Coronavirus: Arten von Schutzmasken

21 März, 2020
In Zeiten des Coronavirus stellen sich viele die Frage, welche Schutzmasken effizient vor dieser Krankheit schützen können. Es gibt darüber viele Falschinformationen im Internet. In unserem heutigen Artikel erfährst du, welche Schutzmasken von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen werden. 

Die weltweite, massive Ausbreitung des COVID-19 wurde inzwischen von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Pandemie erklärt. Deshalb ist es besonders wichtig, sich selbst und andere vor einer Ansteckung zu schützen. Doch welche Schutzmasken sind tatsächlich effektiv?

Zu diesem Thema gibt es viele Falschinformationen, die im Internet kursieren. Auch über Mund-Nase-Masken sind viele nicht richtig informiert. Konsumenten haben praktisch alle zur Verfügung stehenden Masken aufgekauft. Doch oft sehen wir auf der Straße Menschen mit Masken, die nicht ausreichend Schutz bieten.

Seit Ausbruch der Epidemie steht die entsprechende Information zur Verfügung und offizielle Stellen haben auch bekannt gegeben, wer Mund-Nase-Masken zum Schutz vor dem Coronavirus tragen sollte. Doch die Panik und die Dringlichkeit sind mächtiger als seriöse Informationen. Außerdem wurden Sicherheits- und Schutzprotokolle in verschiedenen Ländern erst sehr spät umgesetzt.

Erfahre in unserem heutigen Artikel, welche Arten von Schutzmasken es gibt, wie diese verwendet werden und welche allgemeinen Empfehlungen zu diesem Thema berücksichtigt werden sollten. 

Arten von Schutzmasken, die bei Coronavirus wirksam sind

Wir wissen, dasss der COVID-19 durch Tröpfcheninfektion verbreitet wird, wenn zum Beispiel eine infizierte Person durch Nase oder Mund diese Tröpfchen freisetzt. Deshalb ist es logisch zu glauben, dass eine Mund-Nase-Maske vor einer Ansteckung durch Aerosole oder gefährliche Partikel schützen kann.

Doch es gibt unterschiedliche Arten von Masken für verschiedene Situationen. Dies muss nicht nur bei Coronavirus, sondern auch bei anderen Krankheiten, die auf dieselbe oder ähnliche Weise übertragen werden, wie zum Beispiel der Grippe, berücksichtigt werden. Besonders wichtig ist in diesem Fall die mikroskopische Größe des Virus und der Partikel, die diesen transportieren.

Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Schutzmasken: Mund-Nasen-Schutz (MNS) für Chirurgen und Atemmasken mit Filter. Letztere sind in drei verschiedenen Ausführungen erhältlich, die sich durch die Filterleistung und die maximal zulässige Leckage unterscheiden.

Chirurgische Masken

Es handelt sich um klassische, dünne Masken, die im Operationssaal zum Einsatz kommen. Diese Masken schützen jedoch nicht vor der Ansteckung mit Viren. Sie verhindern in erster Linie, dass Speicheltröpfchen des Trägers in die Umgebung gelangen. Chirurgen und medizinisches Fachpersonal verwenden diese Masken zum Beispiel, um sich selbst vor eventuellen Blutspritzern zu schützen.

Es handelt sich um eine physische Barriere, doch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weist schon lange darauf hin, dass diese Art von Masken nicht vor einer Ansteckung mit Viren schützt. Die Verwendung einer chirurgischer Maske, wenn man außer Haus geht, ist vielmehr ein Plazebo als ein tatsächlicher Schutz vor COVID-19. Diese Masken sind nicht ausreichend für eine effektive Prävention.

