbst aktiv mithilfst und dich an die Anweisungen deines Arztes konsequent hältst.

Ist die Entzündung durch irgendwelche Gründe chronisch geworden oder ausgeufert, kann es, wie bereits beschrieben, durch Narbenbildung oder große Geschwüre zu einer Verengung der Speiseröhre kommen.

Ist diese nicht reversibel, macht eine Operation Sinn, bei der die Speiseröhre wieder geweitet wird, sodass du wieder besser schlucken kannst, Brechreiz zurückgeht und die Reizung durch Nahrung und unflexibel gewordenen Narbengewebe reduziert wird.

Lasse es nicht so weit kommen und achte auf dich!