Cannabis und Tabak: Die Wechselwirkungen und wie du sie vermeidest

Wenn eine kombinierte Abhängigkeit von Cannabis und Tabak besteht, ist es für die Betroffenen besonders schwierig, beide Süchte zu überwinden. Pharmakologische Maßnahmen oder psychologische Therapien können hier Abhilfe schaffen. Professionelle Intervention ist fast immer notwendig.
Cannabis und Tabak: Die Wechselwirkungen und wie du sie vermeidest

Letzte Aktualisierung: 05. Oktober 2021

Zwischen dem Konsum von Cannabis und Tabak besteht eine enge Beziehung. Wenn jemand von beiden Substanzen abhängig ist, wird es noch wesentlich schwieriger, beide Süchte zu überwinden.

Bis vor kurzem wussten Experten nicht viel über die gegenseitige Beeinflussung der beiden Drogen. Mit anderen Worten: Sie hatten den Konsum von Cannabis und Tabak nicht miteinander in Verbindung gebracht. Allerdings scheint es, dass ein enger Zusammenhang besteht.

Die meisten Menschen rauchen Cannabis in einem Joint. Dazu vermischen sie in der Regel Tabak mit Cannabis, um diese Substanz konsumieren zu können. Dadurch nehmen sie also beide Stoffe zu sich.

Darüber hinaus scheint es aber auch eine umgekehrte Beziehung zu geben. In diesem Artikel erklären wir, welcher enge Zusammenhang zwischen dem Konsum von Cannabis und Tabak besteht und wie man ihn durchbrechen kann. Da sowohl Cannabis als auch Tabak sehr schädliche Substanzen sind, solltest du sie idealerweise überhaupt nicht konsumieren.

Cannabis und Tabak: Welche Konsequenzen hat der kombinierte Konsum?

Cannabis und Tabak sind komplementäre Substanzen, die von Experten häufig miteinander in Verbindung gebracht werden. In der Tat haben die neuesten Statistiken die enge Verbindung zwischen dem Konsum beider Drogen gezeigt. Der Grund dafür ist, dass Cannabis fast immer zusammen mit Tabak konsumiert wird. Hinzu kommt, dass viele Menschen nach dem Rauchen von Marihuana gerne eine Zigarette rauchen.

Ebenso beschließen viele, mit der einen Droge aufzuhören, aber die andere weiterhin zu konsumieren. Dies verkompliziert den Prozess und kann die Genesung erschweren.

Studien haben gezeigt, dass das Rauchen von Tabak auch das Risiko eines regelmäßigen Marihuana-Konsums erhöht. Letztlich besteht das Problem darin, dass sich die Abhängigkeit potenziert und noch verstärkt.

Gegenwärtig sind die meisten Cannabiskonsumenten zwischen 30 und 40 Jahre alt. Aber auch die Anzahl der jüngeren Konsumenten ist sehr hoch. Darüber hinaus konsumieren fast alle, die diese Substanz konsumieren, auch andere Drogen.

Cannabis und Tabak - Cannabispflanze
Cannabis kann der Einstieg in andere schwere Süchte sein.

Warum ist der kombinierte Konsum von Cannabis und Tabak so schädlich?

Wie wir bereits erläutert haben, sind beide Stoffe gesundheitsschädlich. Der Konsum beider Substanzen erhöht logischerweise die Risiken. Es ist jedoch nicht erwiesen, dass der gemeinsame Konsum ihre getrennten Auswirkungen verschlimmert.

Experten glauben, dass Cannabis das Suchtpotenzial von Nikotin erhöhen könnte. Außerdem haben sie untersucht, wie sich die Toleranz gegenüber diesen Drogen verändert, wenn sie gleichzeitig eingenommen werden.

Was man weiß, ist, dass beide Drogen bei regelmäßigem Konsum (Rauchen) negative Auswirkungen auf die Lunge haben können. Zusätzlich zu all den schädlichen Auswirkungen des Tabaks sollte man wissen, dass Cannabis mit einem erhöhten Risiko für psychotische Störungen in Verbindung gebracht wird.