Partikelfiltrierende Schutzmasken

Diese Art von Mund-Nase-Masken zeichnet sich durch ihre Filterleistung und der maximal zulässigen Leckage aus, die von der Durchlässigkeit des Filtermaterials und den Öffnungen abhängen. Innerhalb dieser Gruppe gibt es drei verschiedene Typen, die mit FFP (filtering face piece) bezeichnet werden:

  • FFP1: Damit wird innerhalb dieser Gruppe die geringste Schutzwirkung vor infektiösen Aerosolen erzielt. In der Praxis kommen diese Masken in Berufen zum Einsatz, in denen der Schutz vor Staub oder anderen kleinen Partikeln wichtig ist, zum Beispiel im Baugewerbe.
  • FFP2: Diese Schutzmasken filtern bis zu 92 Prozent der Partikel und lassen nur rund 8 Prozent eindringen. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt jedoch zum Schutz vor dem Coronavirus eine Filterleistung von mindestens 95 Prozent. Das heißt also, dass sich diese Art von Mund-Nase-Schutz gerade an der Grenze befindet.
  • FFP3: Diese Art von Masken lassen nur 2 Prozent der Partikel eindringen und werden deshalb zum Schutz vor Coronavirus empfohlen.
Schutzmasken
Chirurgenmasken schützen nicht vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus.

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Wer sollte Schutzmasken verwenden?

Es ist nicht nur wichtig, sich mit der richtigen Mund-Nase-Maske zu schützen. Man sollte auch über die Situationen Bescheid wissen, in denen eine Schutzmaske wichtig ist und wann sie keinen Sinn macht. Wenn wir mit einer Chirurgenmaske außer Haus gehen, handelt es sich tatsächlich um eine sinnlose Maßnahme. Doch wann ist der Schutz mit einer Maske notwendig?

In den meisten Ländern empfiehlt man in folgenden Situationen, eine effiziente Schutzmaske zu tragen:

  • Menschen, die aus einem Krisengebiet zurückreisen, insbesondere dann, wenn sie bereits Symptome wie Fieber, trockenen Husten oder Erschöpfung aufweisen. Sie sollten andere vor einer Ansteckung schützen, indem sie selbst zwei Wochen lang eine Schutzmaske tragen. Denn so lange dauert im Durchschnitt die Inkubationszeit.
  • In Gesundheitszentren und Krankenhäusern sollte sowohl das Personal als auch verdächtige Personen, die bereits an dem Virus erkrankt sein könnten, eine Schutzmaske tragen. Auch im Wartezimmer empfiehlt sich diese Maßnahme.

Wie bereits zuvor erklärt, macht in diesen Fällen nur eine effiziente Schutzmaske Sinn, es sollte sich also mindestens um eine FFP2-, noch besser um eine FFP3-Maske handeln.

Zusätzlich zur Schutzmaske sind weitere Maßnahmen nötig: gründliches und häufiges Händewaschen, falls nötig Quarantäne, sowie allgemeine Hygiene hinsichtlich der verwendeten Utensilien. Die Schutzmasken alleine sind nicht ausreichend.

Sind Schutzmasken nötig?
Wer aus einem Krisengebiet mit einer hohen Konzentration an COVID-19-Infizierten zurückreist, sollte andere vor der Ansteckung schützen, indem er zwei Wochen lang eine effiziente Mund-Nase-Maske trägt.

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Empfehlung für die Nutzung von Mund-Nase-Schutz

Wie bereits erklärt, ist die Filterleistung der Mund-Nase-Maske grundlegend für ihre Effizienz. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt zum Schutz vor dem Coronavirus Masken des Typs FFP2 oder höher. Nicht jeder benötigt eine Maske. Diese ist jedoch insbesondere für Menschen wichtig, die aus Krisengebieten zurückreisen, wenn ein Verdacht auf eine mögliche Ansteckung vorliegt und natürlich für das Personal in Gesundheitszentren und Krankenhäusern.

Die Maske muss Mund und Nase korrekt abdecken und von hinten entfernt werden. Wenn sie falsch abgenommen wird, könnte dadurch eine Ansteckung erfolgen. Solange man die Maske trägt, darf sie nicht berührt werden.

Wenn die Schutzmaske feucht wird, muss sie durch eine neue ersetzt werden, da sie dann die Filterkapazität verliert. Diese Masken können nur einmal zum Einsatz kommen und müssen dann entsorgt werden.