Ebenso darf man nicht vergessen, welchen Einfluss dies auf persönlicher und sozialer Ebene haben kann. Die Abhängigkeit von jeder Substanz kann Beziehungen schädigen und die Leistungen im Beruf oder in der Schule beeinträchtigen.

Cannabis und Tabak - Mann raucht eine Zigarette
Viele Menschen rauchen nach dem Konsum von Cannabis gerne eine Zigarette, was die Risiken noch erhöht.

Dieser Artikel könnte dich ebenfalls interessieren: Schluss mit Rauchen: 3 Hausmittel gegen Entzugserscheinungen

Wie man diese schädliche Wechselwirkung durchbrechen kann

Diese Verbindung ist schwer zu durchbrechen. Um die Abhängigkeit von einer der beiden Substanzen zu überwinden, braucht man an sich schon viel Entschlossenheit und Willenskraft. Aber inzwischen gibt es immer mehr Maßnahmen und Formen der Unterstützung, die den Betroffenen dabei helfen.

Um dieses Problem zu lösen, müssen die Länder zunächst einmal den Zugang zu diesen Drogen regulieren. Mit anderen Worten: Es sollten spezielle Maßnahmen ergriffen werden, um den Handel mit diesen beiden Drogen zu unterbinden, vor allem bei jungen Menschen. Ebenso wichtig ist es, eine gute Aufklärung zu fördern, um den Konsum dieser Stoffe zu verhindern.

Darüber hinaus gib es verschiedene Maßnahmen, die die Betroffenen selbst ergreifen können, um ihre Abhängigkeit von diesen Drogen zu überwinden. Man kann zunächst mit der einen Substanz aufhören und dann mit der anderen. Oder man kann versuchen, mit beiden gleichzeitig aufzuhören.

Es gibt viele psychologische Unterstützungsmöglichkeiten. Einige pharmakologische Maßnahmen helfen sogar, die Sucht zu überwinden. Die besten Ergebnisse und die größte Wirksamkeit erzielen jedoch Therapien.

Abschließende Gedanken

Pharmakologische Behandlungen helfen nur bei der Überwindung einer Nikotinabhängigkeit, sind aber nicht sehr wirksam bei der Cannabisentwöhnung. Die Wechselwirkung, die durch den kombinierten Konsum von Cannabis und Tabak entsteht, erfordert mehrere Interventionen und einen interdisziplinären Ansatz. Daher ist es am besten, einen Spezialisten um Hilfe zu bitten und die besten Optionen und Lösungen zu wählen, um diese Verbindung zu durchbrechen.

Es könnte dich interessieren ...
Auswirkungen von Rauchen auf die psychische Gesundheit
Besser Gesund Leben
Lies auch diesen Artikel bei Besser Gesund Leben
Auswirkungen von Rauchen auf die psychische Gesundheit

Es ist klar, dass die Auswirkungen von Rauchen negativ für unser Wohlbefinden sind. Wusstest du, dass es sich auch auf die psychische Gesundheit au...



  • Torres, Jesús Marín, and Carmen Quijada Caro. “Drogas y género: Una comparación del inicio del consumo de alcohol, tabaco y cannabis entre hombres y mujeres jóvenes en Andalucía.” ReiDoCrea: Revista electrónica de investigación y docencia creativa 6 (2017): 44-53.
  • Santos, Mariana Matias, et al. “Detección del consumo de alcohol, tabaco y cannabis en estudiantes de Enfermería.” Enfermería Comunitaria (2018).
  • Folgar, Manuel Isorna, and Otger Amatller Gutierrez. “Consumo combinado de tabaco y cannabis: una revisión de los factores de riesgo familiares.” Revista española de drogodependencias 42 (2017): 11-28.
  • Domínguez, Encarnación Sueiro, Antonio Lopez Castedo, and Celsa Perdiz Álvarez. “Consumo de otras drogas (Diferentes del tabaco y del alcohol).” Revista de estudios e investigación en psicología y educación 14 (2017): 225-228.
  • Morena Rayo, Susana, and Alejandro Villena Ferrer. “Prevención del tabaquismo: adaptarla a los nuevos tiempos o fracasar.” Revista Clínica de Medicina de Familia 12.2 (2019): 46-49.